Network Slicing: Was das Netz mit einer Schneiderei verbindet

Network Slicing: Was das Netz mit einer Schneiderei verbindet

Die meisten Kleidungsstücke kommen zwar heutzutage von der Stange, für besondere Anlässe gehen aber immer noch Menschen zum Schneider und lassen sich einen Anzug oder ein Kleid nach den eigenen Maßen anfertigen. Wenn Dein Smartphone, Dein Auto oder andere Maschinen per Mobilfunk kommunizieren, funktioniert das in Zukunft mit 5G ähnlich: Denn all diese Dinge erhalten ein ‚Stück‘ vom Netz, das optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Hinter dem Begriff ‚Network Slicing‘ verbirgt sich eine Schneiderei für Mobilfunk-Anwendungen. Vodafone erklärt das Netz nach Maß.

5G ist in vielerlei Hinsicht revolutionär. Die fünfte Mobilfunkgeneration vervielfacht die verfügbaren Netzkapazitäten. Milliarden Gegenstände und Smartphones können so auf kleinstem Raum zeitgleich kommunizieren. 5G macht außerdem die Kommunikation in Echtzeit möglich. Der kommende Mobilfunkstandard verringert die Latenzzeit – also die Verzögerung, mit der Daten vom Sender zum Empfänger gelangen – auf bis zu eine Millisekunde. Die wirkliche Revolution aber verbirgt sich hinter dem Begriff Network Slicing.

Autos, Roboter und Smartphones stellen unterschiedliche Anforderungen an das Netz

Das besondere an 5G: Das Netz ist intelligent und weiß immer genau, welche Netzeigenschaften unterschiedliche Anwendungen benötigen. Basierend auf diesem Wissen stellt 5G einer Anwendung immer das optimale Netz zur Verfügung. Denn Smartphones, Autos, Roboter und Co. stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an das Mobilfunknetz, damit sie bestmöglich funktionieren. Daher werden die verschiedenen Anwendungen unterschiedlichen „Netzscheiben“ („Slices“) zugeordnet. Jede Slice bietet eine andere Priorisierung der drei großen Stärken von 5G: hohe Upload- und Downloadgeschwindigkeit, geringe Latenzzeit und hohe Zuverlässigkeit (Quality of Service). So bekommst Du für jeden Zweck genau das Netz, das Du dafür brauchst.

Das Netz nach Maß: 5G stellt immer das passende Netz bereit. © Vodafone

So funktionieren 2G, 3G und LTE

Die bisherigen Mobilfunkstandards sind da leider noch nicht ganz so smart. Verglichen mit dem Eingangsbeispiel schneidern 2G, 3G und LTE Dir Deinen Anzug nicht nach Maß. Jeder Käufer erhält einen guten Herrenanzug von der Stange. Im Mobilfunk bedeutet das: Alle Nutzer, die sich im Bereich desselben Sendemasts bewegen, greifen auf die gleichen Netzeigenschaften zu – eben die, die lokal verfügbar sind.

Echtzeit-Kommunikation: Auf den Straßen unserer Städte

Bei 5G hingegen unterscheidet Vodafone beispielhaft zwischen drei Kommunikations-Formen, die das Mobilfunknetz auf unterschiedliche Weise fordern: Die Echtzeit-Kommunikation, die Massen-Kommunikation und die Bandbreiten-Kommunikation. Die Echtzeit-Kommunikation ist immer dann wichtig, wenn zeitkritische Daten übertragen werden – also zum Beispiel zwischen Verkehrsteilnehmern, um sich gegenseitig vor Gefahren zu warnen. Echtzeit-Kommunikation kann aber auch in Industriehallen wichtig werden, wenn Roboter oder sogar Kräne ferngesteuert werden, um die Menschen bei gefährlichen oder gesundheitsschädlichen Arbeiten zu unterstützen.

Bandbreiten-Kommunikation: In den heimischen vier Wänden

Bandbreiten-Kommunikation meint jegliche Anwendungen bei denen extrem große Datenmengen durch die Netze rauschen. Beispielsweise beim Streamen von hochauflösenden Videoinhalten mit zahlreichen Endgeräten gleichzeitig. Wenn also zum Beispiel Deine Freunde am TV das Fußball-Länderspiel schauen, einer gleichzeitig mit dem Tablet die neueste Staffel der aktuellen Netflix-Serie streamt, Du selbst mit dem Smartphone bei Youtube stöberst und Deine jüngeren Geschwister zeitgleich auf dem Notebook eine Kinderserie gucken.

Massen-Kommunikation: In der Industrie oder in der Logistik

Bei der Massen-Kommunikation werden Millionen Gegenstände auf kleinstem Raum zeitgleich und verlässlich vernetzt. Das passiert zum Beispiel in der Logistik, wo Fahrzeuge, Paketboxen und Paletten immer ihren aktuellen Standort übermitteln, in der Industriehalle, wo Maschinen melden, ob sie funktionsfähig sind oder im Stadion, wo Du gleichzeitig mit tausenden Anderen die Zwischenstände in den anderen Spielen abfragst.

Vodafone testet Einsatzgebiete für 5G

Als 5G-Partner der deutschen Industrie entwickelt Vodafone schon heute mit zahlreichen Partnern Einsatzgebiete für das Netz nach Maß. Im 5G Mobility Lab, also dem Ort, an dem Vodafone im vergangenen Jahr den ersten 5G-Mobilfunkmast in Deutschland gestartet hat, arbeitet das Telekommunikationsunternehmen gemeinsam mit Continental erfolgreich am Straßenverkehr der Zukunft. Gemeinsam mit dem WDR hat Vodafone ein 5G-Projekt für die schnelle Übertagung von TV-Inhalten per Mobilfunk gestartet. Auch die Deutsche Bahn und Audi sind 5G-Partner von Vodafone.

Was erwartest Du Dir vom 5G-Netz? Wie wird es Dein Leben verändern? Schreib es uns in die Kommentare.

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