Ein junger Sportler gibt eine Pressekonferenz
Eine Abbildung des James-Webb-Teleskops im All

Android-ABC: Basic-Knowhow zu Googles mobilem Betriebssystem

Was läuft auf Deinem Smart­phone? Wenn Du eines der weltweit zwei Mil­liar­den aktiv­en Android-Geräte Dein Eigen nennst, bist Du in bester Gesellschaft. Googles Betrieb­ssoft­ware für Mobil­geräte ist nicht nur eines der beliebtesten Smart­phone-Sys­teme, son­dern derzeit auch das meist­genutzte. Welche Basic-Begriffe und -Fea­tures Du als Android-Ein­steiger ken­nen soll­test, klärt unser kleines Lexikon.

Als Android-User hast Du auf dem Smart­phone-Markt die volle Auswahl. Etliche Her­steller wie Sam­sung, Sony, Huawei, LG und Motoro­la haben Googles mobiles Betrieb­ssys­tem auf ihren Geräten instal­liert und ver­sor­gen es regelmäßig mit Updates. Auch son­st punk­tet die freie Soft­ware im Ver­gle­ich zum Haup­tkonkur­renten iOS von Apple mit eini­gen Vorzü­gen. Denn das Sys­tem lässt Dir viele Frei­heit­en bei den Ein­stel­lun­gen – dafür musst Du aber erst­mal die Basics draufhaben.

 

3G oder 4G? LTE für mobiles Highspeed-Internet

Wenn Du unter­wegs im Inter­net surf­st, kann Dein Smart­phone ver­schiedene Mobil­funk­stan­dards nutzen, die als 2G, 3G (auch UMTS, HSDPA oder HSPA+) und 4G (LTE) abgekürzt wer­den. Der Unter­schied liegt vor allem in der Geschwindigkeit bei der Datenüber­tra­gung. Am schnell­sten bist Du aktuell mit dem Mobil­funk der vierten Gen­er­a­tion unter­wegs. Ste­hen die Kürzel 4G oder LTE in der Verbindungsanzeige, bist Du im mobilen High­speed-Netz von Voda­fone unter­wegs und kannst in manchen Städten sog­ar Daten­rat­en mit bis zu 500 Mbit/s nutzen. Bis Du mit 5G die Giga­bitschall­mauer durch­brichst, dauert es übri­gens nicht mehr lange. Die neuen Smart­phones mit Android-Betrieb­ssys­tem schaf­fen die Stan­dards ohne Prob­leme.

Android schnell eingestellt mit den Quick-Settings

Quick-Set­tings im Android-Betrieb­ssys­tem sind „Schnelle­in­stel­lun­gen“ für ver­schiedene Sys­tem-Funk­tio­nen. Über unter­schiedliche Sym­bole kannst Du mit einem Klick zum Beispiel die Bild­schirm-Hel­ligkeit und Laut­stärke anpassen oder auch WLAN, Blue­tooth, den Flug­modus und das GPS aktivieren. Drückst Du länger auf ein Sym­bol, lan­d­est Du direkt in den aus­führlicheren Sys­te­me­in­stel­lun­gen (Zah­n­rad-Sym­bol) der jew­eili­gen Sek­tion. Um ins Quick-Set­ting-Menü zu gelan­gen, stre­ichst Du auf einem Smart­phone mit Android-Betrieb­ssys­tem über den entsper­rten Bild­schirm von oben nach unten. Nutzt Du dafür zwei Fin­ger, wird das ganze Menü angezeigt.

Benachrichtigungsleiste: Alles mit einem Klick im Blick

Mit der­sel­ben Touch-Geste, aber nur einem Fin­ger, öffnet sich eine Liste mit Sta­tus­meldun­gen von unter­schiedlichen Pro­gram­men. Diese so genan­nten Push-Nachricht­en informieren Dich über bes­timmte Aktiv­itäten Dein­er Apps und geben Dir zum Beispiel einen Überblick zu einge­gan­genen E-Mails, Face­book-Nachricht­en, ver­passten Anrufen oder Down­load­vorgän­gen.

