The Looking Glass: Holografisches Display für Kreative

The New Pope, Jude Law, John Malkovich, Sky

The Looking Glass: Holografisches Display für Kreative

Bei Kick­starter wirbelt das Pro­jekt „The Look­ing Glass“ ger­ade ziem­lich viel Staub auf. Cineas­t­en riechen Star Wars, Entwick­ler freuen sich auf eine völ­lig neue Möglichkeit, mit 3D-Mod­ellen zu arbeit­en.

Auch hier bei fea­tured sind wir ganz wild auf Holo­gramtech­nolo­gie. So haben wir einst die Gad­get Inspec­tors auf das The­ma ange­set­zt. Und wir haben Dir gezeigt, wie Du mit­tels Plas­tik-Pris­ma selb­st kleine Holo-Imi­tate zaubern kannst. The Look­ing Glass ist tech­nisch gese­hen kein echt­es Holo­gramm, aber fast genau­so spek­takulär.

Holografisches Display: 3D-Effekt ohne Headset

Zweifels­frei gibt es unter den fea­tured-Lesern Men­schen mit Abschlüssen in Physik und der­gle­ichen. Für die reicht der Hin­weis:

  • 45 Blick­winkel
  • 60 FPS
  • Lentiku­lar­lin­sen

Danke für die Aufmerk­samkeit.

Die Soft­ware hin­ter Look­ing Glass stellt das aus­gewählte 3D-Objekt von Deinem PC gle­ichzeit­ig in 45 Per­spek­tiv­en dar, mit 60 Bildern pro Sekunde. Soge­nan­nte Lentiku­lar-Lin­sen machen das möglich. Der glasar­tige Dis­play-Vor­bau sorgt für die Drei­di­men­sion­al­ität. Echte Drei­di­men­sion­al­ität. Das heißt, dass Men­schen, die um das Look­ing Glass herum­ste­hen, das virtuelle Objekt aus der entsprechen­den Per­spek­tive anschauen.

Vor allem für Grafikdesigner, Architekten, Spieleentwickler und Ingenieure interessant

Das Team macht keinen Hehl daraus, dass sich das holo­grafis­che Dis­play vor allem an Kreativ-Berufe wie Grafikde­sign­er und Spieleen­twick­ler richtet. Durch die Möglichkeit, einen  Leap-Motion-Con­troller, aber auch Nin­ten­dos Joy-Con anzuschließen, bieten sich für Kreative nun vol­lkom­men neue Möglichkeit­en, ihre virtuellen Fig­uren zu desig­nen und in der Drei­di­men­sion­al­ität wahrzunehmen. Und das ohne VR-Head­set.

Look­ing Glass ist deshalb kom­pat­i­bel mit ein­er ganzen Rei­he von 3D-Grafik-Pro­gram­men, darunter Branchen­lieblinge wie Tin­ker­cad, Zbrush und Blender. Voraus­set­zung ist Win­dows 10 (64 Bit), min­destens einen Intel-Core-i5-Prozes­sor und eine Grafikkarte ab Nvidia GeForce GTX 1060.

Für alle Bastler: Es lassen sich auch mehrere Holo-Dis­plays ver­net­zen – für das Extra-Wow!

Kickstarter-Gold: Der Preis ist heiß

The Look­ing Glass ist auf Kick­starter der absolute Ren­ner. Obwohl das Pro­jekt bis zum 24. August 2018 lediglich knapp 43.000 Euro sam­meln sollte, hat es Anfang August bere­its rund 500.000 Euro einge­fahren, bei knapp 1000 Unter­stützern.

Natür­lich gibt es Ear­ly-Bird-Ange­bote, aber wichtiger für Dich ist ver­mut­lich der angestrebte Laden­preis. So ist das kleine Look­ing Glass (8,9’‚) für umgerech­net 515 Euro vorbestell­bar. Die große Aus­führung (15,6’’) soll umgerech­net knapp 2500 Euro kosten.

Für den Preis gibt es, neben der Hard­ware, auch eine Handy-App mit der Du gratis 3D-Mod­elle und Ani­ma­tio­nen aus ein­er Bib­lio­thek nutzen kannst. Skills für Sprachas­sis­ten­zen wie Alexa gibt es eben­falls. Die Aus­liefer­ung soll im Dezem­ber begin­nen.

Exkurs: Warum echte Hologramme Zukunftsmusik sind

So gerne wir etwas anderes schreiben wür­den, aber echte Holo­gramme, so wie in zahlre­ichen Sci-Fi-Stück­en, ist zu diesem Zeit­punkt unre­al­is­tisch. Aus dem gle­ichen Grund, aus dem auch die berühmten Laser­schw­ert­er Unsinn sind: Physik!

Licht strahlt so weit, es eben strahlen kann – je nach Inten­sität. Ein Laser­schw­ert wäre ver­mut­lich mehrere Kilo­me­ter lang. Bei dem Ver­such ein Holo­gramm mit­ten in den Raum zu pro­jizieren, wür­den die Licht­strahlen ein­fach zer­fasern. Mehr zur Geschichte und dem Sta­tus Quo der Holo­gramm-Tech­nolo­gie erfährst Du übri­gens in unserem Beitrag Wenn Bilder schweben – Sind Bilder Sci­ence oder Fic­tion?

Visuell kom­men holo­grafis­che Dis­plays, auch vol­umetrische Dis­plays, dem Holo­gramm am näch­sten. Und das Team von Look­ing Glass Fac­to­ry hat dies­bezüglich die Mess­lat­te deut­lich nach oben ver­schoben.

Teures Gad­get, oder hil­fre­ich­es Werkzeug für 3D-Entwick­ler – was hältst Du vom Look­ing Glass? Wir freuen uns auf Deine Mei­n­un­gen in den Kom­mentaren.

Titelfoto und Video: Looking Glass Factory

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren