Tom Cruise in Mission: Impossible - Rogue Nation
© Paramount Pictures
Vier luftig bekleidete Maklerinnen
Gru und die Minions
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Gefahrenjob Film: Die 6 fatalsten Set-Unfälle der Filmgeschichte

Explo­sio­nen, Helikopter­ab­stürze und wilde Ver­fol­gungs­jag­den: Immer wieder kommt es beim Dreh zu ein­er Vielzahl an Unfällen – nicht wenige enden tragisch. Erfahrt hier mehr über die schlimm­sten Tragö­di­en an Film­sets, die mit den Jahren zahlre­iche Stunt­män­ner, Kam­eraleute und Film­stars das Leben oder die Gesund­heit gekostet haben.

Sta­tis­tiken zufolge wer­den laut Bericht­en des britis­chen Online-Mag­a­zins The Tele­graph jährlich zwis­chen 20 und 40 Men­schen bei Film­drehs weltweit entwed­er schw­er ver­let­zt oder sog­ar getötet. Das ist pro­por­tion­al sog­ar mehr als bei der US-Strafver­fol­gung, dem Straßen- oder Berg­bau.

Allein seit 1990 star­ben min­destens 43 Beteiligte an Film- und TV-Sets in den USA, wie die britis­che Online-Plat­tform der Dai­ly Mail berichtet. Mehr als 150 erlit­ten so schwere Ver­let­zun­gen, dass ihr ganzes Leben davon beein­trächtigt wurde.

Dabei sind die Sicher­heitsvorkehrun­gen an Sets heute so hoch wie nie zuvor. Doch enge Zeit­pläne und die Forderung nach immer mehr Bom­bast auf der Lein­wand fordern ihren Zoll.

Viele dieser Fälle ger­at­en gar nicht erst an die Öffentlichkeit, oft­mals wer­den die tragis­chen Vorkomm­nisse ver­tuscht. Wie groß die Dunkelz­if­fer ger­ade bei kleineren Pro­duk­tio­nen ist, bleibt schw­er abzuschätzen.

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Am Set von Blade Run­ner verunglück­te ein Arbeit­er tödlich, Har­ri­son Ford selb­st ver­let­zte sich beim Dreh zu Star Wars 7 | © Warn­er Bros.

Bei genauer Recherche sieht man, dass es selb­st bei großen Block­bustern, die jed­er ken­nt, regelmäßig zu schreck­lichen Vor­fällen kommt. Erfahrt hier von den gefährlich­sten Set-Unfällen und den schw­er­sten Ver­let­zun­gen und Todes­fällen, die Hol­ly­woods Film­drehs über die Jahre hin­weg erschüt­tert haben.

The Crow - Die Krähe (1994)

Ein­er der bekan­ntesten tödlichen Vor­fälle am Set ereignete sich 1993 beim Dreh von The Crow. Durch einen fatal­en Fehler wurde Bran­don Lee, der Sohn der Mar­tial-Arts-Leg­ende Bruce Lee, im Alter von nur 28 Jahren erschossen.

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Bran­don Lee in sein­er let­zten Rolle als Eric Draven | © EuroVideo Medi­en GmbH

Der Unfall:

Für das Drehen von Nahauf­nah­men eines 44er-Mag­num Revolvers wur­den echte Patro­nen­hülsen ver­wen­det, denen das Schießpul­ver ent­nom­men wurde. Eine dieser Hüllen blieb jedoch nach dem Abfeuern im Lauf steck­en, was jedoch nicht ent­deckt wurde.

Als man dann mit der Waffe – dies­mal mit Platz­pa­tro­nen – für die näch­ste Szene auf Bran­don Lee feuerte, kat­a­pul­tierte der Druck die echte Kugel­hülse her­aus. Mit tödlich­er Wucht traf diese Lee in den Bauch. Er ver­starb nur wenig später im Kranken­haus.

Die Fol­gen:

Das Unglück wurde als tragis­ch­er Unfall eingestuft. Mit dem Ein­ver­ständ­nis von Lees Ver­lobter und sein­er Mut­ter wurde der Dreh zu The Crow fort­ge­set­zt und abgeschlossen. Der Film wurde ein Kassen­schlager und – mor­bider­weise auch wegen des schreck­lichen Vor­falls – zum Kulth­it für zahlre­ichen Fans.

