Links die Apple AirPods Pro, rechts die Beats Studio Buds

Ruhig Blut – 4 Wearables und Apps gegen Stress

Unsere Gesellschaft wird immer schnel­llebiger. Die Folge: Jed­er fün­fte Deutsche lei­det unter Dauer­stress. Um diesem Umstand zu ent­ge­gen­zutreten, gibt es ver­schiedene Meth­o­d­en: Die einen medi­tieren, die anderen kaufen sich einen Stress­ball oder jede Menge Luftkissenfolie. Aber kann man Stress auch mit Apps, Gad­gets und Wear­ables abbauen? Dieser Frage sind wir für Dich nachge­gan­gen.

WellBe

Dieses kleine Arm­band misst stetig Deinen Puls. Über eine Smart­phone App schlägt sie Alarm, sobald sie ein erhöht­es Stresslev­el bemerkt. Aber die App gibt nicht nur Bescheid, sie hil­ft auch dabei, das Stresslev­el wieder zu senken, z.B. durch Atemübun­gen, beruhi­gende Musik oder Med­i­ta­tion. Außer­dem misst das Arm­band über län­gere Zeit, wie sich Dein Stresslev­el zu bes­timmten Zeit­en, Orten oder sog­ar – kein Witz – Per­so­n­en ver­hält.

Zunächst ein­mal ist es inter­es­sant zu wis­sen, welche Umstände Stress im eige­nen Kör­p­er aus­lösen. Die gesam­melten Infor­ma­tio­nen machen es außer­dem möglich, nicht nur Stress abzubauen, son­dern auch, Stress­si­t­u­a­tio­nen von vorn­here­in aus dem Weg zu gehen bzw. ihnen mit mehr Gelassen­heit zu begeg­nen.

WellBe befind­et sich ger­ade in ein­er Crowd­fund­ing-Kam­pagne, die noch bis Mitte Juni läuft. Für $119 unter­stützt Du die Kam­pagne und erhältst eines der ersten pro­duzierten WellBes.

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OM Signal Lifestyle Sleeveless

OM Sig­nal stellt mit Sen­soren aus­ges­tat­tete Shirts her, die Deine Kör­persig­nale unabläs­sig messen. Dat­en wie Herzfre­quenz, ver­brauchte Kalo­rien, etc. wer­den an eine iOS-App weit­ergeleit­et (inzwis­chen sog­ar schon für die Apple Watch ver­füg­bar), eine Android-App ist in der Entwick­lung. Das Shirt ist eng anliegend und kann so unter jedes andere Klei­dungsstück ange­zo­gen wer­den, ohne groß aufz­u­fall­en.

Gün­stig ist das Shirt allerd­ings nicht: $249 ver­langt OM Sig­nal dafür. Zwar wird das Shirt auch für $120 ange­boten, dann allerd­ings ohne die “Black Box”, die die Dat­en an Dein Smart­phone trans­feriert, was den Sinn des Shirts ja irgend­wie ver­fehlt.

Headspace

Als “Fit­ness-Stu­dio für die Seele” beze­ich­net sich Head­space. Die App hil­ft Dir mit ver­schieden­sten Übun­gen dabei, Dich zu entspan­nen, und bringt Dir Med­i­ta­tion auf spielerische Art und Weise bei − ohne eso­ter­ischen Schnickschnack. In der ersten Übung z.B. spricht eine beruhi­gende Stimme mit Dir und erk­lärt Dir genau, wie Du ein­fach mal an nichts denkst und ablenk­ende Gedanken aus Deinem Kopf auss­chließt (was schwieriger ist, als man denkt).

Genau wie ein Fit­ness-Stu­dio läuft auch Head­space über eine monatliche Bezahlung: Zwis­chen €5 und €10 kostet die Mit­glied­schaft im Monat. Dafür ver­spricht der Her­steller ein gesün­deres, glück­licheres und bewussteres Leben.

stressball

Stress Baal

Stress­ab­bau der etwas anderen Art ver­spricht Baal. Der kleine Dämon in dieser mobilen App (Android und iOS) lässt sich nach Herzenslust drangsalieren. Du kannst ihn hin- und her­schmeißen, ihn durch Wände wer­fen und so ein biss­chen Dampf ablassen. Die Wirk­samkeit dieser App lässt sich wahrschein­lich schw­er beweisen, aber das Ver­lan­gen danach, Stress mal an jemand anderem auszu­lassen, ken­nt wohl jed­er. Und so tut man wenig­stens nie­man­dem weh.

Thync

Jet­zt wird’s ein biss­chen gruselig. Das Start-up Thynk arbeit­et an einem Wear­able, das am Kopf ange­bracht wird. Das Gerät sendet Neu­roim­pulse durch Elek­troim­pulse. Dadurch soll das Stresslev­el gesenkt und die Stim­mung aufgebessert wer­den. In Stu­di­en wurde der pos­i­tive Ein­fluss auf das Empfind­en bere­its bestätigt.

Was sich anhört wie eine Erfind­ung aus einem Sci­ence-Fic­tion-Film, kön­nte schon bald Real­ität wer­den. Noch ist Thynk zwar nicht auf dem Markt, aber man kann sich schon jet­zt auf eine Liste set­zen lassen, um ein­er der ersten Tester zu sein.

Fazit

Auch im Dig­i­tal­bere­ich gibt es ver­schieden­ste Wege, um sich von Stress zu befreien. Für manche reicht es, sich Stress­si­t­u­a­tio­nen bewusst zu machen und ihnen aus dem Weg zu gehen, andere müssen sich abreagieren, Yoga betreiben oder brauchen vielle­icht sog­ar externe Impulse, um wieder entspan­nter zu sein. Oder man fährt ein­fach mal wieder in den Urlaub. Ist auch schön.

Fotos: OM Sig­nal, App Store

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