Ein Imker und ein Bienenvolk auf einem blühenden Feld.
© BEEsharing
Eine 3D-Simulation des autonom fahrenden Roboter-Boots "Roboat" schwimmt in einer Gracht in Amsterdam.

#Connecting4Good: Wie ein Online-Netzwerk für Imker gegen das Bienensterben helfen soll

Die einen brauchen Bestäu­ber für ihre Äck­er, die anderen brauchen Leben­sraum für ihre Bienen. Das soziale Net­zw­erk Bee­shar­ing bringt Imk­er und Land­wirte zusam­men, um diesen Bedarf auf bei­den Seit­en zu deck­en. Wie das Ham­burg­er Start-up dem Bienen­ster­ben ent­ge­gen­wirkt und was hin­ter dem dig­i­tal­en Bestäubungs-Busi­ness steckt, erfährst Du erfährst Du in unser­er Rubrik #Connecting4Good.

Es summt und brummt weniger als noch vor eini­gen Jahren. Das liegt vor allem daran, dass die Leben­sräume für Hum­mel, Biene und Co. immer knap­per wer­den und ihre Pop­u­la­tio­nen sinken. Mit einem sozialen Net­zw­erk für Imk­er und Land­wirte möchte das Ham­burg­er Start-up Bee­shar­ing dem Bienen­ster­ben ent­ge­gen­wirken und gle­ichzeit­ig für höhere Ern­teerträge auf den Äck­ern sor­gen.

Bauer sucht Biene: Beesharing vernetzt Imker und Landwirte

Auch wenn Städter die Bienen­zucht als Hob­by für sich ent­deckt haben, find­en die Insek­ten im urba­nen Raum nur wenig blühende Wiesen. Die Bienen­völk­er bleiben deshalb meist sehr klein. In der Land­wirtschaft sieht es genau ander­srum aus: Agrar­be­triebe nutzen immer größere Flächen, um kosten­ef­fizient arbeit­en zu kön­nen. Um die vie­len Pflanzen auf den Feldern zu bestäuben, brauchen sie jede Menge Bienen. Bee­shar­ing schlägt eine Brücke und qua­si zwei Fliegen mit ein­er Klappe: Über das Net­zw­erk kön­nen Land­wirte direkt bei Imk­ern Bienen bestellen, die ihre Pflanzen auf den Feldern bestäuben. Die Bauern steigern ihre Erträge laut Bee­shar­ing so um bis zu 60 Prozent. Imk­ern ermöglichen die zusät­zlichen Bestäubungs­flächen größere Pop­u­la­tio­nen und weit­ere Ein­nah­me­quellen.

So funktioniert das digitale Bienen-Business

Der Net­zw­erkvorteil für Imk­er und Land­wirte liegt vor allem darin, dass Bee­shar­ing Beratung, Organ­i­sa­tion und Ver­mit­tlung von Bienen­völk­ern aus ein­er Hand bietet. Bienen­züchter erstellen auf der Plat­tform ein eigenes Pro­fil und wählen eine Trans­port-Option sowie weit­ere gewün­schte Dien­stleis­tun­gen aus. Land­wirte geben an, wie groß ihr zu bestäuben­des Feld ist, was sie dort anpflanzen und ob es benach­barte Konkur­ren­zfelder gibt, zu denen die Bienen abwan­dern kön­nten. Ein eigen­er Bestäubungsrech­n­er ermit­telt dann den passenden „Bestäu­ber-Mix“, also wie viele und welche Arten von Insek­ten notwendig sind. Zur Auswahl ste­hen Hum­meln, Mauer- oder Honig­bi­enen. Let­ztere wer­den lediglich „aus­geliehen“ und nach getan­er Arbeit von ihrem Imk­er wieder einge­sam­melt. Mauer­bi­enen und Hum­meln bleiben hinge­gen auch nach der Bestäubung auf dem Land.

In einem Kleingarten stehen zahlreiche Kisten voller Bienenvölker.

Bienen­völk­er im Klein­garten durch Bee­shar­ing — Bild: BEE­shar­ing

Bienen teilen: Ein brummendes Geschäft

Von Novem­ber bis März geben die Land­wirte ihre Bestel­lun­gen auf, von April bis Juli wer­den die Insek­ten aus­geliefert. Doch Bee­shar­ing tut noch mehr, um den Aufwand für bei­de Seit­en auf ein Min­i­mum zu reduzieren. Bei Bedarf küm­mert sich das Team zum Beispiel auch um die An- und Abmel­dung von Bienen­trans­porten bei den Behör­den und hat einen eige­nen Trans­port­ser­vice entwick­elt. Dabei schützt ein cleveres Sys­tem mit mod­ern­er Sen­sorik vor Dieben und Van­dal­is­mus. Seit kurzem unter­stützt Bee­shar­ing Imk­er außer­dem bei der Ver­mark­tung ihrer Bienen­pro­duk­te, stellt Kon­takt zu Händlern her und küm­mert sich um die Pro­duk­tion, Logis­tik und den Ver­trieb. So wurde aus dem sozialen Net­zw­erk gegen das Bienen­ster­ben ein ganzjährig brum­mendes Geschäft.

Übri­gens: Pri­vat­per­so­n­en und Unternehmen kön­nen über Bee­shar­ing auch eine Bienen­paten­schaft übernehmen, um das Net­zw­erk für Imk­er und Land­wirte zu unter­stützen.

Auch Vodafone setzt auf grün: Blühwiesen und Insektenhotels am Campus

Arten­vielfalt ist gelebter Umwelt- und Kli­maschutz. Deshalb hat auch Voda­fone am Düs­sel­dor­fer Cam­pus ein bienen­fre­undlich­es Umfeld geschaf­fen. Statt Zier­gräsern, Rasen­flächen und Hölz­ern wach­sen hier nun Blüh­pflanzen wie Flieder, Laven­del und Korn­blu­men, die den Bienen Leben­sraum bieten. Außer­dem bieten acht Insek­ten-Hotels auf den Dachter­rassen und rund um das Parkhaus Maja und Co. Unter­schlupf. Für die Bewässerung der neu angelegten Flächen hat Voda­fone einen eige­nen, 19 Meter tiefen Brun­nen bohren lassen. Das Pro­jekt soll auch auf andere Voda­fone-Stan­dorte in Deutsch­land aus­gedehnt wer­den.

Dieser kleine Beitrag zur Bio­di­ver­sität ist ein­er von vie­len Bausteinen auf dem Weg zum grü­nen Unternehmen und Teil der ehrgeizigen Nach­haltigkeit­sziele, die Voda­fone mit sein­er Giga­Green-Strate­gie ver­fol­gt.

In unser fea­tured-Rubrik #Connecting4Good find­est Du weit­ere span­nende Beiträge zu dig­i­tal­en Inno­va­tio­nen für den Umwelt- und Kli­maschutz.

Wie gefällt Dir die Idee von Bee­shar­ing? Schreib uns, ob und warum Du das Net­zw­erk als Bienen­pate, Imk­er oder Land­wirt unter­stützen möcht­est!

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