Blockchain: Bitcoin-Technik revolutioniert das digitale Business

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Blockchain: Bitcoin-Technik revolutioniert das digitale Business

Kryptisches Neuland ist die Blockchain-Technologie längst nicht mehr. Experten handeln sie bereits als den wichtigsten Tech-Trend der kommenden Jahre und größte Innovation des digitalen Zeitalters. Mit dem einheitlichen Datenbanksystem ließen sich wirtschaftliche Prozesse branchenübergreifend vereinfachen, transparenter gestalten und effizienter abwickeln – weit über den Finanzsektor oder digitale Währungen hinaus.

Der Bitcoin boomt. In den letzten Monaten stieg der Preis der Kryptowährung schneller, als Sie „Blockchain“ sagen konnten. Doch schon Börsen-Senior André Kostolany wusste: Bei einem Goldrausch sollten Anleger nicht in Goldgräber investieren, sondern in Schaufeln. Tatsächlich zeigt das Beispiel Bitcoin, warum sich für Unternehmen vor allem eine Investition in die zugrundeliegende Technologie auszahlt: Blockchain.

Was ist Blockchain?

Einfach gesagt beschreibt Blockchain ein digitales Kassenbuch, das sich mit jeder Transaktion selbstständig fortschreibt. Jedes Datenblatt (Block) enthält einen kryptographischen Fingerabdruck des vorherigen Blocks. So entsteht eine Verkettung (Chain) von Datensätzen, die sich zu einem lückenlosen Register zusammenreihen. Da die virtuellen Kopien jeder Transaktion auf den Rechnern aller anonymen Datenbank-Teilnehmer liegen, sind Manipulationen praktisch unmöglich. Dieses Peer-to-Peer-Prinzip (P2P) schafft Vertrauen und die technische Basis für sichere Zahlungssysteme.

Blockchain ist mehr als Bitcoin

Hohe Wellen schlug das Thema Blockchain bislang vor allem in der Finanzwelt – nicht nur wegen dem steigenden Bitcoin-Wert. Denn wenn sich Online-Transaktionen selbstständig dokumentieren und von vielen Nutzern dezentral verwaltet werden, wären zentrale Kontrollinstanzen oder Intermediäre wie Banken, Notare, Börsen- und Kreditinstitute faktisch überflüssig. Zudem können Transaktionen deutlich schneller abgewickelt werden, was wiederrum Zeit und Kosten spart. In Zukunft könnten Geschäfts- und Handelspartner aber nicht nur Zahlungsvorgänge in einer Blockchain hinterlegen, sondern auch Urkunden, Miet- oder Kaufverträge, die als sogenannte „Smart Contracts“ fälschungssicher erfasst werden.

Einfach und effizient: ein attraktives Modell für alle Branchen  

Unabhängig von virtuellen Währungen und dem Finanzmarkt hat sich Blockchain zu einer eigenständigen Innovation entwickelt, die in vielen Wirtschaftszweigen bahnbrechende Änderungen anstoßen könnte. In der Logistik ließe sich zum Beispiel der Warenfluss jedes Produkts lückenlos dokumentieren und wäre entlang der gesamten Wertschöpfungskette für alle Beteiligten einsehbar. Aktuell experimentiert bereits der Schiffslogistik-Riese Maersk mit Blockchain zur Güter-Verfolgung. Denselben Effekt hätte eine verkettete Datenbank in der Energiewirtschaft. Beispielsweise könnten beim Internet of Things wirtschaftliche (Minimal-)Beträge für Strom, Nutzung oder Wartung einzelner Geräte über eine Blockchain-Software automatisch verarbeitet und beglichen werden.

Blockchain für Transparenz und Rechtssicherheit in der Bürokratie

Auch in Behörden oder Verwaltungen könnte Blockchain komplexe bürokratische Schritte digitalisieren und vereinfachen. Dabei ließen sich Rechtsgrundlagen wie Policen, Urheberrechte oder die Bonität für Darlehen direkt durch Algorithmen prüfen. Abläufe wären durch die Open-Source-Architektur der Blockchain-Software transparent und für jeden Bürger bzw. Netzwerk-Nutzer nachvollziehbar. Diese Vorteile veranlasste zuletzt die Stadtverwaltung von Moskau, die Blockchain-Technik in ihr elektronisches Wahlsystem zu integrieren – vielleicht ein Pioniermodell für das E-Voting der digitalen Zukunft.

Vorsprung durch Innovation – doch deutsche Unternehmen zögern

Besonders in der Automobilbranche bergen Blockchain-Systeme vielfältiges Potential – nicht nur in der Produktion, sondern beispielsweise beim künftigen Bezahlen an E-Tankstellen oder „profanen“ Problemen wie der Manipulation des Kilometerstands von Fahrzeugen. Hierzulande verweilt die Innovation aber noch auf dem Standstreifen. Zur Hub Conference in Berlin fragte der Digitalverband Bitkom Unternehmer nach den wichtigsten Zukunfts-Technologien. Obwohl 55 Prozent der Befragten überzeugt sind, dass Blockchain-Systeme für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wichtig sind, verfolgen oder planen gerade mal zwei Prozent konkrete Blockchain-Projekte.

Blockchain-Durchbruch: eine Verkettung zukünftiger Umstände

Am Bitcoin-Beispiel zeigt sich auch, was den Siegeszug der Blockchain-Technologie ausbremsen könnte: die Vervielfältigung der verketteten Datensätze setzt enorme Rechenkapazitäten voraus. Je mehr Bitcoins erzeugt werden, desto rechenintensiver wird das sogenannte Bitcoin-Mining, also der Prozess zur Verarbeitung und Synchronisation der Datenblöcke. Somit steigt der Energieverbrauch. Ergo benötigen Treiber von Blockchain-Rechenzentren besonders energieeffiziente Technologien.

Diese Herausforderung ändert jedoch nichts daran, dass sich Blockchain aktuell zu einer der größten Innovationen der digitalen Zukunft entwickelt. Abseits der Schlagzeilen um Kryptowährungen dürfte das Jahr 2018 schon erste Business-Anwendungen hervorbringen. Schließlich formieren sich bereits in aller Welt Blockchain-Startups mit dem Ziel, globale Handelsaktionen zu vereinfachen.

 

Planen Sie bereits in die Zukunfts-Technologie zu investieren oder eigene Blockchain-Projekte zu starten? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. 

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