Glasfaser Eigenschaften: Das kann das Netz der Zukunft

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Datum 14.11.2018
Lesezeit 3 Min.

Glasfaser Eigenschaften: Das kann das Netz der Zukunft

Surfen mit Lichtgeschwindigkeit – das ist wohl die bekannteste Glasfaser-Eigenschaft. Das Gigaspeed-Netz kann aber noch viel mehr. Wir zeigen Ihnen, welche weiteren Eigenschaften uns glasklare Argumente für den baldigen Umstieg auf Glasfaser liefern.

Licht und Glas: Darin liegt das Geheimnis der vielen positiven Glasfaser Eigenschaften. Dem liegt die Tatsache zugrunde, dass Glasfasern Lichtwellenleiter (LWL) sind, die Daten in Form von Lichtteilchen (Photonen) übertragen. Physikalisch bedingt leiten sie Informationen deutlich schneller weiter, als es mit elektrischen Impulsen in einem Kupferkabel je möglich wäre. Neben der Geschwindigkeit punktet Glasfaser-Internet aber mit vielen weiteren Eigenschaften.

Mit Gigaspeed auf der Breitband-Autobahn

Da die Daten als optische Signale übertragen werden, ist der nutzbare Frequenzbereich deutlich höher. So steigt die Bandbreite eines einzelnen Lichtwellenleiters auf bis zu 60 THz und es können deutlich mehr Informationen pro Zeiteinheit übertragen werden – mehrere Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) sind möglich. Glasfasertechnologie ist bislang außerdem die einzige Netz-Technik, die symmetrische Bandbreiten ohne entfernungsbedingte Signalverluste bietet. Schon heute ist unter idealen Bedingungen 1 Gbit/s sowohl im Download als auch Upload kein Problem. Die maximale Übertragungsrate und -strecke hängen allerdings von den physischen Eigenschaften einer Glasfaserleitung ab.

Verlustfrei über weitere Distanzen: Optimale Glasfaser Eigenschaften

Ein Kerndurchmesser von 9 Mikrometern (µm) und eine Mantelstärke von 125µm sind bei Glasfasern nicht nur möglich, sondern sogar die beste Voraussetzung für Gigaspeed-Internet. Denn je kleiner der Durchmesser, desto leistungsfähiger sind die Fasern. Singlemode-Kabel dieser Größe bringen es auf 100 GHz Bandbreite über einen Kilometer und eignen sich damit optimal für den Datentransfer über weite Strecken. Multimode-Kabel mit 50µm oder 62,5µm Kerndurchmesser haben sich hingegen für Highspeed-Verbindungen über kurze bis mittlere Distanzen etabliert, zum Beispiel in einem Rechenzentrum. Allerdings hängt die Reichweite nicht nur von der Faserstärke ab, sondern auch von der Qualität der Glasfasertypen, der Wellenlänge und den Dämpfungswerten der Gesamtstrecke.

Störungsresistent, witterungsbeständig und universell einsetzbar

Viele positive Glasfaser Eigenschaften haben ihren Ursprung in dem Material und der Funktionsweise der Lichtwellenleiter. Der Faserkern besteht aus hochreinem Quarzglas. Mit diesem nicht leitfähigen Material sind Glasfaserleitungen nicht nur resistent gegenüber Magnetfeldern, elektrischen Einflüssen und Funkstörungen, sondern auch gegen Nässe, Kälte, Hitze und allen anderen Arten von Umwelteinflüssen. Glasfasern sind nicht explosiv, unbrennbar und können somit überall eingesetzt werden – sogar direkt neben einer Hochspannungsleitung. Noch dazu benötigt Glasfaser 5-mal weniger Energie für den Datenstrom als ein Kupfernetz und erzeugt keine elektromagnetische Strahlung.

Absolute Datensicherheit und Zuverlässigkeit

Biegsam und robust werden die Fasern durch eine Kunststoffschicht (Coating), der den Glasmantel (Cladding) und den lichtleitenden Faserkern (Kernglas) umschließt. Die Zuverlässigkeit von Glasfaserleitungen ist damit unverhältnismäßig höher als bei Kupferkabeln. Ebenso liegt die Datensicherheit in der physikalischen Natur von Lichtwellenleitern. Glasfasern strahlen keine Signale aus und können praktisch nicht angezapft werden, um Daten mitzulesen.

Maximale Leistung bei minimalem Aufwand

Da Glasfasern kaum dicker sind als ein menschliches Haar, sind sie nicht nur leichter zu handhaben, sondern brauchen auch weniger Platz in den Kabelkanälen. Ebenso fällt der Umfang der benötigten Hardware und Anschluss-Komponenten deutlich kleiner aus. Dazu summieren sich Faktoren wie der geringe Wartungsaufwand, weniger Ausfallzeiten und natürlich die enorme Übertragungsrate. Ein Glasfaserkabel bündelt bis zu 144 Lichtwellenleiter, von denen jeder einzelne zig Kupferleitungen ersetzen kann. Und das Beste: Bei Vodafone bieten wir Ihnen garantierte Bandbreite an, Sorgen um zu wenig Highspeed müssen Sie sich also keine machen.

FTTB: Volle Glasfaser-Power für Ihr Business

Aktuell sind Hybrid-Lösungen aus Glasfaser und DSL weit verbreitet. Bei diesen VDSL-Anschlüssen endet die Glasfaserleitung am Verteilerkasten auf der Straße, auch FTTC, also Fiber to the curb, genannt. Vom Verteiler werden die Daten dann via Kupferkabel weitergeleitet. Mit voller Bandbreite gelangen die Wellen also nur bis zum Verteiler, nicht bis direkt ins Haus.

FTTB ist schon einen Schritt weiter: Fiber to the building (Glasfaser bis zum Gebäude) bedeutet, dass eine Glasfaserleitung direkt bis in den Keller Ihres Gebäudes verlegt wird. Ideal ist die dritte Variante: Bei FTTH (Fiber to the house) oder FTTD (Fiber to the desk) wird die Glasfaserleitung direkt bis ins Büro verlegt. Das bedeutet dann: Gigabit-Power ohne Verluste und mit allen Vorzügen an Ihrem Firmenstandort.

In der Summe all dieser Eigenschaften ist Glasfaser nicht nur für Gewerbetreibende eine lohnenswerte Investition, sondern die zukunftssichere Basis für das Netz der Gigabit-Zukunft.

Erfahren Sie hier, wie die Metro bereits an die Zukunft denkt und sich mit Glasfaserleitungen von Vodafone auf die Digitalisierung des Großhandels vorbereitet.

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