Digitale Assistenten: Shy Tech als aktueller Techniktrend

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Datum 17.10.2019
Lesezeit 3 Min.

Digitale Assistenten: Shy Tech als aktueller Techniktrend

Der Begriff Shy Tech – zu Deutsch „schüchterne Technik“ – ist nicht ganz selbsterklärend. Ganz zu Recht reimt sich Shy Tech auf High Tech: Denn die modernste Technik ist oft nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen. Denken Sie etwa an digitale Assistenten im Smart Home.

High Tech, die sich unter einem grauen Mäntelchen verbirgt, gibt es bereits in vielen Haushalten. Die digitalen Assistenten verschiedener Anbieter steuern Musikanlage, Beleuchtung, Temperatur, sonstige Haustechnik und mehr auf Zuruf. Der Trend geht weiter: Shy Tech beeinflusst Design und Formen in vielen Lebensbereichen und Produkten.

 

Offensives „High Tech” war gestern

Normalerweise ist Technik ja alles andere als schüchtern. Im Gegenteil, sie begleitet uns in allen Lebenslagen und Alltagssituationen.

Neben Laptops und Smartphones sind heutzutage längst auch Armbanduhren, Fitnesstracker, Car-Entertainment-Systeme, sprachgesteuerte Musikboxen und vieles mehr vernetzt und ständig einsatzbereit. Komplizierte Displays, viele Tasten und Statusanzeigen sind dabei an der Tagesordnung.

Manche Alltagstechnik könnte auch von der dauerblinkenden Brücke des Raumschiff Enterprise stammen. Kein Wunder, dass die wenigsten da einen Überblick behalten, geschweige denn die Funktionsweisen moderner Technik vollumfänglich verstehen. Mit Shy Tech soll das der Vergangenheit angehören.

 

Modernes Design für einfache Bedienung

Shy Tech ist ein Prinzip, bei dem technische Gegenstände so gestaltet werden, dass sich die Nutzer keine besonderen Gedanken um die Bedienung machen müssen. Schalter und Tasten werden durch simple Bedienmechanismen ausgetauscht. Dieser ist im besten Falle so unkompliziert, dass jeder ihn sofort verstehen und anwenden kann.


Leider ist es damit selbst bei modernen Geräten oft nicht weit her: Wer sich heute das neueste Smartphone kauft, muss sich in die Nutzereinstellungen einarbeiten, sich mit den Möglichkeiten neuer Apps vertraut machen und womöglich sogar ein Online-Forum für technische Fragen aufrufen. Shy Tech soll – in ihrer Bestform- all das überflüssig machen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bereits heute existiert die Möglichkeit, sich sogenannte RFID-Mikrochips unter die Haut, etwa am Handgelenk, implantieren zu lassen. So könnten Sie über elektromagnetische Wellen die eigene Wohnungstür öffnen. Ein Schlüssel ist dann nicht mehr nötig, es reicht, einfach die Hand vor das entsprechende intelligente Schloß zu halten. 

Manche Automodelle von BMW oder Mercedes haben bereits eine Sprachsteuerung für verschiedene smarte Funktionen, teils können Sie damit sogar Ihr Smart Home-System zuhause von unterwegs steuern.

 

Video: YouTube / BMW Life

 

Neben Sprachsteuerung hält auch zunehmend Gestensteuerung im Alltag Einzug – je schlanker und intuitiver die Technik ausfallen soll, umso mehr. Digitale Assistenten hören vielerorts im Smart Home schon auf Sprachkommandos, und die Steuerung über Gesten verbreitet sich zunehmend auch außerhalb von Spielkonsolen. Da werden die meisten Tasten und sonstigen Bedienelemente überflüssig: Shy Tech für High Tech lautet die Devise. 

 


Shy Tech heißt: User first

Die umfassende Integration von Shy Tech und digitalen Assistenten in den Alltag hat gerade erst begonnen. Umfangreiche Neuerungen leben von den vielen kleinen Innovationen, die täglich getätigt werden. Ebenso wie die andere kommende Megatrends ist auch Shy Tech auf schnelles Internet und eine IoT-Infrastruktur angewiesen. Bei umfassender Vernetzung bietet sich dann eine breite Palette an Möglichkeiten. Smart Homes, vernetzte Gebäudetechnik und zukunftsorientierte Wohnkonzepte werden eines Tages Hand in Hand mit der schüchternen Technik gehen. Konsequenterweise implementieren vielleicht auch Smartphone- und Computerhersteller mehr vom Designansatz Shy Tech, der den Benutzer und seinen Komfort fast kompromisslos in den Mittelpunkt stellt. 

Wer hätte jedenfalls gedacht, dass schüchtern so spannend sein kann: Aber stille Wasser sind bekanntlich tief.

 

Der Text stammt ursprünglich von Unitymedia. Unitymedia gehört seit 2019 zum Vodafone-Konzern.

 

Was denken Sie über den Design-Grundsatz von Shy Tech? Wie wird das unsere Zukunft beeinflussen? Teilen Sie Ihre Visionen mit uns in einem Kommentar.

 

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