The Crow - Die Krähe ist bei Sky ver­füg­bar (Link zur Anzeige).

Unheimliche Schattenlichter – Twilight Zone (1983)

Beim Dreh zum von Steven Spiel­berg pro­duzierten Film der beliebten TV-Serie Twi­light Zone kam es zu einem der schreck­lich­sten Unglücke in der Geschichte Hol­ly­woods.

Durch einen Helikopter­ab­sturz wur­den der Schaus­piel­er Vic Mor­row und die bei­den Kinder­darsteller Myca Dinh Le (7) und Renee Shin-Yi Chen (6) getötet.

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Fatale Hub­schrauberun­fälle sind keine Sel­tenheit bei Film­drehs | © STUDIOCANAL

Der Unfall:

Der Hub­schrauber flog bei ein­er von der Pyrotech­nik gezün­de­ten Explo­sion zu tief und ver­lor die Kon­trolle. Die am Boden ste­hen­den Schaus­piel­er Mor­row, Le und Chen kamen beim Absturz der Mas­chine ums Leben.

Die Fol­gen:

Nach zehn Jahren Gerichtsver­hand­lun­gen führte der schreck­liche Unfall zu mas­siv­en Änderun­gen der Sicher­heitsvorschriften bei Film­drehs. Ins­beson­dere die Anwe­sen­heit von Kindern bei Nacht­drehs sowie bei effek­tre­ichen Szenen unter­liegen sei­ther viel stärk­eren Reg­ulierun­gen.

Unheim­liche Schat­ten­lichter – Twi­light Zone ist bei Max­dome ver­füg­bar (Link zur Anzeige).

The Dark Knight (2008)

Bei den Auf­nah­men ein­er Ver­fol­gungs­jagd für Christo­pher Nolans Bat­man-Film The Dark Knight wurde der Kam­era­mann Con­way Wick­liffe durch einen Autoun­fall getötet.

© Warner Bros.

Neben dem ver­stor­be­nen Heath Ledger wurde auch Kam­era­mann Con­way Wick­liffe in den Cred­its geehrt | © Warn­er Bros.

Der Unfall:

Wick­liffe saß in einem Auto, das par­al­lel zu einem Stunt-Fahrzeug fuhr. Als sein Fahrer eine 90-Grad-Kurve ver­passte, krachte der Wagen mit etwa 30 km/h in einen Baum. Wick­liffe, der sich zum Fil­men wohl aus dem Fen­ster gelehnt hat­te, starb noch an der Unfall­stelle.

Die Fol­gen:

Der Stunt-Koor­di­na­tor Chris Cor­bould wurde wegen Ver­stößen gegen die Sicher­heit­saufla­gen angeklagt, später aber freige­sprochen. Die polizeilichen Unter­suchun­gen bew­erteten den Todes­fall als tragis­chen Unfall.

The Dark Knight ist in der Uni­ty­media Videothek ver­füg­bar.

Lone Ranger (2013)

Auch beim Dreh zu der West­ernkomödie Lone Ranger mit John­ny Depp kam es auf­grund von nicht einge­hal­te­nen Sicher­heitsvor­gaben zu einem tödlichen Vor­fall.

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John­ny Depp und Armie Ham­mer in Lone Ranger | © Dis­ney

Der Unfall:

Der Tauch­er Mike Bridger ertrank, als er einen acht Meter tiefen Wasser­tank vor­bere­it­en und säu­bern wollte. Dieser war für eine Unter­wasser­szene vorge­se­hen. Ent­ge­gen der Vorschriften war wed­er ein Auf­se­her für die Tauchein­sätze, noch ein Ersatz- und Assis­ten­z­tauch­er anwe­send.

Der eigentlich pflicht­gemäße regelmäßige Funkkon­takt wurde eben­falls nicht einge­hal­ten. Zusät­zlich wurde Bridger vor dem Ein­satz wed­er medi­zinisch unter­sucht, noch wurde seine Krankengeschichte über­prüft. Bericht­en zufolge soll Bridger einen Herz­in­farkt erlit­ten haben. Von offizieller Seite wurde dies jedoch nie bestätigt.

Die Fol­gen:

Auf­grund der schw­er­wiegen­den Ver­stöße gegen die Vorschriften wurde die Pro­duk­tions­fir­ma Sil­ver Bul­let zu ein­er Strafe von 61.445 US-Dol­lar verurteilt.

