Moderne Standortvernetzung mit Mobilfunk und VPN: Der Flughafen Düsseldorf macht es vor

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Datum 01.03.2021
Lesezeit 4 Min.

Moderne Standortvernetzung mit Mobilfunk und VPN: Der Flughafen Düsseldorf macht es vor

Mit über 25 Millionen Passagieren im Jahr (Stand 2019) ist der Düsseldorfer Flughafen der wichtigste in Nordrhein-Westfalen und der viertgrößte Deutschlands. Er hat eine Fläche von mehr als sechs Quadratkilometern, bewältigt über 600 Flugzeugbewegungen und 200 Tonnen Luftfracht – pro Tag. Um die dafür notwendigen Abläufe effizient und zuverlässig zu steuern, ist eine leistungsstarke und sichere Telekommunikationsinfrastruktur nötig.

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Dafür nutzt der Düsseldorfer Airport das Vodafone-Produkt Corporate Data Access. Was sich dahinter verbirgt, welche Geräte miteinander vernetzt werden und wie der Flughafen seine Standortvernetzung absichert, erklärt Flughafen-CFO Lars Mosdorf im Interview. Er trägt in seiner Funktion als Chief Financial Officer auch die Verantwortung für den IT-Bereich des Airports.

 

Herr Mosdorf, seit wann nutzen Sie die Standortvernetzung von Vodafone?

Seit 2011 nutzen wir die CDA-Vernetzung (Corporate Data Access). Begonnen hat es damit, Busse auf dem Vorfeld zu disponieren und dafür eine ideale Lösung zu finden. Da Vodafone seit jeher unser Partner bei Mobilfunkthemen war, haben wir uns vor genau zehn Jahren zusammengesetzt, um eine passende mobile Lösung zu finden. Herausgekommen ist die CDA-Vernetzung. Ein großer Vorteil der CDA-Technik ist, dass die Bandbreite anpassbar und damit zukunftsfähig ist.

 

Welche Geräte vernetzen Sie miteinander und warum ist der Datenaustausch unter ihnen so wichtig?

Es werden diverse mobile Endgeräte über die sichere CDA-Technik verbunden, zum Beispiel die lückenlose Gepäckverfolgung – das Baggage Reconciliation System (BRS). Die Einweiser nutzen diese Technologie, darüber hinaus kommt sie bei der Busdisposition und Buswerbung zum Einsatz. Die Feuerwehr wiederum nutzt die CDA-Verbindung für das Einsatzberichtswesen. Die Vernetzung der Fachabteilungen mit dem CDA-Tunnel ermöglicht eine Datenübertragung in nahezu Echtzeit, unter anderem um die Daten der Einsatzfahrzeuge an die Einsatzzentrale zu übermitteln.

Im Vergleich zu einer WLAN-Vernetzung ist der CDA-Tunnel eine preiswertere, noch sichere und flächendeckendere Vernetzungslösung im Bereich des Vorfelds und der Flugzeugabstellpositionen.

 

Warum reicht ein einziges Netz nicht aus? Warum müssen mehrere Netze optimal zusammenarbeiten?

Netze werden heutzutage in verschiedene Segmente eingeteilt und müssen möglichst in Echtzeit Daten austauschen und im Bedarfsfall einen Ausfall kompensieren können. Das Vodafone-Netz brauchen wir, um Verbindungen zu ermöglichen, wo keine Kabel liegen oder gelegt werden können – wie beispielsweise auf dem Vorfeld.

 

Gerade im Bereich der Netzwerkinfrastruktur kommen diverse moderne Technologien zum Einsatz. Welche sind das und welche Vorteile bieten sie? 

Am Düsseldorfer Airport kommen im Bereich LAN und WLAN moderne und zuverlässige Technologien zum Einsatz – in Kombination mit schneller und sicherer CDA-Mobilfunktechnik zur Realisierung von geschlossenen Nutzergruppen.

 

In welchem Maß spielen bei der Auswahl der Technologie oder des Anbieters die Kosten eine Rolle? Welche Kosten können Sie mit einer intelligenten Standortvernetzung einsparen?

Kosten spielen neben einer sicheren und zuverlässigen Technik immer eine Rolle. Im Bereich des sehr weitläufigen Vorfelds hat sich die CDA-Technologie als die beste Lösung herausgestellt. Dabei achten wir einerseits auf die Systemkosten, darüber hinaus jedoch auch auf die Effizienzsteigerungen im Gesamtprozess. Durch den Einsatz der Vodafone-CDA-Technologie konnten rund 500.000 Euro an Investition eingespart werden. Denn so viel hätte der flächendeckende Ausbau des Vorfeldes mit WLAN mindestens gekostet. Außerdem ist die Funkabschattung bei der CDA-Technik (zum Beispiel durch abgestellte Flugzeuge) geringer als bei der WLAN-Technik.

 

In heutigen Zeiten stellen Remote Work, Homeoffice und IoT hohe Anforderungen an die IT-Struktur und das Unternehmensnetzwerk. Welche Minimalanforderungen muss das Netz aus Ihrer Sicht erfüllen?

Die Minimalanforderung muss eine sichere Kommunikation bieten, kosteneffizient und leistungsstark sein. Eine große Bandbreite und hohe Zuverlässigkeit sind ebenfalls wichtig. Auf dem Flughafen-Campus sind diese natürlich gesichert. Beim Homeoffice und bei Remote Work kommt es aber vor allem auch auf die Qualität der Verbindung bis zum Flughafen an – und die können wir nicht direkt beeinflussen.

 

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Wie wichtig ist Ihnen das Thema Bandbreite? Ist die von Vodafone seit 2011 zur Verfügung gestellte Bandbreite für Ihre Anforderungen auch heute noch ausreichend?

Die Bandbreite spielt eine wichtige Rolle. Sie wurde 2018 auf 100 Mbit/s erhöht, um den gestiegenen Anforderungen Rechnung zu tragen. Stand heute ist die zur Verfügung stehende Bandbreite ausreichend. Eine bedarfsgerechte Bandbreitensteigerung ist dank Vodafone jederzeit möglich, sollte sie durch weitere Nutzungen notwendig sein.

 

Können Sie in Ihrer Standortvernetzung bestimmte Anwendungen priorisieren, beispielsweise bei Schwankungen in der allgemeinen Netz-Bandbreite?

Der Campus Flughafen Düsseldorf ist ein großer Standort, der mittels eines leistungsstarken Glasfasernetzwerks vernetzt ist. Der CDA-Tunnel wird für die mobile Datenübertragung auf dem Vorfeld genutzt. Beide Technologien, also unser LAN-Netz über Glasfasertechnik sowie der CDA-Tunnel über Mobilfunk, haben eine große Bandbreite, welche exklusiv für den Flughafen zur Verfügung steht. Schwankungen, wie man sie im öffentlichen Internet kennt, kommen daher nicht vor.

 

Was tun Sie bei einem Netzwerkausfall? Mit welcher Fallback-Lösung arbeiten Sie?

Der Flughafen Düsseldorf nutzt ein hoch redundantes Netzwerk im Bereich LAN und WLAN. Ausfälle einzelner Netzsegmente werden umgehend erkannt und können aufgefangen werden. Die eingesetzte CDA-Technologie bietet durch die zahlreich am Flughafen vorhandenen Funkzellen von Haus aus eine große Ausfallsicherheit.

Herr Mosdorf, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Welche Geräte und Maschinen haben Sie in Ihrem Betrieb vernetzt? Welche Vorteile sehen Sie darin? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.


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