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Funkmast, der mit 5G den Weg ins Gigabit-Zeitalter ermöglicht

Reality Show Facts & wieso wir sie lieben

Manch­mal lieben wir es doch, uns ein­fach in ein Café zu set­zen, einen heißen Kaf­fee zu schlür­fen und kön­nten es stun­den­lang tun: fremde Men­schen beobacht­en. Es liegt in unser­er Natur, dass wir gerne alles um uns herum beobacht­en und uns mit anderen Men­schen ver­gle­ichen. Real­i­ty Shows funk­tion­ieren nach genau dem gle­ichen Prinzip. Nur dass wir einen noch tief­er­en Ein­blick in das Leben der anderen erhal­ten. Und das Gute daran: Man sieht wirk­lich alles, vom Zäh­neputzen bis zum Knutschun­fall, und kann sich scham­los amüsieren, ohne sich ein Lachen verkneifen zu müssen. 

Aber das ist nicht der einzige Grund für den enor­men Erfolg von Real­i­ty Shows. Im Vorder­grund ste­hen meis­tens The­men wie Liebe, Geld, Fre­und­schaften oder Kar­riere. Alles Dinge, die uns auch im echt­en Leben begeg­nen und mit denen wir uns iden­ti­fizieren kön­nen. Richtig span­nend wird’s, wenn dann noch so unter­schiedliche Charak­tere aufeinan­der­prallen, dass man darüber ein­fach urteilen muss! Oft­mals wird auch das Gefühl erweckt, die Per­so­n­en zu ken­nen, denn Pri­vat­sphäre wird in diesen For­mat­en eher kleingeschrieben. So weißt du zum Beispiel rel­a­tiv schnell, was ihr Lieblingsessen ist und wie die Per­son aussieht, wenn sie weint, lacht oder wütend ist. 

Reality TV und die Liebe

In ein­er Real­i­ty Show die große Liebe find­en? Natür­lich, wo auch son­st. Und dazu auch noch gigan­tis­che Ein­schaltquoten? Selb­stver­ständlich. Das The­ma Liebe ist und bleibt ein­fach span­nend, vor allem weil es so intim ist wie kein anderes The­ma. Nicht ohne Grund gibt es immer mehr For­mate wie „Der Bach­e­lor“, „Love Island“ oder „Bauer sucht Frau“. Dort ist es auch etwas ganz Nor­males, wenn man inner­halb von ein­er Woche vier ver­schiedene Per­so­n­en küsst. Genau diese über­spitzte Real­ität macht alles noch span­nen­der und ermöglicht das, was andere in einem Jahr erleben, in nur ein­er Sendung zu erzählen. So haben wir das Gefühl, Teil eines riesi­gen Lebens­ab­schnitts der ver­schiede­nen Per­so­n­en gewe­sen zu sein, schließlich war man auch fast live dabei. 

So absurd können Reality Shows sein

Wenn das The­ma Liebe aus­gereizt ist, muss ein neues For­mat her. Und glaubt mal, es geht tausend­mal absur­der, als nach fünf Dates den Part­ner fürs Leben gefun­den zu haben. Die Sendung „Joko und Klaas – das Duell um die Welt“ ist eines davon. Dort wird den bei­den Fre­un­den auch mal der Mund zugenäht oder ein Dro­gen­cock­tail aus dem tief­sten Dschun­gel verabre­icht. Wieso das Ganze? Weil sich um die 1,5 Mil­lio­nen Zuschauer genau so was gerne anse­hen. In Pak­istan gehen die Show­mas­ter sog­ar so weit, dass man am Ende der Sendung ein Baby gewin­nen kann. Was daran noch ver­rück­ter ist: Dieses Baby wurde vorher auf dem Müll gefun­den. 

Drei Freundinnen gucken eine Reality Show.

Real­i­ty Shows wer­den zum High­light des Fre­itagabend.

Vom Trash TV zum Superstar

Viele nutzen diese Shows auch als Sprung­brett. Das bemerkt man beson­ders daran, dass gefühlt die Hälfte der Teil­nehmer am Ende Influ­encer auf Insta­gram sind und die Abon­nen­ten­zahl nach jedem Auftritt steigt. Neben Influ­encern haben es aber auch viele geschafft, zum Super­star zu wer­den. Kylie Jen­ner zählt mit­tler­weile mit ihren 22 Jahren zu den jüng­sten Mil­lionärin­nen der Welt. Sie wurde durch die Real­i­ty Show „Keep­ing Up With The Kar­dashi­ans“ bekan­nt und besitzt mit­tler­weile ihr eigenes Beau­ty Label.  

Amerika – der Erfinder des Trash TV

Ameri­ka ist der Ursprung von Real­i­ty Shows. Sendun­gen wie „America’s next Top­mod­el“, „America’s got Tal­ent“ oder „The Bach­e­lor“ find­en wir auch im deutschen Fernse­hen wieder, in Form von „Das Super­tal­ent“ oder „Germany’s next Top­mod­el“. Aber auch aus den Nieder­lan­den haben wir das ein oder andere For­mat kurz­er­hand über­nom­men. Ein­fach ein paar Promis, von denen man meis­tens nur die Hälfte ken­nt, in ein Haus steck­en und schon schal­ten um die 1,7 Mil­lio­nen Leute jeden Abend den TV ein. Ja, ihr habt richtig gele­sen, „Pro­mi Big Broth­er“ ist ein absoluter Erfolg, auch in Deutsch­land. 

Wie echt ist das Ganze?

Auch wenn ein Stückchen Real­i­ty in dem Ganzen steckt, wer­den oft­mals viele Aus­sagen aus ihrem Kon­text geris­sen und willkür­lich zusam­mengeschnit­ten. Das hat zur Folge, dass Per­so­n­en anders dargestellt wer­den und es nach ordentlich Dra­ma aussieht. Dabei wer­den teil­weise auch spezielle Fra­gen gestellt, deren Antworten sich bei der Ausstrahlung dann wiederum auf eine andere Frage beziehen. Und ruck­zuck wird aus dem sym­pa­this­chen jun­gen Mann ein arro­gan­ter Macho. Dage­gen kön­nen sich die Per­so­n­en auch nicht wehren, schließlich ste­ht in ihrem Ver­trag ganz genau, dass sie all dem zus­tim­men. 

Ob Real­i­ty Shows oder Trash TV, am Ende sitzen wir doch alle ges­pan­nt vor dem Fernse­her und schla­gen unsere Hände über dem Kopf zusam­men. Auch wenn diese Sendun­gen sehr unter­halt­sam sind, sollte man das Ganze am Ende nicht zu ernst nehmen.

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