Chrome OS: Das kann das alternative Notebook-Betriebssystem

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Chrome OS: Das kann das alternative Notebook-Betriebssystem

Google ist schon lange für seine spannenden Projekte und innovativen Ansätze bekannt. Ein Beispiel hierfür ist das Betriebssystem Chrome OS, das ursprünglich nur für Webanwendungen gedacht war und jetzt auch eigene Anwendungen, Android-Apps sowie einen Split Screen-Modus unterstützt.

Hast Du noch ein altes Notebook in der Ecke liegen, auf dem die Installation von Windows 10 keinen Sinn mehr ergibt? Dann rüste es doch mit Chrome OS auf. Das alternative Betriebssystem von Google arbeitet ressourcenschonend und bietet Dir dabei fast alles, was Du ohnehin schon aus der Google-Welt kennst und täglich verwendest. Erst kürzlich wurde das Chrome OS-System umfangreich erweitert und Du kannst nun auch Android-Apps ausführen.

Das kann das offene Google-Betriebssystem Chrome OS

Mit Chrome OS hat Google ein Betriebssystem geschaffen, mit dem der US-amerikanische Suchmaschinenriese neben Smartphones auch die PC-Welt erobern will. Schon jetzt nutzt Du vermutlich jede Menge Google-Dienste wie Google Mail, die Cloud-Dateiverwaltung Drive und hast zahlreiche Apps auf Deinem Smartphone installiert. All diese Dienste kannst Du mit Chrome OS nun auch auf einem ausrangierten oder auch neu angeschafften Notebook oder PC nutzen. Die wesentliche Interaktionsoberfläche stellt hierbei der Chrome-Browser dar, der 2018 bereits einen weltweiten und ständig steigenden Marktanteil von über 60 Prozent besitzt. Sogar Android-Apps lassen sich unter Chrome OS installieren und ähnlich wie auf dem Smartphone verwenden.

Video: YouTube / TechStage

Ein Mix aus Webdienst und grafischer Oberfläche

Nachdem Du die meisten Daten vermutlich ohnehin bereits in der Cloud gespeichert hast, klingt es nur logisch und nachvollziehbar, dass auch ein Großteil der Anwendungen in Chrome O ebenfalls in der Cloud ausgeführt werden. Das spart Unmengen an Rechenleistung und Speicherbedarf bei Dir lokal, setzt aber in den meisten Fällen eine ständig aktive Internetverbindung voraus.

Dies ist gleichzeitig einer der wesentlichen Nachteile von Chrome OS: Das Betriebssystem funktioniert nur bei dauerhafter und halbwegs schneller Internetverbindung zuverlässig und komfortabel. Im Umkehrschluss gehören dafür stundenlange Downloads von Software, Daten und Treiberprogrammen der Vergangenheit an. Denn diese liegen ja bereits ebenfalls in der (Google-)Cloud. Dass der Suchmaschinenriese hier nicht ganz uneigennützig handelt, dürfte klar sein: So wirst Du immer mehr in die durchaus praktische Welt der Google-Services „hineingezogen”, bekommst dafür aber auch eine ganze Reihe an Gratis-Tools zur Verfügung gestellt.

Du kannst auch Android-Apps unter Chrome verwenden

Seit Mitte 2016 lassen sich unter Chrome OS auch Android-Apps herunterladen und ausführen. Du kannst diese in verschiedenen Fenstergrößen darstellen lassen und inzwischen sogar mehrere Apps im sogenannen Split Screen-Modus gleichzeitig laufen lassen. Benachrichtigungen der Apps werden in das Chrome Notification Center weitergeleitet und mithilfe der eingebauten Datei-App können auch Daten und Dateien zwischen Android und Chrome OS ausgetauscht werden.

Video: YouTube / Chrome Unboxed

So kannst Du einen alten Laptop zum Chromium OS-Notebook machen

Es gibt im Grunde zwei Varianten von Chrome OS: Während Chrome OS selbst von Google ausschließlich auf eigens zertifizierten Notebooks eingesetzt und mit diesen zusammen verkauft wird, kannst Du mit Chromium OS eine eigene, quelloffene Version des Betriebssystems auf ein altes, nicht mehr verwendetes Gerät aufspielen. Basis hierfür ist das Linux-System, das ebenfalls schon seit vielen Jahren von Entwicklern aus aller Welt unterstützt wird. Allerdings werden Android-Apps von Chromium OS derzeit (noch) nicht unterstützt.

Um nun ein altes Notebook umzurüsten, benötigst Du zusätzlich einen USB-Stick mit mindestens acht Gigabytes an Speicherplatz, das Chromebook Recovery Tool von Google sowie die entsprechende Binärdatei von CloudReady mit dem Betriebssystem selbst. Nachdem Du auf der Google-Website überprüft hast, ob Dein Laptop kompatibel ist und Du die beiden Dateien heruntergeladen hast, folgst Du den Schritten, die bei CloudReady beschrieben sind.

Wichtig für die notwendige Installation vom USB-Stick ist allerdings, dass Dein Laptop in der Lage ist, vom USB-Stick zu booten. Hierzu musst Du in den BIOS-Einstellungen des Geräts (beim Hochfahren F2, Entf oder F11 drücken)die Gerätereihenfolge für den Systemstart unter „Boot” festlegen. Das genaue Vorgehen ist auch in nachstehendem Video beschrieben:

Video: YouTube / Moritz M

Je nachdem, welche Installationsvariante Du wählst, solltest Du Deine eventuell vorhandenen Daten auf dem Notebook sichern, da diese sonst möglicherweise unwiederbringlich überschrieben werden.

Zusammenfassung

  • Mit Chrome OS hat Google ein eigenes Betriebssystem für Notebooks geschaffen.
  • Das System ist besonders ressourcenschonend und benötigt somit wenig lokale Rechenleistung.
  • Basis dieses System ist das quelloffene Linux- und Chromium OS-System sowie der beliebte Chrome-Browser von Google.
  • Das System ist größtenteils webbasiert und setzt für die meisten Funktionen eine aktive Internetverbindung voraus.
  • Du kannst in Chrome OS sogar Android-Apps installieren und verwenden und diese im Split Screen-Modus nutzen.
  • Die offene Variante Chromium OS kannst Du auf einem alten, nicht mehr benötigten Notebook installieren.

Hast Du ein altes Notebook, das Du mit Chromium OS ausstatten wirst? Wie klappt bei Dir die Installation vom USB-Stick? Wir freuen uns auf Deinen Erfahrungsbericht.

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