Was ist Cloud Native? Diese Vorteile bietet Cloud-basierte Software

Technologie

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Datum 13.07.2021
Lesezeit 6 Min.

Was ist Cloud Native? Diese Vorteile bietet Cloud-basierte Software

Der Begriff „Cloud Native“ beschreibt den Ansatz, Dienste zu entwickeln, die ausschließlich in der Cloud stattfinden. Dabei ist oft von „Native Cloud Applications“ (NCA) die Rede. Diese Anwendungen beruhen auf den kleinen Diensten in der Cloud, den sogenannten Microservices. Aufgrund dieser Struktur ergeben sich eine Reihe an Vorteilen bei der Steuerung und Entwicklung – zum Beispiel ein vergleichsweise hoher Grad an Flexibilität und Dynamik.

Unternehmen können NCAs in dynamischen Umgebungen betreiben. Dies sind zum Beispiel Private Clouds oder Public Clouds, aber auch die verschiedenen Kombinationen daraus, also zum Beispiel Hybrid Clouds und Multi Clouds. Wie das Zusammenspiel funktioniert und welche Vorteile Cloud Native Ihrem Unternehmen bringen kann, erfahren Sie im Folgenden.

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Cloud Native: Definition

Doch was ist Cloud Native genau? Der Begriff setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern „cloud“ („Wolke“) und „native“ („gebürtig“). Damit wird unterstrichen, dass die Daten-Cloud im Gegensatz zu lokalen Umgebungen die Grundlage für Dienste und Prozesse darstellt. Die sogenannte „Cloud Native Landscape“ hilft dabei, eine Übersicht zu den damit verbundenen Technologien zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine Karte der „Cloud Native Computing Foundation“, einem Zusammenschluss zahlreicher Unternehmen.

Wichtig für das Verständnis ist der Umstand, dass es vor allem darum geht, in welcher Form Anwendungen erstellt und zur Verfügung gestellt werden. Der Ort ist zweitrangig – ein feststehender physischer Platz, beispielsweise in einem hauseigenen Rechenzentrum, wird nicht gebraucht. Deshalb ist Cloud Computing die perfekte Umgebung, um eben solche Dienste bereitzustellen und zu verwalten.

Ein weiteres Kennzeichen von Cloud Native ist die Zeit. Dienste und Anwendungen werden nicht mehr linear entwickelt. Stattdessen zerlegen die Entwickler eine Software in zahlreiche Komponenten, die sie dann unabhängig voneinander entwickeln und weiterentwickeln können. Auf diese Weise wird der Entwicklungsprozess flexibler. Updates und neue Features stehen den Auftraggebern so meist schneller zur Verfügung.

YouTube / IBM Cloud

 

Cloud Native: Merkmale

Microservices und Container

Ein wesentliches Kennzeichen von Cloud Native sind sogenannte Microservices. Die kleinen Software-Anwendungen werden getrennt voneinander konzipiert und entwickelt. Anschließend bündeln die Entwickler mehrere Microservices. Die Organisation findet in Containern statt, etwa Docker; die Verwaltung erfolgt zum Beispiel über Kubernetes. Das Management der Microservices übernehmen sogenannte DevOps (siehe unten). Insgesamt sind Native-Cloud-Anwendungen relativ unabhängig von einer bestimmten Hardware oder Betriebssystemen.

Die Microservices stellen die Grundlage vieler Vorteile von Cloud Native dar. Sie garantieren beispielsweise die flexible Skalierbarkeit von Diensten und Bündeln, sodass sie genau den Anforderungen eines Unternehmens entsprechen. Auf diese Weise fördern sie eine verbesserte Performance, eine hohe Zuverlässigkeit – und am Ende eine möglichst kostengünstige Lösung.

Continuous Delivery durch Automatisierung

Damit Updates schnell und unkompliziert ausgerollt werden können, setzt Cloud Native häufig auf Automatisierung. Die Weiterentwicklung von Diensten erfolgt so kontinuierlich – und nicht wie bislang oft praktiziert nach einem fixen Arbeits- und Zeitplan für eine bestimmte Erweiterung. Das Team entwickelt, testet und liefert aus – parallel für verschiedene Microservices, unterstützt von automatisierten Prozessen.

Die Vorteile von Continuous Delivery (frei übersetzt: „durchgängige Auslieferung“) liegen auf der Hand: kurze Entwicklungszyklen und eine schnelle Auslieferung von Updates. Denn Aktualisierungen für einzelne Microservices können so direkt ausgeliefert werden, ohne auf die Fertigstellung einer gesamten Software („Monolith“) warten zu müssen. 