Bluetooth: Schnell und einfach Daten tauschen

Blue­tooth beschreibt eine Funk-Tech­nolo­gie zum ein­fachen Date­naus­tausch. Im Gegen­satz zu WLAN kannst Du mit ein­er Blue­tooth-Verbindung nur über wenige Meter Dat­en über­tra­gen. Dafür aktivierst Du die Blue­tooth-Funk­tion über das Quick-Set­ting-Menü oder die Sys­te­me­in­stel­lun­gen. Erscheint das Blue­tooth-Sym­bol in der Sta­tu­sanzeige, kannst Du Dein Android-Gerät beim soge­nan­nten „Pair­ing“ mit einem anderen Endgerät kop­peln.

Display-Helligkeit bei Android anpassen

Öffnest Du die Quick-Set­tings, find­est Du einen Schiebere­gler, mit dem Du die Hel­ligkeit des Dis­plays manuell anpassen kannst. Set­zt Du hier oder in den Ein­stel­lun­gen unter dem Punkt „Anzeige“ bei „Auto“ ein Häkchen, passt sich die Hel­ligkeit automa­tisch dem Akku­s­tand und dem Umge­bungslicht an.

Energiesparmodus: Schongang für den Akku

Beim Energies­par­modus wird die Leis­tung Deines Smart­phones eingeschränkt, um den Akku zu scho­nen. Dafür wer­den einige Funk­tio­nen, die Dis­play-Hel­ligkeit und unnötige Hin­ter­grun­dan­wen­dun­gen eingeschränkt. Zeigt die Miniatur-Bat­terie in der oberen Sta­tuszeile nur noch wenig Pow­er, kannst Du den Energies­par­modus über das Quick-Set­ting-Menü mit dem Sym­bol „Energie sparen” aktivieren. Der Modus wird automa­tisch been­det, wenn Du Dein Gerät auflädst. Natür­lich gibt es noch viele weit­ere Tricks, um die Laufzeit Deines Android-Gerätes zu verbessern.

Flugmodus: Einfach mal abschalten

Mit dem Flug­modus schal­test Du alle Daten­verbindun­gen aus und bist sowohl in mobilen Net­zen als auch WLAN-Hotspots offline unter­wegs. Das ist nicht nur bei Flu­greisen prak­tisch, son­dern auch, wenn Du mal für nie­man­den erre­ich­bar sein möcht­est. Zur Aktivierung tippst Du in den Schnelle­in­stel­lun­gen ein­fach auf das Icon „Offlinemodus“.

Google Play Store: Hauseigenes Download-Center für Android

Eben­so wie Apple liefern auch die Her­steller von Android-Geräten eine Rei­he vorin­stal­liert­er Apps mit, darunter vor allem Google-Anwen­dun­gen wie Google Maps, Google Fotos, Gmail, der Google Cal­en­der oder auch YouTube. Anders als bei iOS-Sys­te­men lassen sich vorin­stal­lierte Android-Apps recht sim­pel deak­tivieren oder löschen. Eigene Wun­sch-Apps kannst Du aus dem Google Play Store herun­ter­laden – allerd­ings nicht immer kosten­los.

Nicht stören: Auszeit im Ruhe-Modus

Wenn Du nachts nicht von piepen­den Anrufen oder Benachrich­ti­gun­gen gestört wer­den möcht­est, kannst Du den Nicht-Stören-Modus  auf Android-Geräten aktivieren. In den Ein­stel­lun­gen lässt sich unter dem Abschnitt „Daten­schutz & Sicher­heit“ und „Bitte nicht stören” eine bes­timmte Zeitspanne definieren, in der Dein Smart­phone stumm geschal­tet ist. Option­al kannst Du über die Quick-Set­tings den Ruhe­modus mit einem Klick ein­schal­ten.

