The Future is Exciting: Temporäre elektronische Tattoos

The Future is Exciting: Temporäre elektronische Tattoos

Forscher haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich elektronische Schaltkreise so einfach wie ein Kinder-Tattoo auf die Haut legen lassen. In unserer Reihe, #TheFutureIsExciting stellen wir Dir heute diese Technologie vor. Zunächst soll sie in der Medizin eingesetzt werden, doch in Zukunft soll noch mehr möglich sein. Ready?

Forscher des College of Engineering an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (CMU) und des Instituts für Systeme und Robotik an der portugiesischen Universität von Coimbra haben ein einfaches und effizientes Verfahren entwickelt, um robuste und flexible Schaltkreise direkt auf der menschliche Haut anzubringen. Bisherige Techniken für elektronische Tattoos waren meist zu aufwendig, aber mit der neuen Methode soll jeder in der Lage sein, seine Haut mit einem hauchdünnen Netzwerk zu erweitern.

Zahlreiche Anwendungsgebiete

Mit dieser Technologie ließen sich alle möglichen Gadgets und Geräte anschließen, die Informationen von der menschlichen Haut benötigen. In der Medizin könnten daran Messgeräte für die physiologische Überwachung, wie zum Beispiel die des Blutzuckerspiegels angeschlossen werden. Elektronische Tattoos könnten bald aber auch Fingerclips oder Herzmonitore ersetzen. Auch die Welt der Fitness-Wearables könnte hierdurch revolutioniert werden. Bewegungssensoren und Geschwindigkeitsmesser könnten in die Schaltkreise integriert werden, sodass keine Uhren, Bänder oder ähnliche Accessoires mehr notwendig sind. Ebenso könnten über diese Technologie flexible Displays den Weg auf unsere Haut finden.

Tattoos für die Cyborgs von morgen

Laut Carmel Majidi, Dozent für Maschinenbau an der CMU habe das Team eine neue Möglichkeit entdeckt, wie man elektronische Tattoos herstellt. Die Schaltkreise werden auf eine Schicht für temporäre Tätowierungen gedruckt, wie sie normalerweise für Kinder zu kaufen sind. Die Schaltkreise seien aus Silber-Nanopartikeln gefertigt, die mit einer Schicht flüssiger Metalllegierung ummantelt werden. Das flüssige Metall verbinde sich mit den Nanopartikeln und bilde leitfähige Drähte auf dem Tattoo. Dieses könne sich jeder mit einem feuchten Schwamm auf die Haut auftragen. Die Konnektivität sei gut genug für funktionierende digitale Schaltkreise. Selbst wenn die Haut gedehnt oder gebogen wird, bleibe die Funktionalität erhalten.

Noch mehr spannende Innovationen rund um Deine aufregende Zukunft findest Du hier auf featured und auf Youtube in unserer Playlist „The Future Is Exciting“.

Welche Einsatzmöglichkeiten fallen Dir noch ein für die elektronischen Tattoos? Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare!

Titelbild: Carnegie Mellon University and the Soft and Printed Microelectronics Laboratory at the University of Coimbra, Portugal.

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