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Bill Gates – Der Hellseher unter den Internet-Pionieren

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Schon 1999 stellte Microsoft-Gründer Bill Gates Thesen auf, wie sich das Internet auf die Gesellschaft auswirken würde. 16 Jahre später sind viele seiner Vorhersagen verblüffend genau eingetreten und lassen uns über den Weitblick des reichsten Mannes der Welt staunen.

Facebook und Twitter waren für Gates keine Überraschungen
Der Satz „Darauf hätte man auch selber kommen können …“ dürfte jedem von uns ein Begriff sein. William Henry Gates III – besser bekannt als Bill Gates – ist der Satz vermutlich noch nicht allzu häufig über die Lippen gegangen. Denn Dienste wie Facebook, Twitter, LinkedIn und TripAdvisor sagte der, laut des Forbes Magazines, 80-Milliarden schwere Gates bereits 1999 voraus.

Damals vs. Heute
In seinem Buch „Business @ the Speed of Thought“ skizzierte Gates seine Vorstellungen von den Entwicklungsmöglichkeiten der IT-Branche. Durch die Kombination von IT-Innovationen und dem Internet lieferte der US-Amerikaner bereits vor der Jahrtausendwende Ideen für Geschäftsmodelle, die heute von Internet-Firmen fast punktgenau so initialisiert sind.
Ein finnischer Student hat eine kleine Auflistung der Vorhersagen aus Gates Buch vorgenommen:

  •  Es wird Portale geben, die Preise selbstständig vergleichen, um Kunden mühelos das günstigste Angebot finden zu lassen.
    (Vergleich: idealo.de)
  • Menschen werden kleine Geräte bei sich tragen, durch die sie immer kommunizieren können. Sie werden auf den Geräten Nachrichten lesen, Infos zu gebuchten Flügen erhalten und Finanznews empfangen können.
    (Vergleich: Smartphone + Apps)
  • Menschen werden online ihre Finanzen managen, Rechnungen bezahlen und mit Ärzten sprechen können.
    (Vergleich: Online-Banking, SmartPass)
  • Es werden „Persönliche Assistenten“ entwickelt, die alle Geräte miteinander verbinden und synchronisieren. Die Geräte werden, unabhängig vom Ort, E-Mails der Nutzer abrufen und wichtige Informationen präsentieren.
    (Vergleich: iCloud, Dropbox)
  • Video-Übertragungen des eigenen Hauses werden alltäglich, sodass gesehen werden kann, welche Besucher man verpasst hat.
  • Persönliche Websites für Freunde und Familie werden Standard, sodass man untereinander chatten kann.
    (Vergleich: Blogs, soziale Netzwerke)
  • Ein Programm wird nach einer Reisebuchung Ausflugsvorschläge machen und Preise am Urlaubsort abgleichen.
    (Vergleich: TripAdvisor)
  • Während Sportübertragungen wird man online diskutieren und Tipps abgeben können.
    (Vergleich: Second Screen)
  • Geräte werden wissen, was man gekauft hat. Daraus werden personalisierte Werbeanzeigen erstellt werden können.
    (Vergleich: Amazon, Facebook Ads)
  • TV-Übertragungen werden auf Websites hinweisen, die zusätzliche Informationen bereitstellen.
    (Vergleich: Tagesschau, Sport-Übertragungen etc.)
  • Bürger werden über politische Themen online diskutieren können.
    (Vergleich: Foren)
  • Onlinecommunities werden nicht mehr über den physischen Standort bestimmt, sondern werden sich über Interessen organisieren.
    (Vergleich: themenspezifische Foren)
  • Projektmanager werden online nach den passenden Mitarbeitern suchen und Vorschläge erhalten können. Auf der anderen Seite werden Arbeitssuchende online Angebote erhalten, die sich an ihren angegebenen Fähigkeiten und Interessen orientieren.
    (Vergleich: LinkedIn, Xing)

Fast alle Vorhersagen mittlerweile alltäglich

Nicht alle der Vorstellungen sind bereits Realität, doch die Trefferquote von Bill Gates ist faszinierend hoch. Trotz der vielen Ideen konzentrierte sich der 59-Jährige in seinen Thesen hauptsächlich auf seine Computer und Betriebssysteme. Um Gates‘ damalige Visionen weiter zu erfüllen, stehen noch Dienste wie Online-Sprechstunden beim Doktor (gibt es zwar vereinzelt schon, das Angebot ist aber noch ausbaufähig) oder ein verbreitetes Live-Streaming des eigenen Zuhauses aus. Durchaus Punkte, hinter die William Henry Gates III schon in naher Zukunft die nächsten Häkchen setzen könnte.

Foto: iStock Photo

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