Bewusster arbeiten: Achtsamkeit im Büro

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Datum 25.07.2018
Lesezeit 3 Min.

Bewusster arbeiten: Achtsamkeit im Büro

Wenn es ein Wort gibt, das in den letzten Jahren eine wahre Karriere hingelegt hat, könnte dies für den Begriff „Achtsamkeit“ gelten. Seminare, Bücher, Reisen – viele Menschen sehnen sich nach einem achtsameren Leben. Achtsamkeit im Sinne des englischen mindfulness wird dabei als „Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand verstanden“. Dabei muss Achtsamkeit nicht auf den privaten Bereich beschränkt bleiben, auch im Büro lässt sie sich leben.

Termindruck, umfassende Kommunikation, die über soziale Kanäle bis in den privaten Bereich dringt, Arbeiten in verschiedenen Zeitzonen mit sehr unterschiedlichen Menschen – all das fordert uns jeden Tag, und manchmal kann es auch über-fordernd werden. Hier kann uns Achtsamkeit als eine Form der Aufmerksamkeit, die „absichtsvoll ist, sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht und nicht wertend ist“ (Jon Kabat-Zinn) helfen.

Um auch im Büro achtsam mit sich umzugehen, gibt es ein paar einfache Maßnahmen, die bereits für mehr Ruhe und Entspannung sorgen:

  • Machen Sie mal Pause: Die Pomodoro-Technik, die den Namen der Küchenuhr in Form einer Tomate des Erfinders Francesco Cirillo verdankt, ist ein guter Ansatz, um regelmäßige Arbeitspausen einzulegen. Nach jeweils 25 Minuten Arbeit, legen Sie eine Pause von fünf Minuten ein.
  • Essen Sie bewusst: Viele von uns essen am Bildschirm oder lassen den Kantinenbesuch gleich ganz ausfallen. Dabei sollten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Essen konzentrieren, den Geschmack, den Geruch, die Textur bewusst wahrnehmen.
  • Nehmen Sie Ihren Körper wahr: Eine ganz einfache Übung hilft zur bewussten Ablenkung vom Rechner: „Immer, wenn Sie trinken, heben Sie die Schultern und spannend diese kurz an. Das entspannt die Muskeln und sorgt für eine kurze Pause!“, empfiehlt die Personal-Trainerin Mandy Kleinmann.
  • Genießen Sie Wartezeiten: Nutzen Sie kurze und spontane Wartepausen, beispielsweise zwischen Meetings, um in sich zu gehen und tief durchzuatmen. Stellen Sie dafür Ihre Füße fest auf den Boden, setzen Sie sich aufrecht hin und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit für Ihre Atmung.

Achtsamkeits-Apps: Digitale Unterstützung für mehr Aufmerksamkeit

Wer lieber mit einer App achtsamer werden möchte, findet dafür mittlerweile auch einige Angebote im App-Store. Exemplarisch stellen wir hier einmal die beiden Apps „Achtsamkeit“ und „Calm“ vor.

  • Calm: „Calm“ (Android/ iOS) macht bereits bei Instagram mit einem kleinen Film von einem Sommerregen auf sich aufmerksam. Die App selbst kann kostenlos heruntergeladen werden – einige Programme sind kostenfrei, viele laufen allerdings nur in der Premium-Version, die 49,99 Euro pro Jahr kostet. Alle Meditationen, Texte, Hörbücher sind nur auf Englisch erhältlich. Das Angebot innerhalb der App ist sehr umfassend und reicht mit Meditationen oder Praxisanleitungen zu „7 Days of Calm“ über „Mindful Eating Series“, „Mindfulness of Work“ bis zu „Breaking Habits Series“. Was positiv auffällt: Die App verwendet eine ansprechende Bildsprache und beruhigende Naturgeräusche. Und es finden sich Geschichten, gelesen von bekannten Schauspielern wie Stephen Fry.
  • Achtsamkeit: Auch wenn diese App (Android/iOS) auf den ersten Blick deutschsprachig wirkt, sind viele Mediationen und Kurse ebenfalls auf Englisch. Das Angebot von Übungen auf Deutsch ist aber bereits recht umfangreich, so dass man hier auch ohne Englisch-Kenntnisse viel erleben kann. Es gibt verschiedene Anleitungen in Form von Meditationen, Podcasts oder kurzen Texten zu Schlaf, Emotionen, Stressabbau sowie Fokus, die sich auch gut auf den Arbeitsalltag anwenden lassen. Ein Monatsabonnement kostet 9,99 Euro, der Preis für ein Jahr beläuft sich auf 59,99 Euro.

Gleich, ob Ihnen digitale Unterstützung oder analoge Übungen mehr zusagen: Wenn es Ihnen gelingt, im Alltag achtsamer mit sich umzugehen, können Sie viel für sich gewinnen – Gelassenheit, besseren Schlaf und Ausgeglichenheit.

Sie möchten gern achtsamer leben? Dann versuchen Sie es doch mal mit einem unserer Achtsamkeits-Tipps oder probieren eine der beiden Apps aus – sieben Tage lang lassen sich beide in der Premium-Variante testen.

Haben Sie noch Achtsamkeits-Tipp aus Ihrem Büro, die Sie gern mit uns teilen würden? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

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