Lone Ranger ist in der Uni­ty­media Videothek ver­füg­bar.

Midnight Rider: The Greg Allman Story (2014)

Eine fahrläs­sige und mas­siv riskante Fehlentschei­dung des Regis­seurs Ran­dall Miller führte am ersten Drehtag der Musik­er-Biografie Mid­night Rid­er zu einem Unglück, das ein Todes­opfer forderte.

©Universal Pictures

William Hurt (Robin Hood) sollte die Titel­rolle des Musik­ers Gregg All­man übernehmen | © Uni­ver­sal Pic­tures

Der Unfall:

Regis­seur Miller wollte eine Traum­se­quenz auf ein­er Eisen­bahn­brücke fil­men. Dabei sollte ein Kranken­haus­bett auf die Gleise gestellt wer­den. Das Prob­lem: Er bekam keine Genehmi­gung für den Dreh. Die Strecke stand also unter reg­ulärem Betrieb.

Als sich plöt­zlich ohne Vor­war­nung ein Zug näherte, blieb der Film­crew nur wenig Zeit, ihr Equip­ment von der Brücke zu ent­fer­nen. Panisch ran­nten sie um ihr Leben, doch die 27-jährige Kam­er­aas­sis­tentin Sarah Jones wurde vom Zug erfasst und getötet. Auch einige der anderen Crew-Mit­glieder erlit­ten Ver­let­zun­gen.

Die Fol­gen:

Zum ersten Mal seit dem tödlichen Unfall bei Twil­light Zone wur­den die Ver­ant­wortlichen wegen Totschlags angeklagt. Im Gegen­satz zu dem Fall von 1983 kam es aber dies­mal zu einem Urteilsspruch: Nach­dem sich Miller schuldig bekan­nte, wurde er zu zwei Jahren Haft, zehn Jahren Bewährung, ein­er Geld­strafe und einem Berufsver­bot verurteilt.

Ein his­torisches Urteil, denn schließlich war Miller damit der Erste, der wegen eines Todes­falls in der Film­pro­duk­tion ins Gefäng­nis musste – auch wenn er sich schon nach einem Jahr wieder auf freiem Fuß befand. Pro­duk­tions-Man­ag­er Jay Sedr­ish und die Erste Regieas­sis­tentin Hillary Schwartz wur­den eben­falls zu zehn Jahren Bewährung und einem eben­so lan­gen Auss­chluss von sicher­heit­srel­e­van­ten Posten verurteilt.

Der Film Mid­night Rid­er: The Greg All­man Sto­ry wurde nie fer­tiggestellt.

Resident Evil: The Final Chapter (2017)

Bei den Drehar­beit­en zum Abschluss der Res­i­dent Evil-Rei­he The Final Chap­ter kam es 2015 zu gle­ich zwei Hor­ror-Unfällen.

© Constantin Film

Mil­la Jovovich im let­zten Teil der Res­i­dent Evil-Saga | © Con­stan­tin Film

Die Unfälle:

So erwis­chte es zunächst das Stunt­dou­ble Olivia Jack­son in Südafri­ka, als sie während ein­er Motor­rad­szene in einen met­al­lenen Kam­er­aarm krachte. Sie erlitt schwere Kopfver­let­zun­gen, eine angeris­sene Lunge und musste für zwei Wochen ins kün­stliche Koma ver­set­zt wer­den. Später wurde der jun­gen Frau auf­grund der mas­siv­en Schä­den auch noch der linke Arm amputiert.

Nur zwei Tage nach dem schreck­lichen Unfall von Jack­son rollte ein Hum­mer H1-Jeep von ein­er Plat­tform und zer­quetsche unter sich das Crew-Mit­glied Ricar­do Cor­nelius. Der 34-Jährige starb kurz darauf im Kranken­haus.

Die Fol­gen:

Res­i­dent Evil: The Final Chap­ter erschien 2017 im Kino. Zwar wur­den im Fall von Cor­nelius Ermit­tlun­gen ein­geleit­et, doch über deren Ergeb­nisse ist nichts weit­er bekan­nt gewor­den.

Res­i­dent Evil: The Final Chap­ter ist bei Sky und Max­dome ver­füg­bar (Links zu den Anzeigen).

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