Multi-Window: Schneller zur Lieblings-App

Zur schnelleren Nav­i­ga­tion kannst Du mit dem Mul­ti-Win­dow eine zusät­zliche Seit­en­leiste mit Verknüp­fun­gen zu ver­schiede­nen Apps nutzen. Welche Anwen­dun­gen das sind, kannst Du über das Bear­beitungs­menü anpassen, das sich unten in der Leiste hin­ter einem Pfeil-Sym­bol ver­birgt. Auch diese Funk­tion lässt sich über die Quick-Set­tings oder in den Sys­te­me­in­stel­lun­gen unter dem Abschnitt „Gerät“ und „Mul­ti- Win­dow“ aktivieren. Wie Du es let­ztlich öffnest, ist modellab­hängig: bei Sam­sung-Geräten klappt das zum Beispiel durch län­geres Drück­en der „Zurück-Taste“ (rechts).

NFC: Datenaustausch durch Nahkontakt

NFC ste­ht für  „Near Field Com­mu­ni­ca­tion” und ist eben­so wie Blue­tooth ein Funk­stan­dard zur draht­losen Datenüber­tra­gung, allerd­ings bei noch kürz­eren Dis­tanzen von weni­gen Zen­time­tern. Nüt­zlich ist NFC beispiel­sweise beim bargeld­losen Bezahlen, als virtuelle Ein­trittskarte oder zum ein­fachen Date­naus­tausch. Hast Du die NFC-Funk­tion (ab Android 4.0 oft auch „Android Beam“) über die „Ein­stel­lun­gen“ unter dem Abschnitt „Draht­los und Net­zw­erke“ oder die Quick-Set­tings aktiviert, reicht es, wenn Du zwei Android-Geräte aneinan­der­hältst, um Dat­en auszu­tauschen.

 

Standardanwendungen unter Android

Damit Du schneller auf Deine Lieblings-Apps zugreifen kannst, lassen sich aus­gewählte Apps als Stan­dar­d­an­wen­dung für den Start­bild­schirm fes­tle­gen. Dafür gehst Du in den Ein­stel­lun­gen unter den Punkt „Anwen­dun­gen“ und kannst hier „Stan­dar­d­an­wen­dun­gen“ definieren und ändern.

Widgets: Das Wichtigste auf dem (Bild-)Schirm

Wid­gets sind größere Anzeigen auf dem Home­screen, die all­ge­meine oder auch per­son­al­isierte Infor­ma­tio­nen von Apps über­sichtlich ver­an­schaulichen. So hast Du zum Beispiel das Wet­ter, Datum und die Uhrzeit oder aktuelle Ter­mine Deines Kalen­ders direkt im Blick, ohne eine App zu öff­nen.

Welche Android-Version läuft bei Dir?

Um her­auszufind­en, welche Android-Ver­sion auf Deinem Smart­phone oder Tablet instal­liert ist, gehst Du in den „Ein­stel­lun­gen“ (je nach Mod­ell) erst auf die Reg­is­terkarte „Optio­nen“ und klickst dann auf „Info zu Gerät“ bzw. „Geräte­in­for­ma­tio­nen“. Hier ist neben der Mod­el­num­mer und dem Geräte­na­men auch die laufende Android-Ver­sion benan­nt.

WLAN: Auf der Suche nach kostenfreien Hotspots

Wenn Du nicht nur Zuhause das Daten­vol­u­men Deines Mobil­funk­tar­ifs scho­nen möcht­est, kannst Du unter­wegs zum Beispiel über die WLAN-Hotspots von Voda­fone sur­fen. Aktivierst Du über die Quick-Set­tings die WLAN-Verbindung, sucht Dein Android-Gerät nach ver­füg­baren Net­zen. Sind diese gesichert, musst Du Dich mit einem Pass­wort anmelden. In offene Net­ze kann sich Dein Smart­phone hinge­gen automa­tisch ein­wählen. Fes­tle­gen kannst Du das in den Ein­stel­lun­gen unter dem Punkt „WLAN“, wo alle ver­füg­baren Net­ze angezeigt wer­den.

Du bist auf Deinem neuen Smart­phone oder Tablet über weit­ere Funk­tio­nen gestolpert oder hast andere Fra­gen? Schreib uns in die Kom­mentare, welche Android-Basics Du außer­dem für wichtig hältst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren