Mann checkt die Instagram-App auf seinem Smartphone.

Jetzt wird’s persönlich: Facebooks Assistent „M“ kümmert sich um Deine Angelegenheiten

Face­book hat seinen Mes­sen­ger mit dem Ser­vice „M“ erweit­ert. Dahin­ter ver­birgt sich ein Assis­tent, der viel mehr kann als die Konkur­renten Siri, Cor­tana und Google Now. Einen Tisch beim näch­st­gele­ge­nen Ital­iener reservieren zum Beispiel. Oder den kom­menden Urlaub buchen. Für einen rei­bungslosen Ablauf sorgt ein Hybrid aus Men­sch und Mas­chine.

Der kür­zlich vorgestellte Ser­vice mit der Beze­ich­nung „M“ hat es sich zur Auf­gabe gemacht, dem Nutzer in jeglich­er Hin­sicht ganz per­sön­lich zur Seite zu ste­hen. Während sim­ple Anfra­gen noch automa­tisch von „M“ bear­beit­et wer­den, übernehmen men­schliche Helfer des Ser­vices dann die Kon­trolle, wenn die Mas­chine nicht mehr alleine weit­erkommt. Ob eine Anfrage allerd­ings von Men­sch oder Mas­chine bear­beit­et wird, bekommt der Nutzer gar nicht erst mit. Dieser gibt seine schriftliche Anfrage, beispiel­sweise nach dem näch­st­gele­ge­nen Restau­rant, ein­fach in das Chat­fen­ster ein und wartet auf eine Antwort. Ist sich „M“ bei ein­er Auf­gabe nicht ganz sich­er, fragt das Pro­gramm noch ein­mal beim Benutzer nach. Der Clou: Der Algo­rith­mus von „M“ soll von den men­schlichen Kol­le­gen ler­nen, um kün­ftig mehr Auf­gaben eigen­ständig lösen zu kön­nen.

11890988_10156070655185195_4945843629380291283_n

Testphase mit begrenzten Teilnehmern

Der Dienst befind­et sich derzeit noch in der Test­phase und ste­ht darüber hin­aus bish­er nur einem kleinen Test­pub­likum zur Ver­fü­gung. Wann Face­book den bis­lang kosten­losen Dienst ausweit­et, hat der Konz­ern nicht ver­rat­en. In Anbe­tra­cht des benötigten Per­son­alaufwands bleibt allerd­ings ohne­hin erst ein­mal abzuwarten, wie Face­book seinen neuen Ser­vice allen 700 Mil­lio­nen Mes­sen­ger-Nutzern zur Ver­fü­gung stellen will.

Butler auf Knopfdruck

Das Prinzip des dig­i­tal­en But­lers ist schon längst keine Neuheit mehr, son­dern wurde mit­tler­weile von mehreren Start-ups in die Tat umge­set­zt. In Deutsch­land gehört beispiel­sweise GoB­ut­ler zu den beliebtesten But­ler-Apps. Dahin­ter ver­ber­gen sich auss­chließlich men­schliche Gesprächspart­ner, die die Anfra­gen der Nutzer bear­beit­en.

iStock_000016120865

Die Assistenten im Vergleich

Apple hat Siri, Google hat Google Now, Microsoft hat Cor­tana und Face­book hat nun M. An dig­i­tal­en Assis­ten­ten fehlt es uns mit­tler­weile nicht mehr. Und das ger­ade mal vier Jahre, nach­dem Apple die Pio­nierin Siri das erste Mal der bre­it­en Masse zugänglich machte. Worin sich die dig­i­tal­en Helfer unter­schei­den, haben wir für Dich zusam­menge­fasst.

Siri

Die Pio­nierin der Sprachas­sis­ten­ten funk­tion­iert als Einzige der vier Mit­stre­it­er auss­chließlich über Spracheingabe. Eine alter­na­tive Eingabe per Tas­tatur gibt es nicht. Während Siri beson­ders in der Anfangsphase noch einen recht beschei­de­nen Funk­tion­sum­fang besaß, hat Apple die Gute nun deut­lich mehr in das iOS-Sys­tem inte­gri­ert. Siri kann neben den üblichen Anfra­gen nach Wet­ter, Wegbeschrei­bung, etc. mit­tler­weile auch Funk­tio­nen auf dem iPhone beziehungsweise iPad aktivieren oder Apps öff­nen. Nettes Gim­mick: Siri ist zu jed­er Zeit für Small Talk zu haben und plaud­ert mit Dir auch gerne mal über Gott und die Welt.

Google Now

Die App aus dem Hause Google besitzt eine Art Start­seite, auf der Anfra­gen entwed­er eingetippt oder einge­sprochen wer­den kön­nen. Während Google Now allerd­ings immer wieder Prob­leme beim Ver­ste­hen von Straßen­na­men hat, funk­tion­ieren Sach­fra­gen hinge­gen vor­bildlich effek­tiv und rasend schnell.

Cortana

Die Assis­tentin aus dem Hause Microsoft hat sich unter Win­dows 10 im Such­feld der Startleiste ein­gerichtet. Alle eingetippten Suchan­fra­gen wer­den nun also von Cor­tana ver­wal­tet. Die Spracheingabe funk­tion­iert ähn­lich zuver­läs­sig wie bei Siri. Nur braucht es dazu etwas Ruhe. Umge­bungs­geräusche brin­gen Cor­tana näm­lich recht schnell aus dem Konzept. Etwas schade ist die Tat­sache, dass die Assis­tentin in vie­len Fällen nicht per Sprachaus­gabe antwortet, son­dern lediglich Suchergeb­nisse von Bing präsen­tiert. Schriftliche Suchan­fra­gen bear­beit­et sie dafür schnell und zuver­läs­sig. Auch das Öff­nen von Pro­gram­men und Apps sowie Kalen­der­funk­tio­nen und Noti­zen klap­pen ziem­lich gut. Cor­tana gibt es für US-Nutzer seit kurzem übri­gens auch als App in der Beta-Ver­sion für Android.

M

Dann wäre da noch die neue Ser­viceleis­tung aus dem Hause Face­book, hin­ter der ein super­schlauer Com­put­er und reale Men­schen steck­en. Geht es nach dem Konz­ern, soll der Mes­sen­ger in Zukun­ft die zen­trale Anlauf­stelle für sämtliche Fra­gen und Belange des Nutzers ein­nehmen. Dies geschieht auss­chließlich per Tex­teingabe im Mes­sen­ger, worüber sich der Nutzer ganz nor­mal mit „M“ unter­hält und Auf­gaben stellt.

Sollte es Face­book tat­säch­lich gelin­gen, „M“ für alle Nutzer in den Mes­sen­ger zu inte­gri­eren, kannst Du Deine organ­isatorischen Angele­gen­heit­en wie Ter­min­vere­in­barun­gen oder Event­pla­nun­gen vielle­icht bald kom­plett an den virtuellen Assis­ten­ten abgeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren