Smart Grid: so werden Stromnetze intelligent

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Smart Grid: so werden Stromnetze intelligent

Digitale Technologien sind nicht nur der Schlüssel für den Erfolg der Energiewende, sondern auch für jedes wirtschaftlich effiziente und nachhaltige Handeln. Intelligente Energienetze stellen dank IoT den Strom genau dort zur Verfügung, wo er gerade benötigt wird. Wie das funktioniert, zeigen Vodafone und Kiwigrid mit einer smarten Komplettlösung auf der Branchenmesse E-world in Essen.

Was braucht es, um energieeffizient und nachhaltig wirtschaften zu können? Zum einen Kontrolle über den eigenen Energieverbrauch, zum anderen Flexibilität, um auf Preis- und Angebots-Schwankungen des Stromnetzes reagieren zu können. Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom interessiert sich die Mehrheit der Bundesbürger für innovative Stromangebote wie flexible Tarife (76 Prozent) und befürwortet die Energiewende (78 Prozent). Doch wie lässt sich eine flexible, klimafreundliche und hocheffiziente Versorgungssicherheit umsetzen? Eine Antwort liefern Vodafone und das Dresdner IT-Startup Kiwigrid mit einer smarten Gesamtlösung zur Digitalisierung des Stromnetzes.

Das Internet der Dinge für zukunftssichere Netze

Immer mehr Privathaushalte, aber auch Unternehmen produzieren ihre Energie bereits mittels Photovoltaikanlage oder Blockheizkraftwerk selbst. Durch die Einspeisung des grünen Stroms ins öffentliche Netz leisten sie einen aktiven Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Doch die dezentrale Produktion durch immer mehr Kleinanlagen stellt das Versorgungssystem auch vor neue Herausforderungen. Um die Erzeugung, Verteilung, Speicherung sowie den Verbrauch optimal aufeinander abstimmen zu können, braucht es eine intelligente Vernetzung aller Komponenten. Eine leistungsstarke Infrastruktur und IoT-Lösungen sind daher der Schlüssel für die effiziente Nutzung regenerativer Energien. Mit dem smarten System alle Aspekte des Energiemanagements sinnvoll miteinander verknüpft werden.

Smart Grid mit Vodafone und Kiwigrid.

Energy-Monitoring: Mehr Transparenz für eine optimierte Energienutzung

Durch intelligente Zähler (Smart Meter) erfasst das System kontinuierlich Daten zum Energieverbrauch, der -Nutzung und den zugeführten Strommengen. Diese Werte werden über die cloudbasierte IoT-Plattform von Kiwigrid visualisiert und ausgewertet. So können Unternehmer, Immobilienbesitzer oder auch Mieter jederzeit ihren Strombedarf, die Verbrauchs- und Kostenentwicklung einsehen, um das Nutzungsverhalten zu optimieren. Zugleich können sie die Einspeisung, Speicherung und Verteilung selbsterzeugter Energie über das Online-Portal ganz nach Bedarf koordinieren. So stellt das System den Strom immer genau dort zur Verfügung, wo er gerade benötigt wird, um den Gesamtverbrauch und die Kosten zu reduzieren.

Automatisierte Verteilung: Maximum an Effizienz und Flexibilität

Einsparungen lassen sich ebenso durch die automatisierte Überwachung und Steuerung des Systems erreichen. Dafür können zum Beispiel die Solarzellen auf dem Dach mit energieverbrauchenden Geräten im Smart Building oder am IT-Arbeitsplatz verbunden werden. So lässt sich der selbsterzeugte Strom ohne Verluste auf die Wärmepumpe im Keller, auf vernetzte Speichersysteme oder auch Ladestationen für Elektroautos verteilen. Das System analysiert dabei automatisch Verbrauchsmuster sowie den Bedarf. Es entscheidet selbständig, ob die erzeugte Energie vor Ort genutzt werden soll oder ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet werden kann. Das Energiemanagement für die betriebliche Produktion passt sich so optimal an das schwankende Netzangebot an.

Digitale Technologien für die kommunikative Vernetzung von Systemkomponenten werden im Energiesektor immer mehr disruptive Innovationen hervorbringen, die den Weg für das Smart Grid der Zukunft ebnen. Damit bieten sich nicht nur neue Geschäftsmodelle für Startups wie Kiwigrid, sondern auch Wettbewerbsvorteile für etablierte, moderne Firmen, die ebenso flexibel wie effizient auf Markt- und Umweltveränderungen reagieren müssen.

Die smarte Gesamtlösung im Smart Grid von Vodafone und Kiwigrid.

Photo: Kiwigrid GmbH

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