Gesundheits-Apps auf Rezept: Deshalb profitierst Du davon

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Gesundheits-Apps auf Rezept: Deshalb profitierst Du davon

Wenn Du die App-Stores durchstöberst, fällt Dir bestimmt schnell auf, dass es für nahezu jeden Lebensbereich Apps gibt. Und auch Deine Gesundheit kannst Du über die smarten Handy-Applikationen tracken. Ab 2020 soll es diese sogenannten Gesundheits-Apps auf Rezept geben. Warum das so ist und was Du davon hast, erfährts Du hier.

Gesundheits-Apps auf Rezept kommen Dir vor allem dann zugute, wenn Du zum Beispiel an einer chronischen Krankheit leidest oder regelmäßig Medikamente einnehmen musst. Doch leider sind diese medizinisch notwendigen Anwendungen nicht immer kostenlos. Mit dem Gesetzentwurf zur Digitalisierung des Gesundheitswesens sollen solche medizinischen Apps zukünftig von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Mit der Kostenübernahme werden diese dann für noch mehr Menschen zugänglich.

Migräne, Diabetes und Co.: So helfen Dir die digitalen Anwendungen im Alltag

Leidest Du an Migräne, Diabetes oder hat Dein Kind eine Sehschwäche? Für diese und zahlreiche weitere gesundheitlichen Einschränkungen und Krankheiten gibt es Apps, die den Genesungsprozess unterstützen oder im alltäglichen Umgang mit den Symptomen helfen. So kannst Du zum Beispiel ein Diabetes-Tagebuch führen oder Dich an die Einnahme Deiner Medikamente erinnern lassen. Es gibt aber auch speziellere Apps wie beispielsweise die Therapie-App für Kinder mit Sehschwäche, die die Barmer Krankenkasse ihren Versicherten anbietet.

Wenn Du an Migräne leidest, hilft Dir der Migräne Buddy weiter. Mit dieser medizinischen App führst Du ein Migräne-Tagebuch und findest so nach und nach Deine persönlichen Trigger heraus. Die App wertet unter anderem die Wetter- und Luftdruckdaten in Deiner Umgebung aus. Gibst Du in die App immer den Anfang und das Ende Deiner Migräneattacke ein, findest Du mit der Zeit heraus, ob es zwischen dem Wetter und Deiner Migräne einen Zusammenhang gibt. Auch Dein Schlafverhalten, Alkohol oder Stress kannst Du mit der App als Trigger testen lassen.

Mit der App Fibricheck bestimmst Du beispielsweise Deinen Puls und Herzrhythmus. Dazu legst Du einfach Deinen Finger auf die geöffnete Kamera Deines Smartphones und schon startet die Messung. Bist Du wegen Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck in ärztlicher Behandlung, kannst Du die Daten auch direkt online mit Deinem Arzt teilen.

Gesundheits-Apps auf Rezept müssen offizielle Zulassung erhalten

Damit Du Dir solche Gesundheits-Apps auf Rezept verschreiben lassen kannst, müssen diese natürlich erst zugelassen werden. Um eine solche Zulassung zu erhalten, reichen die App-Hersteller ihre Entwicklung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ein. Das Institut prüft sie dann auf Datensicherheit, Datenschutz und Funktionalität. Ist der Test bestanden, haben die Hersteller ein Jahr lang Zeit, um zu zeigen, dass ihre App funktioniert und eine positive Wirkung auf die Gesundheit hat. In diesem Testzeitraum übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die App, nach einem Jahr wird dann ein Resümee gezogen.

Digitale Arztpraxis: Rezept und Krankenschein einfach per Mail erhalten

Damit Du nicht mehr für jeden Schnupfen zum Arzt gehen musst, wird im Gesetzentwurf zur Digitalisierung des Gesundheitswesens ein ganzes Maßnahmenpaket vorgestellt. So sollst Du auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Rezepte per Mail erhalten können. Und auch der Arztbrief soll künftig elektronisch werden.

Nutzt Du jetzt schon Gesundheits-Apps oder würdest Du Dir eine App auf Rezept verschreiben lassen? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

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