So unterstützt Vodafone Mitarbeiter bei häuslicher Gewalt
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Vodafone hilft Mitarbeitern, die Opfer häuslicher Gewalt wurden

Häus­liche Gewalt wirkt meist weit über die eige­nen vier Wände hin­aus. Betrof­fene wer­den zum Teil von ihren Tätern auch am Arbeit­splatz gestalkt. Oder sie kön­nen gar nicht zur Arbeit gehen, kom­men ver­spätet oder kön­nen sich nicht auf ihre Arbeit konzen­tri­eren. In ein­er von der Voda­fone Foun­da­tion in Auf­trag gegebe­nen Studie der Mark­t­forschungs­ge­sellschaft Opini­um wur­den 4.715 Frauen und Män­ner im Arbeit­sleben in neun Län­dern (UK, Deutsch­land, Irland, Türkei, Südafri­ka, Kenia, Indi­en, Ital­ien und Spanien) befragt. 

 

Die Studien-Ergebnisse zeigen:

  • 37% der Teil­nehmer haben bere­its häus­liche Gewalt oder Miss­brauch in irgen­dein­er Form* erfahren.
  • 67% der Teil­nehmer, die häus­liche Gewalt oder Miss­brauch erlebt haben, sagten, der Miss­brauch habe Ein­fluss auf ihre Kar­riere gehabt.
  • 51% der Teil­nehmer, die häus­liche Gewalt oder Miss­brauch erlebt haben, sagten, sie traut­en sich am Arbeit­splatz nicht, den Miss­brauch zu the­ma­tisieren.
  • Wenn Mitar­beit­er am Arbeit­splatz den Miss­brauch the­ma­tisieren, sagen 53% von diesen, dass es pos­i­tive Kon­se­quen­zen gehabt hätte.
  • 33% sagen, eine App, die Miss­brauch­sopfern Hil­fe und Unter­stützung bietet, würde auch dabei helfen, dass das Arbeit­sleben weniger beein­trächtigt wird.

Voda­fone möchte die betrof­fe­nen Mitar­beit­er ent­las­ten und ihnen helfen, sich aus der häus­lichen Gewalt­si­t­u­a­tion zu befreien. Die Lan­des­ge­sellschaften arbeit­en derzeit daran, die Richtlin­ien auf die nationalen Gegeben­heit­en, wie etwa die Geset­zes­lage, anzu­passen. Bis zu 10 Tage bezahlten Son­derurlaub kön­nte die neue Richtlin­ie für Deutsch­land vorse­hen – dieses The­ma wird noch gemein­sam mit den Gesamt­be­trieb­sräten vere­in­bart. Urlaub­santräge sollen bevorzugt behan­delt und Arbeit­szeit­en noch flex­i­bler gestal­tet wer­den kön­nen. Denn häu­fig ste­hen Arztbe­suche oder Gericht­ster­mine für die Betrof­fe­nen an. Wenn es den Mitar­beit­ern hil­ft, ihre Arbeit­szeit, den Ort oder den Auf­gaben­bere­ich zu ändern, soll Voda­fone auch das kün­ftig prüfen kön­nen, sofern betriebliche Belange berück­sichtigt wer­den. Auch die kurzfristige Anpas­sung indi­vidu­eller Home-Office-Regelun­gen kommt in Betra­cht. Genau­so wie die Änderung der Tele­fon­num­mer oder der Email-Adresse und eine außeror­dentliche Gehaltsvo­rauszahlung.

Damit bietet Voda­fone Opfern häus­lich­er Gewalt konkrete Ent­las­tung an. Betrof­fene müssen dazu allerd­ings sig­nal­isieren, dass sie Hil­fe wün­schen. Das kann im Kon­text häus­lich­er Gewalt beson­ders schw­er fall­en. Führungskräfte und Kol­le­gen sollen daher beson­ders sen­si­bil­isiert wer­den. Hierzu arbeit­et Voda­fone ger­ade an einem Schu­lungskonzept und entsprechen­den Tool-Kits.

*Häus­liche Gewalt und Miss­brauch
Unter häus­lich­er Gewalt und Miss­brauch sind Vor­fälle oder Muster eines kör­per­lichen, ver­balen, sex­uellen, emo­tionalen oder psy­chis­chen Miss­brauchs zu ver­ste­hen, die zwis­chen Part­nern, Fam­i­lien­mit­gliedern oder bspw. auch in einem Pflegev­er­hält­nis stat­tfind­en. Mögliche For­men sind:

Kör­per­liche Gewalt: schla­gen, treten, ver­bren­nen, ver­let­zen und im schlimm­sten Fall töten.

Sex­ueller Miss­brauch: uner­wün­schte sex­uelle Hand­lun­gen, ein­schließlich Verge­wal­ti­gung.

Zwang­hafte Kon­trolle: eine psy­chol­o­gis­che oder emo­tionale Form des Miss­brauchs, mit der die indi­vidu­elle Frei­heit des Opfers eingeschränkt wird.

Finanzieller Miss­brauch: Kon­trolle der Finanzen mit dem Ziel eine finanzielle Abhängigkeit des Opfers zu schaf­fen. Ohne finanzielle Unab­hängigkeit ist es schw­er, sich aus ein­er gewalt­täti­gen oder miss­bräuch­lichen Beziehung zu befreien.

Emo­tionaler Miss­brauch: Kann das Selb­st­wert­ge­fühl neg­a­tiv bee­in­flussen und auch die Kon­trolle über soziale Kon­tak­te umfassen.

Stalk­ing: Stalk­ing am Arbeit­splatz führt häu­fig dazu, dass der Täter das Opfer zum Arbeit­splatz begleit­et, es wieder abholt, und auch ver­sucht, es vor Ort zu kon­trol­lieren.

Cyber-Mob­bing und -Beläs­ti­gung: Kon­trolle, Bedro­hung und Stalk­ing wer­den virtuell per E-Mail oder über Textnachricht­en vol­l­zo­gen.

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