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SketchAR – Liegt die Zukunft des Zeichnens in der Augmented Reality?

„Ich kann nicht zeich­nen” ist bald keine Ausrede mehr. Die neue App SketchAR gibt Dir die Möglichkeit, alles, was Du fotografieren kannst, ganz ein­fach per Hand nachzuze­ich­nen. Wie das geht? Mith­il­fe der Aug­ment­ed Real­i­ty (AR).

Aug­ment­ed real­i­ty” kön­nte man vielle­icht mit „ergänzte Real­ität” über­set­zen und genau das ist es, was die Zeichen-App SketchAR macht: Sie fügt ein­er Darstel­lung der realen Welt etwas hinzu. Konkret geht es hier darum, dass ein Bild, das nachgeze­ich­net wer­den soll, vom Smart­phone in die reale Welt hinein­gerech­net wird.

SketchAR - Virtuelles Pauspapier

Zunächst zeigt die App ganz klas­sisch das, was Deine Smart­phone-Kam­era ein­fängt. Nun wählst Du ein­fach ein Bild aus Dein­er Galerie, das du pro­fes­sionell zu Papi­er brin­gen möcht­est. Auf dem Bild­schirm sieht es jet­zt so aus, als sei das Bild bere­its fer­tig und Du musst nur noch mit dem Stift den Strichen fol­gen, um das Foto per­fekt nachzuze­ich­nen. Im Prinzip also wie früher mit dem Paus­pa­pi­er, nur eben virtuell. Danach noch Deine per­sön­liche Kün­stlersig­natur drauf und fer­tig ist Dein Kunst­werk.
 

Wie gut funktioniert die App?

Ide­al­er­weise bleibt das Bild, das Du zeich­nen willst, also immer auf der sel­ben Fläche, auch wenn Du das Smart­phone bewegst. Auf dem Bild­schirm sieht es so aus, als sei das Bild bere­its ein Teil der realen Welt. Das Teas­er-Video lässt ver­muten, dass das wesentlich bess­er funk­tion­iert als noch beim AR-Spiel Poké­mon GO, wo sich die kleinen Mon­ster auch gerne mal in die Lüfte erheben, wenn man die Kam­era nach oben bewegt. Allerd­ings zeich­nen bish­erige Nutzer­be­w­er­tun­gen im App Store ein sehr durch­mis­cht­es Bild.

SketchAR press media

Vom Selfie zum Selbstporträt

Die Fotos – ob selb­st gemacht oder aus dem Netz herun­terge­laden – kön­nen vor dem Zeich­nen so umge­wan­delt wer­den, dass sie wie geze­ich­net ausse­hen. Du kannst also nicht nur Zeich­nun­gen abfo­tografieren und dann kopieren, SketchAR hil­ft dir auch dabei, reale Sit­u­a­tio­nen mit Stift und Papi­er zu erfassen. Dein näch­stes Self­ie wird so vielle­icht schon zum kün­st­lerischen Selb­st­porträt. Wie kom­plex Deine Zeichen­vor­lage wird, steuerst Du  eini­gen Schiebere­glern in der App.

Noch bessere Zeichnungen mit Tango

Um eine bessere Funk­tion­al­ität und zusät­zliche Fea­tures zu ermöglichen, kann SketchAR mit Googles Plat­tform Tan­go kooperieren, die dem Gerät in gewis­sen Gren­zen das Sehen und Ver­ste­hen räum­lich­er Zusam­men­hänge ermöglicht. Mit dieser Verbindung lässt sich die Posi­tion­streue der Bilder in der virtuellen Welt wesentlich verbessern. Auch sind mit der SketchAR-Tan­go-Kom­bi großflächige Pro­jek­te möglich. Ohne diesen Zusatz bleibt die App auf A4 beschränkt. Tan­go ist bish­er aber lei­der nur auf dem Leno­vo Phab 2 ver­füg­bar. Es wird jedoch damit gerech­net, dass in näch­ster Zeit noch mehr Her­steller Tan­go-fähige Mod­elle auf den Markt brin­gen.

SketchAR press media

SketchAR und Hololens

Auch für Microsofts AR-Brille Hololens soll SketchAR bald zu haben sein. Noch dieses Jahr soll die Hololens-Ver­sion fer­tig sein. Da die Brille aber noch nicht für den Massen­markt gefer­tigt wird, wird diese Möglichkeit den meis­ten von uns wohl zunächst nicht vergön­nt sein.

Und was sagst Du dazu? Zeichne uns Dein Bild der App in die Kom­mentare.

Titelfoto: SketchAR press media

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