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Branchen im Wandel – so verändert Digitalisierung Bau, Gesundheit und Einzelhandel

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Digitalisierung verändert Unternehmen weltweit und branchenübergreifend. Einige industrielle Branchen in Deutschland machen sich disruptive Technologien zu Nutzen während andere noch zögerlich auf die sich ändernden Prozesse reagieren. Aber welchen Einfluss hat die digitale Transformation auf einzelne Branchen? Ein Analyse von Einzelhandel, der Bau-, Gesundheits- sowie der Immobilienbranche.

Digitalisierung im Einzelhandel: Im Wettlauf um Relevanz

Dass sich digitale Trends wie Mobile Shopping und Social Commerce merklich auf den Kaufprozess und das -Verhalten auswirken, bestätigen die Ergebnisse der Total Retail-Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Dabei gab rund die Hälfte von 23.000 Befragten aus 25 Ländern an, Produkte vorab online zu recherchieren. Zudem kaufen bereits 39 Prozent der Deutschen bevorzugt im Internet – immer häufiger auch mit dem Smartphone. Der Onlinehandel wächst somit derzeit deutlich stärker als der stationäre Handel und nimmt diesem teilweise bereits Marktanteile ab. Bis 2020 würden etwa 75 Prozent der deutschen Konsumenten zumindest in einigen Produktkategorien mit dem Smartphone einkaufen, prognostiziert die PwC-Studie. Genau in diesen digitalen Trends zeigt sich für Händler Potential, das es im Wettbewerb um Relevanz zu nutzen gilt.

 

Digitalisierung des Gesundheitswesen: Wachsende Bedeutung von „Digital Health“

Auch in der Gesundheitsbrache läutet die Digitalisierung bereits einen Wandel für alle Sektoren und Marktteilnehmer ein. Von der Prävention über die Diagnose bis hin zur Therapie wird die gesamte „Patientenreise“ durch digitale Werkzeuge und Interaktionen verändert – mit entsprechenden Folgen für Geschäftsmodelle und Marktanteile. So gehen die Roland Berger-Experten in ihrem Bericht Digital and disrupted: All change for healthcare davon aus, dass das weltweite Marktvolumen digitaler Anbieter in der Pharmaindustrie bis 2020 bei mehr als 200 Milliarden Euro Umsatz liegen wird – ein jährlicher Zuwachs von über 20 Prozent. Die Angebote umfassen Fitness-Wearables, Tele-Gesundheitsberatung oder auch Online-Medikamentierung. Auch hier müssen sich Unternehmen also überlegen, wie sie ihr Geschäftsmodell an diesen Umbruch anpassen.

Digitalisierung des Baugewerbe: Unternehmer der Zukunft setzen auf digitale Tools

Auch in der Bauindustrie werden Chancen der digitalen Transformation zwar zunehmend erkannt, aber noch nicht ausreichend genutzt, wie eine Studie von Roland Berger ergab. So stimmen 93 Prozent der 40 befragten Akteure aus der Baubranche der Aussage zu, dass die Digitalisierung die Gesamtheit ihrer Prozesse beeinflussen wird. Jedoch glauben 100 Prozent der Baustoffunternehmer, das Potential der Digitalisierung noch nicht vollständig auszuschöpfen. Tatsächlich nutzen derzeit weniger als sechs Prozent der Baufirmen durchgehend digitale Planungsinstrumente, obwohl diese bereits zahlreich verfügbar sind und maßgeblich die Produktivität steigern könnten. Ohne eine konsequente Umsetzung würden Baufirmen laut der Experten von Roland Berger langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel setzen.

 

Digitalisierung der Immobilienbranche: Big Data ist wichtiges Thema

Für über 90 Prozent der klassischen Immobilienunternehmen ist die Digitalisierung ein relevantes Handlungsfeld und 83 Prozent setzen bereits innovative digitale Technologien wie Big Data & Data Mining sowie mobile Arbeitsgeräte und Cloud-Technologien ein. Das ergab eine Studie vom Zentraler Immobilien Ausschuss und Ernst & Young. Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz und Augmented Reality sind für die etablierten Unternehmen weniger wichtig, stehen aber im Fokus von aufkommenden Start-Ups. Junge Technologieunternehmen der Immobilienwirtschaft haben einen Vorsprung beim Thema Digitalisierung.

Damit sich die in manchen Branchen vorhandenen zwei Geschwindigkeiten angleichen, gilt es für Unternehmen jeder Größe die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen und Geschäftsprozesse anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

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