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Warum Samsung ein 11K-Display für Smartphones entwickelt

Smart­phone-Dis­plays bekom­men eine immer höhere Auflö­sung. Dadurch kannst Du zum Beispiel Videos gestochen scharf strea­men. Ein wahrer Luxus.

Sam­sung möchte jet­zt jedoch ein Smart­phone-Dis­play entwick­eln, das eine elf­mal höhere Auflö­sung hat als gängige Full-HD-Dis­plays. Das Ganze nen­nt sich dann 11K und ist wirk­lich eine Haus­num­mer, denn bis jet­zt kann man sog­ar Kinofilme „nur“ in 4K sehen. Klingt nach einem ver­rück­ten Pro­jekt – was ver­spricht sich Sam­sung von der Hochau­flö­sung?

11K pünktlich zu den Winterspielen 2018?

Schon im Juni hat Sam­sung das Pro­jekt mit dem Namen „Project EnDK“ ges­tartet. Ziel ist es, bis 2018 einen funk­tions­fähi­gen 11K-Dis­play-Pro­to­typen zu entwick­eln. Der Zeit­punkt wäre ide­al, denn 2018 wer­den die olymp­is­chen Win­ter­spiele in Süd­ko­rea, der Heimat von Sam­sung, aus­ge­tra­gen. Ski­fliegen guck­en in 11-fachem Full HD wäre sich­er ein Erleb­nis.

Es geht bei der Entwick­lung aber nicht nur um das Pres­tige für den höch­sten „ppi-Wert“ (das bedeutet pix­el-per-inch, zu Deutsch: Pix­el pro Zoll). Der wäre beim 11K-Dis­play auf 5,7 Zoll mit 2.250 ppi beein­druck­end hoch. Zum Ver­gle­ich: Ein Sam­sung Galaxy S hat einen Wert von 577 Pix­eln pro Zoll. Die Süd­ko­re­an­er ver­fol­gen mit dieser fast schon über­höht­en Auflö­sung hohe Ziele: näm­lich Vir­tu­al Real­i­ty und 3D.

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3D ohne Brille – durch 11K-Display von Samsung möglich?

In den Forschungs-Laboren erhofft man sich, die 11K-Auflö­sung für optis­che Täuschun­gen nutzen zu kön­nen. Diese kön­nten es Dir ermöglichen, ein 3D-Bild kom­plett ohne weit­ere Hil­f­s­mit­tel, wie zum Beispiel ein­er Brille, sehen zu kön­nen – und das auf Deinem Smart­phone. Ein weit­er­er Antrieb für die Entwick­lung ist Vir­tu­al Real­i­ty. Schon heute kannst Du Dich mit Deinem Smart­phone in frem­den Wel­ten bewe­gen. Eine passende App und ein Kar­ton namens „Google Card­board“, in das du Dein Smart­phone leg­en kannst, um eine Art Guck­kas­ten daraus zu machen, reichen schon aus – und schon erleb­st Du zum Beispiel Videos und Konz­erte so, als ob Du mit­ten­drin wärst. Mit aktuellen Smart­phones ist dieses Erleb­nis nur durch die „niedrige“ Auflö­sung beein­trächtigt. Wer wirk­lich real­is­tisch in eine virtuelle Welt ein­tauchen möchte, wird dem 11K-Smart­phonedis­play bes­timmt ent­ge­gen­fiebern. Denn: Je dichter wir mit unseren Augen am Dis­play sind, desto eher erken­nen wir einzelne Pix­el. Wenn Du Dein Smart­phone als Virtual-Reality-„Brille“ benutzt, ist der Abstand für viele Dis­plays aber viel zu ger­ing und aus der eigentlich detail­re­ichen Welt wer­den Quadrate. Das 11K-Dis­play hat auf der gle­ichen Größe viel mehr Pix­el und wirkt deshalb auch bei sehr kleinem Abstand noch gestochen scharf.

Jahrelange Entwicklung auch in anderen Bereichen notwendig

Bis das 11K-Smart­phone-Dis­play serien­reif ist, wird es wohl noch einige Jahre dauern. Selb­st wenn Sam­sung zusam­men mit den 13 Entwick­lungspart­nern einen funk­tion­ieren­den Pro­to­typ pünk­tlich zu Olympia 2018 präsen­tieren kön­nte, wird in Sachen Rechen­leis­tung und vor allem Energie­ver­brauch ein min­destens genau­so großer Entwick­lungss­chritt nötig sein. Mit aktueller Tech­nik dürfte das 11K-Dis­play kaum für den alltäglichen Ein­satz geeignet sein, weil es wahrschein­lich nach kürzester Zeit auch den größten Smart­phone-Akku leerge­saugt hätte.

Für Dein Heimki­no wäre ein solch­es Dis­play defin­i­tiv ein ziem­lich­er Kracher: Dank der hohen Auflö­sung kön­ntest Du Deinen 40 Zoll Full-HD-Fernse­her gegen einen 235 Zoll-Fernse­her mit 11K-Dis­play tauschen und das Bild wäre genau­so scharf wie vorher in Full-HD – und 235 Zoll entsprechen einem TV mit fast sechs Metern Durchmess­er.

Lassen wir uns über­raschen – die Arbeit von Sam­sung und Co. hat ja ger­ade erst begonnen.

3D in Zukun­ft auf dem Smart­phone, das wär‘s doch. Würdest Du Dir ein Smart­phone mit einem 11K-Dis­play kaufen?

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