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Die besten Küchen-Gadgets: Alle Zutaten für Deine smarte Küche

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Auch wenn Roboter so langsam Einmarsch in die Gastronomie halten, musst Du leider auch im Jahr 2017 in der heimischen Küche noch selbst Hand anlegen. In den einfachen Schneebesen oder den Holzkochlöffel musst Du allerdings auch nicht unbedingt Dein gesamtes Vertrauen setzen. Stattdessen gibt es diverse Möglichkeiten mithilfe moderner Technologie in der Küche intelligenter zu arbeiten. Wir zeigen Dir die vielversprechendsten von ihnen.

Die Vorstellungen davon, was nun in einer Küche smart ist und wie clever Dein Rührgerät überhaupt sein darf, ohne bedrohlich zu sein, gehen weit auseinander. Dabei denken die meisten Entwickler gar nicht an verträumte SciFi-Spielereien, sondern an lösungsorientierte Alltagsanwendungen. Und diese überprüfen dann beispielsweise auch, ob Deine Äpfel wirklich Bio-Äpfel sind.

 

Flippy: Der technoide Fleischbratassistent

Bevor wir in die eigenen vier Wände schauen und über die smarte Zukunft spekulieren, schauen wir uns einen Bereich an, in dem die Zukunft der Küchentechnik schon angekommen ist: Hamburger. Es gibt sie in allen Formen, Größen und kurioserweise mittlerweile auch in allen Farben. In einer amerikanischen Fastfood-Kette übernimmt mittlerweile ein Roboter einen Großteil der Zubereitung.

„Flippy“ heißt der Burger-Brat-Bolide und soll die bisweilen unbequemen Aufgaben der Systemgastronomie übernehmen. Der Roboterarm wendet ein „Fleischpflanzerl“ genauso souverän wie er die dazugehörigen Burgerbuns anröstet. Wärmesensoren und Kameras machen das möglich. Aber so ’ne Boulette umzudrehen, ist ja nun noch keine Kunst. Zur Kunst wird es dadurch, dass Flippy die Burgerpatties auch gleich auf die Brötchenhälften stapelt

Der einarmige Grill-Bandit ist direkt mit dem Bestellsystem gekoppelt. Das heißt, wenn Du beim Service Deinen Tripple-Hot-BBQ-Salsa-Chicken-Heute-ist-Cheatday-Fitness-Burger bestellst, haut Flippy den veganen Bratling schon aufs Feuer. Der Küchen-Droide kümmert sich übrigens auch einwandfrei um Röstzwiebeln und andere Zutaten – solange sie auf dem Grill liegen. Nur mit den Saucen kommt Flippy noch nicht klar.

 

Quelle: Vimeo / Miso Robotics

 

Der Entwickler Miso Robotics scheint tatsächlich einen kleinen Meilenstein ins Rollen gebracht zu haben: Laut den Kollegen bei TechCrunch will die Kette „CaliBurger“ im Laufe der nächsten zwei Jahre schon 50 Filialen mit verkabelten Brat-Prothesen ausstatten. Na dann: Hände an die Brötchen und dann #WhoopWhoop

 

Google Home: Rezepte aus dem Lautsprecher

Amazon und Sonos sind nicht die einzigen Anbieter, die Smart Home auf Zuruf ermöglichen. Mit Google Home hat der Suchmaschinenriese schon Ende 2016 in den USA ein eigenes (Sound-)System zur verbalen Interaktion vorgestellt. Die Steuerung: so einfach wie auf Deinem Smartphone. Mit „Ok Google“ geht es los.

Nun gehört auch eine Datenbank mit mehr als 5 Millionen Rezepten zum Umfang, gespeist aus lukullischen Anbietern wie dem Food Network oder der New York Times. Die Suche und Steuerung ist gewohnt simpel. Wenn Du schon weißt, was Du kochen möchtest, kannst Du Google Home gezielt ein Rezept aufschlagen lassen. Was dann folgt, ist für alle Kochmuffel ein Traum: eine Step-by-Step-Anleitung. Einfach „Nächster Schritt“ sagen, oder „letzten Schritt wiederholen“, et voilà: Rezepte auf Zuruf.

 

Quelle: YouTube / Made by Google

 

Gegenüber der Redaktion von Golem stellte Google einen deutschen Marktstart bis Jahresmitte in Aussicht. Wird auch Zeit. In den USA ist Google Home schon seit November 2016 am Start, die Briten können den smarten Lautsprecher immerhin seit April nutzen.

 

Vermessen: HawkSpex macht Dein Smartphone zum Spektrometer

Am Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung in Magdeburg hat man kürzlich die App HawkSpex mobile vorgestellt. Damit sollst Du schon bald einen Einblick in Deine Lebensmittel bekommen. Hyperspektralmessungen funktionieren eigentlich mit speziellen Kameras, die sich auf verschiedene Farben im Lichtspektrum einstellen lassen. Das System misst die Reflektionen des Objekts und wertet es aus. Klingt technisch anspruchsvoll – ist es auch. Hyperspektralmessungen haben den Vorteil, dass man damit die Qualität von Lebensmitteln, Pflanzen und vielem mehr überprüfen kann.

Im letzten Jahr wurde für den Heimanwender bereits das Scio aus Israel vorgestellt. Aber ein 300 Euro teures Spektrometer willst auch Du nicht spazieren tragen. HawkSpex braucht kein Extra-Gerät, sondern lediglich Dein Smartphone für eine Spektralmessung. Das Prinzip ist clever. Anstelle einer Kamera, die jede Farbe im Spektrum messen kann, hast Du in Deinem Handy Kameras verbaut, die einfach sehr viele Farben gleichzeitig erkennen. Deswegen bestrahlt die App das Objekt Deiner Wahl einfach nacheinander mit verschiedenen Farben aus dem Lichtspektrum – über Deinen Bildschirm. Ein cleverer Messalgorithmus erledigt dann den Rest.

HawkSpex soll Ende des Jahres erscheinen, vorerst nur für Android. Natürlich würde das Konzept auch für Bio-„Apple“ funktionieren. Im nächsten Jahr fragst Du dann vielleicht schon ganz selbstbewusst im Supermarkt bei der Fleischfachverkäuferin nach, ob Du mal eben ihre Leberwurst spektralanalysieren kannst. #EchtSmart

 

© Foto Fraunhofer IFF

 

iPad trifft Küchenwaage: Mit „Drop“ bekommst Du Schritt-für-Schritt-Anleitungen beim Kochen

Du sitzt auf einer Party, unterhältst Dich und dann kommt es wieder: „Ja, Kochen – also ich kann Wasser kochen!“ Und dabei grinst Du, als ob Du eben das Konzept der Tiefstapelei neu erfunden hättest. Natürlich muss niemand ein zweiter Jamie Oliver sein, aber der Herd ist heutzutage wirklich kein verwunschenes Zauberland mehr. Dafür sorgt unter anderem auch die smarte Küchenwaage von Drop.

Die smarte Küchenwaage wird mit Deinem iPad gekoppelt. Die umfangreiche Rezeptbibliothek bietet vom Cocktail bis zum Burger wirklich alles, was Dir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Die App zeigt Dir jeden Arbeitsschritt an – idiotensicher. „Füge jetzt 200 Gramm Mehl hinzu“. Die Waage funktioniert aufs Milligramm genau. Dir fehlen 50 Gramm Mehl? Kein Problem: Du kannst das Rezept nämlich auf Knopfdruck auch hoch- oder runterskalieren.

Der junge Mann mit der Schürze im folgenden Video ist Ben. Der Mitgründer von Drop zeigt Dir mal, wie easy das Kochen mit Drop funktioniert.

 

Quelle: YouTube / Lakeland

 

ArbeitsKochSocialMediaPlatte: Interactive Cooktop

Bereits im Jahr 2015, einige werden sich nur vage erinnern, stellte der Hausgerätehersteller Bauknecht mit Interactive Cooktop ein Konzept vor, das in Abstimmung mit seiner Community in Sozialen Netzwerken entstanden war. Ist schon interessant, was sich der moderne Mensch von einer Kochplatte wünscht: All-in-One-Arbeitsplatte mit interaktivem Touchdisplay und Social-Media-Zugang. Zeitgleich behält das System Deinen Kühlschrankinhalt im Auge und fungiert über die Kochplatten auch als Waage. Während die Kartoffeln kochen gleich noch Facebook checken, ein Rezept bei Pinterest pinnen und Joghurt nachbestellen? Auf der IFA war das ein Highlight. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die wildgestikulierende Frau im folgenden Video, in dem Du die smarte Herdplatte in Aktion siehst:

 

Quelle: YouTube / kochhelden .TV

 

Bisher blieb es bei diesem Konzept. Bestellen kannst Du dieses übergroße Tablet mit Koch-Nische noch nicht. Vielleicht brodelt ja schon etwas in der Gerüchteküche?

 

Ikea und die Küche der Zukunft

Der folgende Möbelhersteller sieht die Zukunft da etwas schlichter. Hier geht es um einen smarten Tisch mit einem Hologram-System. Das System erkennt zunächst einmal, was Du da gerade auf dem Tisch machst. Ausgehend davon ergänzt es Deine Handlungen um sinnvolle Animationen und Grafiken. Um Facebook & Co. geht es dabei aber nicht. Im folgenden Video wird ein schönes Beispiel für wirklich intelligente Haustechnik gezeigt. Stellst Du Lebensmittel auf den Tisch, könnte Dir das System anzeigen, was Du daraus Leckeres zaubern kannst. Resteverwertung bekäme einen ganz neuen Stellenwert.

 

Video: Youtube/Golem

 

Das Projekt „Concept Kitchen 2025“ wurde von Ikea in Zusammenarbeit mit dem Möbeldesigner Ideo ins Leben gerufen. Wie viel aus diese Art von Küchenforschung sich irgendwann wirklich in unserem Alltag durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

 

Küche 3.0, 4.0 und smarte Arbeitsplatten haben also das Licht der Welt entdeckt. Und Du wartest schon längst drauf, endlich mit Deinem Herd skypen zu können? Was sind Deine Wunschträume für eine smarte Küche?

 

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