Crashkurs Gamingsprache I – Casual Beta Noob Cheater

The New Pope, Jude Law, John Malkovich, Sky

Crashkurs Gamingsprache I – Casual Beta Noob Cheater

Wenn sich Gamer unter­hal­ten, klingt das für außen­ste­hende oft wie Kaud­er­welsch aus dem Nerd­vana. Da wer­den Items gedroppt, sich über Noobs geärg­ert und vielle­icht flippt die Fre­undin oder der Fre­und vor dem Rech­n­er auch ger­ade aus, weil er noch einen DoT-Schaden hat. Du willst bei den Gamern mitre­den kön­nen? Wir erk­lären Dir die wichtig­sten Begriffe.

Gamer, Zock­er, anonyme Tas­ten­drück­er: Sie alle frö­nen der Lei­den­schaft ani­miert­er, spiel­bar­er Geschicht­en. Im Laufe der Zeit haben sich gewisse Begrif­flichkeit­en etabliert, die Außen­ste­hende entwed­er fra­gende Blicke und/oder ein heftiges Stirn­run­zeln auf das Gesicht zaubern. Einen voll­ständi­gen Kat­a­log abliefern zu wollen wäre utopisch. Denn Bedeu­tun­gen ändern sich, wer­den rel­a­tiviert oder Neues kommt hinzu. Deswe­gen geben wir Euch hier eine fein kuratierte Basis an Slang-Aus­drück­en, die (bes­timmt) auch in 100 Jahren noch Bestand haben wer­den.

Noob

„Du bist so ein Noob!“ schnappst Du vielle­icht in einem Team­chat auf. „Noob“ ist Gamer­slang für Anfänger, Neul­ing und so weit­er. Es ist eine laut­sprach­liche Ver­sion des Wortes „New­bie“. Noobs sind natür­lich immer die anderen – beson­ders dann, wenn es bren­zlig wird und irgen­det­was schief geht. Ein Fun­fact: In einem pop­ulären „Beat­’em up“ (das bedeutet so viel wie „Prügel­spiel“) namens „Mor­tal Kom­bat“ gibt es eine Fig­ur mit dem Namen Noob Sai­bot. Die ist allerd­ings kein Anfänger, son­dern lediglich eine Anspielung auf die zwei Spieleen­twick­ler Ed Boon (dessen Nach­name rück­wärts gele­sen „Noob“ ergibt) und John Tobias (dessen Nach­name rück­wärts „Sai­bot“ liest).

Der derzeit bekan­nteste und liebenswerteste Noob ist zweifels­frei der US-Talk­show-Host Conan o’Brien. In der Rei­he „Clue­less Gamer“ (ahnungslos­er Spiel­er) spielt der pas­sion­ierte Nicht-Gamer die neuesten Videospiele, ohne einen Schim­mer davon zu haben, was er da eigentlich tut. Und das kann ziem­lich lustig wer­den, wie fol­gen­des Video zeigt:

Beta

Wenn Pro­duk­te in der Ver­gan­gen­heit noch nicht ganz fer­tig waren, wur­den sie still und heim­lich getestet. Fir­men hiel­ten sie unter Ver­schluss und hüteten sie wie rohe Eier. Das lag unter anderem daran, dass Soft­ware nur auf einem Daten­träger geliefert wer­den kon­nte. Es gab kaum Möglichkeit­en nachzubessern. Mit fortschre­i­t­en­der Entwick­lung der Über­tra­gungsmöglichkeit­en änderte sich das. Heute wer­den diese unfer­ti­gen Pro­duk­te Beta-Ver­sion genan­nt und nicht mehr geheim gehal­ten, son­dern in einem frühen Sta­di­um an einen Kreis Auser­wählter verteilt. Mit solchen Beta-Ver­sio­nen kön­nen bere­its pro­gram­mierte Spiele-Funk­tio­nen, aber auch die hau­seige­nen Serv­er getestet wer­den.

Im besten Fall wer­den eventuelle Fehler von den Beta-Testern erkan­nt und kön­nen dann noch aus­ge­merzt wer­den.

Manch ein Spiel kommt jedoch über die Beta-Ver­sion nie hin­aus. Ein umfan­gre­ich­es Archiv abge­blasen­er Videospiel­pro­jek­te und solchen, die die Beta-Phase nicht über­wun­den haben, find­est Du auf der Seite Unseen64.com. Auch Verkauf­ss­chlager wie Nin­ten­dos Zel­da-Rei­he haben unvol­len­dete Beta-Ver­sio­nen: zum Beispiel Zel­da: Sky­ward Sword.

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Casual

Du kommst von der Arbeit, machst Deinen Lap­top auf und öffnest dieses eine kleine lustige Spiel, das Du neulich ent­deckt hast. Dir ist im Prinzip egal, ob Du nun gewinnst, ver­lierst, zwis­chen­durch ein­schläf­st oder keine Verbindung mehr hast. Du bist ein Casu­al Gamer. Du spielst ein­fach nur zur Entspan­nung oder weil YouTube ger­ade nichts Inter­es­santes bietet.

Dass Du ein Casu­al Gamer bist, ist natür­lich nicht schlimm. Ver­mut­lich leb­st Du wesentlich entspan­nter als pas­sion­ierte Gamer mit einem Dauer­puls von 180. Denn für Dich ist Gam­ing wie der „Casu­al Fri­day“ in Dein­er Fir­ma: Alles kann, nichts muss.

Cheater

Cheater sind Essig auf dem Schoko­ladeneis, Chili im Pfannkuchen. Cheat­en kann bedeuten, dass Du Zusatz­soft­ware instal­lierst, um bei einem Ego-Shoot­er wie Counter Strike bess­er zie­len oder schnellen spie­len zu kön­nen. Es kann aber auch heißen, dass Du via Tas­tenkom­bi­na­tion unendlich Muni­tion oder beson­dere, unübliche Fähigkeit­en freis­chal­test.

Welche Begriffe möcht­est Du unbe­d­ingt ein­mal näher erk­lärt haben? Schreib‘ es uns in die Kom­mentare.

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