DevOps

Die Abkürzung DevOps steht für die Verbindung aus „Development“, also der Entwicklung, und den „IT Operations“, also dem IT-Betrieb. Wenn von DevOps die Rede ist, geht es in der Regel um eine gesteigerte Effektivität und Effizienz bei der Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Bereichen. Das Ziel ist auch hier die erhöhte Geschwindigkeit bei der Softwareentwicklung. Erreicht werden soll es unter anderem durch einen permanenten Austausch zwischen den Abteilungen. 

Eine große Rolle spielen außerdem die Vereinheitlichung oder zumindest Verzahnung der verwendeten Tools. Das möglichst reibungslose Management der Microservices in DevOps ist eine wichtige Grundlage für die Continuous Delivery.

Cloud Native: Merkmale im Überblick

  • Microservice-Architektur
  • laufende Weiterentwicklung
  • stark automatisiert 
  • unabhängig von bestimmter Hardware oder speziellen Betriebssystemen
  • Leistung exakt an Bedarf angepasst

 

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Cloud Native: Vorteile und Herausforderungen

Die dynamische und direkte Weiterentwicklung der Microservices führt im besten Fall dazu, dass Ihr Unternehmen schneller ist als der Wettbewerb. Denn so können sie umgehend auf neue Anforderungen oder Änderungen auf dem Markt reagieren, während Ihre Konkurrenten oftmals noch auf Updates warten müssen.

Das System von Microservices in möglichst ausfallsicheren Systemen soll zudem dazu führen, dass Cloud Native eine vergleichsweise hohe Datensicherheit garantieren kann. Die Microservices sind im besten Fall nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden und sehr flexibel skalierbar. Dadurch entsteht ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, das Ihrer Unternehmensbilanz zugutekommt.

Allerdings eignen sich Cloud-Native-Dienste nicht automatisch für jedes Unternehmen. So müssen Sie berücksichtigen, dass der Umzug von Lösungen in die Cloud einmalig sehr aufwendig sein kann. Außerdem benötigen auch Cloud-basierte Dienste irgendeine Form von Hardware, die nicht per Definition fehlerfrei läuft. Sicherheitslücken sind bei diesem System zwar seltener, aber dann umso schwerwiegender. Auch das DevOps-Prinzip funktioniert in der Praxis nicht immer so reibungslos wie in der Theorie; etwa wenn der kontinuierliche Austausch zwischen den Abteilungen ins Stocken gerät.

 

Die Vorteile von Cloud Native im Überblick:

  • NCAs sind unabhängig von spezifischen Geräten und Betriebssystemen.
  • NCAs sind ortsunabhängig und ständig verfügbar.
  • Flexible Anpassungen sind möglich, Updates kommen ohne Downtime des Servers aus.
  • Schnelle Reaktion auf Anforderungen von Markt und Kunden sind möglich.
  • Sie sind schneller als Wettbewerber, die noch nicht auf Cloud Native setzen.

Herausforderungen:

  • Auch cloudbasierte Dienste brauchen (indirekt) Hardware.
  • Verwaltung: Sicherheitslücken können schwerwiegende Folgen haben und müssen rechtzeitig erkannt werden.
  • DevOps funktioniert in der Praxis nicht immer optimal.
  • Ein Umzug von Diensten in die Cloud ist komplex und zeitaufwendig.

 

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Wie erstellt man Native-Cloud-Applications?


Bei der Entwicklung von NCAs, die für ein Unternehmen maßgeschneidert werden, sind verschiedene Dinge wichtig. Dazu gehört zum Beispiel, dass Entwickler und IT-Betrieb von Beginn an eng zusammenarbeiten (DevOps). Der ständige Austausch ist die Basis dafür, dass die fertigen Cloud-Anwendungen zu den Bedürfnissen des Unternehmens passen – und an sich verändernde Bedingungen schnell angepasst werden können.

Das zuständige IT-Team sollte nicht nur die Infrastruktur im Blick haben. Stattdessen stehen andere Dinge im Fokus, zum Beispiel die Automatisierung und Optimierung von Prozessen. Dabei muss das Team die individuellen Anforderungen und Herausforderungen eines Unternehmens stets im Blick behalten.

 

Arbeiten Sie in ihrem Unternehmen bereits mit Cloud Native? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Teilen Sie uns Ihre Meinung gerne in einem Kommentar mit.

 

 


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