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Virtual Reality als Gemeinschaftsraum: Nvidia macht mit „Project Holodeck“ einen Schritt in die Zukunft

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Die virtuelle Realität soll ein digitaler Gemeinschaftsraum werden. Auf seiner eigenen Messe stellt Grafikhardware-Hersteller Nvidia das „Holodeck“ vor. Mehrere Menschen teilen sich einen virtuellen Raum, mit manipulierbaren Objekten und eigener Physik. Matrix lässt grüßen.

In der Fiktion funktioniert das multipersonelle Konzept der virtuellen Realität wunderbar. Neo und Morpheus teilen sich in „Matrix“ einen virtuellen Trainingsraum und profitieren davon, dass sie dieselben physischen Parameter nutzen. Ein Traum. Vor allem, wenn Du bedenkst, dass VR-Höhepunkte derzeit Einrichtungen wie das HoloCafé sind – also ein Ort, an dem man sich real trifft, um sich dann virtuell zu treffen.

 

Video: YouTube / Holocafé

 

Echtzeit-Interaktion dank Motion Tracking

Ein Grundgedanke des Projektes Holodeck ist der soziale Charakter. Im virtuellen Raum sollst Du mit anderen Menschen interagieren können. Die von Nvidia dargestellten Avatare haben zwar nur einen Oberkörper mit Armen, sollen dafür aber täuschend echt aussehen und sich in Echtzeit bewegen. Als Basis dient Motion Tracking. Eine Hardware würde also Deine Bewegung scannen und in den virtuellen Raum übertragen. Auch Controller-Systeme wie Oculus Touch oder die Entwicklung von einigen Computerspielen basieren auf diesem Prinzip.

 

Fotorealistische Objekte mit der Unreal 4 Engine

Die Unreal 4 Engine ist eine Videospiele-Software, mit der viele aktuelle Games arbeiten, zum Beispiel auch das jüngst veröffentlichte „Injustice 2“. Beim Holodeck von Nvidia soll Unreal 4 für eine möglichst realitätsnahe Umgebung sorgen.

In der Demo, die Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang auf der GTC präsentierte, wurde zu Präsentationszwecken der Luxus-Sportwagen Koenigsegg Regera in ein virtuelles Modell mit 50.000 Polygonen verwandelt. Das Ergebnis: ein detailiertes, digitales Abbild des Autos, mit dem die Avatare interagieren können; sich hineinsetzen, das Lenkrad wenden, auf den digitalen Ledersitzen hin- und herschubbern  und so weiter.

Die Unreal 4 Engine liefert auch eine passende Physik. Ein wichtiger Punkt. Denn für einen Social VR Space mit immersivem Charakter ist es nötig, physikalische Regeln zu definieren. Wie schwer ist ein Objekt? Wie dicht? Wer kann fliegen? Und warum eigentlich?

 

Video: YouTube / NVIDIA

 

Die Zukunft, ein Social VR Space?

Ein virtueller Raum, in dem mehr möglich ist als Unterhaltung? Ja, bitte! Auch wenn es von der Demo bis zur ausgereiften Version noch ein ordentlicher Schritt sein dürfte, soll im September eine Early-Access-Version „für interessierte Partner“ bereitstehen. Anwendungen wie das Holodeck besitzen das Potential, Menschen weltweit auf völlig neue Weise miteinander zu vernetzen. Von der Projektarbeit bis zum Online-Gaming in neuen Dimensionen: die virtuelle Welt könnte auch die reale viel enger zusammenbringen.

 

Verleihen Projekte wie das „Holodeck“ der Virtual Reality das gewisse Etwas? Oder ist Dir so viel Immersion too much? Tobe Dich aus – im digitalen Kommentar-Space unter dem Artikel.

 

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