„Agathe Bauer?” Warum es wichtig ist, dass wir uns richtig verstehen

The New Pope, Jude Law, John Malkovich, Sky

„Agathe Bauer?” Warum es wichtig ist, dass wir uns richtig verstehen

Die Zeitschrift Com­put­er­BILD hat Voda­fone das beste Sprach­netz attestiert. Warum es wichtig ist, dass man sein Gegenüber richtig ver­ste­ht? Uns fall­en da so einige Gründe ein. Dir vielle­icht auch?

Oft ver­hört man sich, weil ein Teil der Nachricht ver­schluckt wird, bevor sie die Ohren des Empfängers erre­icht. Solche Ver­hör­er  kön­nen recht ungün­stig aus­fall­en. Blöd ist zum Beispiel, wenn Oma ang­ster­füllt auf einem Garten­stuhl ste­ht, weil der Nach­barshund vor ihr sitzt, die Zähne fletscht und sich nicht bewe­gen will, und sie quer durch den Garten zu Opa ruft „Heinz, der Hund geht nicht weg”. Wenn Opa dann nur „Heinz, Bohnen mit Speck” ver­ste­ht, sich auf das Mit­tagessen freut, ruhig in seinem Ses­sel sitzen bleibt und weit­er Zeitung liest, während seine Frau bib­bernd auf dem Stuhl ste­ht und ver­sucht, den Hund mit „Ksch, ksch”-Lauten zu vertreiben - das kann dann schon mal in einem großen Ehestre­it enden.

Oma hätte es natür­lich auch machen kön­nen, wie der schlaue junge Mann in diesem lusti­gen Video:

Wie gut man jeman­den hören kann, spielt also eine essen­zielle Rolle dabei, welche Mes­sage ankommt. Wie wir alle wis­sen, geht das vor allem oft bei Musik und bes­timmten Song­tex­ten schief. Schnell wird dann eine emo­tionale Pop­bal­lade zu einem ziem­lichen Unsinns-Song: Gib es zu, auch Du hat­test schon einen „Agathe Bauer” (das im Lied von H-BLOCKX eigentlich „I got the Pow­er” heißen soll)-Moment. Deshalb gibt es jet­zt auch schon ein ganzes Sam­mel­suri­um an „Agathe Bauer”-Songs im Netz und Jour­nal­ist und Autor Axel Hacke hat dem The­ma Ver­hören ein ganzes Buch mit dem Titel Der weiße Neger Wum­ba­ba gewid­met. Der Titel ist ein weit­eres Beispiel für ein lustiges Text-Missver­ständ­nis: Jemand hat­te Hacke erzählt, bei dem Kinder­lied Der Mond ist aufge­gan­gen ver­stünde er bei der Liedzeile „Der weiße Nebel wun­der­bar” immer den besagten „Neger Wum­ba­ba”.

Solche Ver­hör­er sind erst­mal nicht weit­er schlimm - pein­lich wer­den diese Missver­ständ­nisse aber zum Beispiel dann, wenn irgend­wo „Dirty Diana” von Michael Jack­son läuft und Du voller Inbrun­st und Überzeu­gung lau­thals „Da geht der Gärt­ner …” singst. Dieses und mehr lustige Lied-Ver­hör­er gibt es hier:

Also, selb­st wenn Du Englisch eigentlich gut ver­stehst, kann es sein, dass Du Dich ver­hörst - das liegt dann vielle­icht an dem Wort, das gesun­gen nicht ganz so gut zu ver­ste­hen ist. Oder vielle­icht ver­hörst Du Dich, weil das Radio rauscht oder die Musik den Gesang übertönt.

Störg­eräusche kön­nen ziem­lich hin­der­lich sein, wenn Du Dein Gegenüber richtig ver­ste­hen möcht­est. Tele­fonierst Du beispiel­sweise (natür­lich über deine Freis­prechan­lage) auf der Auto­bahn, ist es nie hil­fre­ich, wenn es plöt­zlich rauscht oder das Gespräch abbricht. Wenn Du Dein­er Mut­ter zum Beispiel von Deinem „superblö­den Tag” und Deinen „total unfre­undlichen Kol­le­gen” erzählst und sie nur antwortet: „Toll Schatz, das freut mich”, weil sie „super Tag” und „total fre­undliche Kol­le­gen” ver­standen hat, ist Dir natür­lich auch nicht geholfen. Gutes Netz ist näm­lich auch wichtig, wenn es darum geht, zwis­chen den Zeilen zu hören:

Was sind Deine lustig­sten oder ungün­stig­sten Missver­ständ­nisse? Wo hast Du Dich mal ver­hört? Schreib es uns in die Kom­mentare.

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