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TV vs. Streaming: Wir machen den Generationencheck

Fernse­hen ist nur etwas für alte Men­schen und Gen­er­a­tion Z streamt nur noch? Diese Klis­chees hast du bes­timmt schon mal gehört. Finde mit uns her­aus, ob da wirk­lich etwas dran ist und wie sehr Stream­ing unser Fernse­hver­hal­ten verän­dert hat. Los geht’s: TV vs. Stream­ing!

Streaming vs. TV: Wer gewinnt das Match auf dem Sofa?

Stream­ing vs. TV: Wer gewin­nt das Match auf dem Sofa?

Wie konnte es nur so weit kommen?

Wer hätte vor ein paar Jahren geglaubt, dass man mal seine Lieblingsserie in der Bahn oder aktuelle Block­buster mit nur einem Klick anse­hen kann? Neuere Tech­nolo­gien und die fort­laufende Dig­i­tal­isierung machen es möglich. Nie­mand wäre wohl auf die Idee gekom­men, einen Film mit einem 56K-Modem zu strea­men. Inzwis­chen kön­nen wir mit bis zu einem Giga­bit sur­fen. Zusam­men mit den leis­tungs­fähigeren mobilen Endgeräten sind das wohl die zwei wichtig­sten Gründe für diesen Wan­del. Denn nur so kön­nen wir, egal an welchem Ort und ruck­el­frei, Filme und Serien genießen. Aber neue Möglichkeit­en muss man auch erst mal erken­nen. Hier hat­te vor allem eine Fir­ma den richti­gen Riech­er.

Net­flix ver­stand es – noch vor Ama­zon Prime, Max­dome und Co – den Trend erfol­gre­ich zu nutzen und ein neues Geschäftsmod­ell zu schaf­fen. Dabei hat­ten sie 1997 noch ganz anders ange­fan­gen. Viele wis­sen es nicht, aber Net­flix war damals noch eine Videothek und ver­lieh DVDs auf dem Post­weg. Bere­its 2007 gin­gen sie dazu über, die Filme als Online-Stream anzu­bi­eten, denn jet­zt war das Inter­net schnell genug. Danach dauerte es noch sieben Jahre, bis Net­flix auch endlich in Deutsch­land angekom­men war. Heute ist es für viele nicht mehr aus dem All­t­ag wegzu­denken. Dank Down­load-Funk­tion kann man seine Lieblingsserie auch mobil an jedem Ort durch­sucht­en. Der Stream­ing-Trend hat mit Net­flix die ganze Welt ein­genom­men, denn abge­se­hen von der Volk­sre­pub­lik Chi­na, Nord­ko­rea, Syrien und auf der Krim ist der Dienst über­all ver­füg­bar.

Die meisten streamen am liebsten allein.

Die meis­ten strea­men am lieb­sten allein.

Was lieben wir am Streamen?

Der größte Vorteil ist natür­lich, dass wir zeitlich und örtlich unab­hängig strea­men kön­nen. Man muss sich nicht mehr um 20:15 vor dem Fernse­her ver­sam­meln, um Block­buster zu sehen. Vor allem für die jün­gere Gen­er­a­tion ver­liert die Uhrzeit an Bedeu­tung. Für viele sind auch die Eigen­pro­duk­tio­nen ein Grund, für das Ange­bot monatlich etwas zu zahlen. Sie machen das Pro­gramm noch vielfältiger und vor allem indi­vidu­eller. Und tat­säch­lich dienen die Stream­ing-Dien­ste häu­fig dem per­sön­lichen Vergnü­gen, denn die meis­ten schauen online Filme und Serien lieber alleine. Während das lin­eare Fernse­hen eher pas­siv und von der Mehrheit sog­ar nur par­al­lel genutzt wird, kann man beim Stream­ing aktiv wer­den. Beispiel­sweise durch die Möglichkeit unter­schiedliche Sprachen auszuwählen. Serien wie Nar­cos wur­den sog­ar schon genutzt, um die spanis­che Sprache zu erler­nen. Andere nehmen es direkt selb­st in die Hand und betreiben einen Kanal auf YouTube oder Insta­gram. Doch wer ein­fach mal nur kon­sum­ieren will, empfind­et die pas­sive Berieselung im TV ver­mut­lich als angenehmer. Auch in Sachen Aktu­al­ität kon­nten die Stream­ing-Dien­ste das Fernse­hen noch nicht über­holen. Live-Über­tra­gun­gen von Sportevents, Shows und Klas­sik­er wie der Tatort wer­den mit Fam­i­lien und Fre­un­den zum Event oder wie ein Rit­u­al zele­bri­ert. Wer hat auch schon etwas gegen einen Mädelsabend mit dem Bach­e­lor?

Jeder vierte Streamer könnte in Zukunft auf lineares Fernsehen verzichten.

Jed­er vierte Stream­er kön­nte in Zukun­ft auf lin­ear­es Fernse­hen verzicht­en.

Doch wer gewinnt bei TV vs. Streaming?

Lin­ear­es Fernse­hen, zusät­zliche TV-Pakete, Online-Videotheken, Mediatheken und kosten­lose sowie kostenpflichtige Stream­ing-Dien­ste – wir hat­ten wohl nie mehr Möglichkeit­en unseren Fernse­habend zu gestal­ten. Die Nutzung von kostenpflichti­gen Videostream­ing-Dien­sten stieg in den let­zten zwei Jahren um fast ein Drit­tel. Da denkst du jet­zt bes­timmt, dass es haupt­säch­lich die jün­gere Gen­er­a­tion nutzt, doch auch bei Zuschauern über 65 streamt inzwis­chen jed­er fün­fte. Laut Sta­tis­tik kön­nen sich immer mehr Leute vorstellen, ganz auf klas­sis­ches Fernse­hen zu verzicht­en. Vor allem gewin­nt dabei der Zuschauer. Denn so indi­vidu­ell wie heute kon­nten wir Filme, Serien und Dokus noch nie genießen.

Doch genug mit den Fak­ten. Wir haben Eltern und junge Erwach­sene ein­fach per­sön­lich gefragt. Gibt es wirk­lich einen so großen Unter­schied zwis­chen den Gen­er­a­tio­nen? Und wer liegt zurzeit im Match TV vs. Stream­ing wirk­lich vorne? In der neuen Folge von „Let’s talk dig­i­tal“ gibt’s die Antworten. Viel Spaß beim Rein­schauen.

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