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3D-Modelle im VR-Labor: So nutzt die Luftfahrtforschung die virtuelle Realität

Das Ham­burg­er Zen­trum für Ange­wandte Luftraum­forschung (ZAL) möchte das Sil­i­con Val­ley  der Luft­fahrt wer­den. Dazu fördert es Start-ups und ermöglicht so den jun­gen Unternehmen zukun­ftsweisende Tech­nolo­gie zu nutzen. Und für das ZAL gehört virtuelle Real­ität auf jeden Fall dazu.

Indus­trie 4.0 ist mehr als ein Schlag­wort – es ist Real­ität. Der ver­gle­ich­sweise nieder­schwellige Zugang zu VR- und AR-Tech­nolo­gien hat dafür gesorgt, dass sich Fir­men zügig damit auseinan­der­set­zen. Die erste Ken­nen­lern­phase ist weitest­ge­hend abgeschlossen, denn nun ent­deck­en Ein­rich­tun­gen wie das ZAL das volle Poten­tial dieser Anwen­dun­gen und beziehen virtuelle Real­ität aktiv in die Forschung mit ein.

ZAL VR LAB: Flugzeugkonstruktion auf dem nächsten Level

Die Idee ist denkbar ein­fach: Angenom­men Du hast ein Mod­ell für einen Air­bus kon­stru­iert und willst Dir das Meis­ter­w­erk ein­mal anschauen. Von allen Seit­en checkst Du, ob deine Pla­nung auch Sinn macht oder ob Dir poten­tielle Schwach­stellen ins Auge fall­en. Auf diese Weise hät­ten sich sicher­lich schon früher einige zweifel­hafte Desig­nentschei­dun­gen ver­mei­den lassen.

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3D-Modelle im Virtual Reality Labor getestet

Im eigens für diesen Zweck ein­gerichteten Vir­tu­al Real­i­ty Labor testen und analysieren die ansäs­si­gen ZAL-Unternehmen und einige Quere­in­steiger ihre 3D-Mod­elle. Mit 30 VR-Brillen kön­nen die Ergeb­nisse auch einem größeren Pub­likum live präsen­tiert wer­den – beson­ders für Start-ups ein großer Vorteil. Die Inter­ak­tion mit Deinem Mod­ell find­et über den „Fly­stick” statt. Der Stab ist mit Infrarotre­flek­toren aus­ges­tat­tet und wird von acht Track­ing-Kam­eras nahezu milime­ter­ge­nau im virtuellen Raum verortet.

„Keine Effekthascherei“

Roland Ger­hards, Geschäfts­führer des Zen­trums für Luftraum­forschung, erk­lärt in einem Inter­view mit dem Branchen­por­tal Air­lin­ers: „Vir­tu­al Real­i­ty hat großes Poten­zial für die Luft­fahrt” und macht nach­fol­gend klar, dass diese Tech­nik keine Effek­thascherei ist. Das ZAL will neue und etablierte Unternehmen der Luft­fahrt zusam­men­brin­gen. Dazu gehört  ein Riese wie Air­bus genau­so wie Syn­er­geti­con. Das Start-up opti­miert Arbeitsabläufe zwis­chen Men­sch und Mas­chine und ist damit ein direk­ter Spross der Indus­trie 4.0. Im fol­gen­den Video kannst Du einen Blick in die Abläufe des ZAL wer­fen. ZAL-Mit­grün­der Lufthansa präsen­tiert unter anderem seine „Flugzeugk­abine 4.0”.

Quelle: YouTube / Lufthansa Technik Group

Power-VR: Mit virtueller Realität auf hoher See

Das ZAL in Ham­burg ist längst nicht mehr die einzige Ein­rich­tung, die mit Hil­fe von VR-Tech­nolo­gie aktiv Forschung betreibt. Auch das bekan­nte Fraun­hofer Insti­tut hat in dieser Rich­tung ger­ade ein Pro­jekt auf dem Tisch: Pow­er-VR. Die mar­itime Indus­trie soll langfristig von der Forschung des Fraun­hofer Insti­tuts prof­i­tieren. Schiffe sollen damit auf viel­er­lei Arten sicher­er wer­den. Zum einen sollen detailierte 3D-Mod­elle kün­ftig beim Design und der Konzip­ierung helfen, zum anderen kön­nen indi­v­du­elle Train­ingsim­u­la­tio­nen auf den Ern­st­fall vor­bere­it­en. Hier ist dann auch die Aug­ment­ed Real­i­ty ein The­ma.

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Virtuelle Realität: Das Forschungsinstrument der Zukunft

Virtuelle und aug­men­tierte Real­ität wer­den sich in Zukun­ft zum fes­ten Uten­sil in Forschung und Entwick­lung entwick­eln, weil sich damit Prozesse und Vorgänge en Detail nachvol­lziehen lassen – und dies effizient und kostengün­stig. Beson­ders junge Unternehmen prof­iteren davon. Deutsche Unternehmen sind dies­bezüglich glob­ale Vor­re­it­er. So rüstete Thyssen Krupp kür­zlich die tech­nis­che Abteilung sein­er Aufzug-Sys­teme mit HoloLens-Brillen aus.

In welchen Bere­ichen hast Du schon Bekan­ntschaft mit virtueller oder aug­men­tiert­er Real­ität gemacht? Wir freuen uns auf Deinen Kom­men­tar.

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