Talent Wars: Personalsuche auf XING & LinkedIn

Digitales Business

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Datum 04.07.2018
Lesezeit 4 Min.

Talent Wars: Personalsuche auf XING & LinkedIn

Primär geht es in den beiden sozialen Netzwerken XING und LinkedIn um berufliche Kontakte und die Schaffung von Synergien. Daher ist auch die Personalakquise ein Thema, das Sie auf diesen Portalen angehen können.

Mit rund 14,3 Millionen Nutzern ist XING das größte karriereorientierte soziale Netzwerk im DACH-Raum. Auf Rang zwei folgt das eher international ausgerichtete Portal LinkedIn mit elf Millionen Nutzern im gleichen Raum – Tendenz bei beiden steigend. Auf den Portalen finden sich Fachkräfte, Unternehmer, potenzielle Kunden und vor allem vielversprechende Nachwuchskräfte. Bei der starken Konkurrenz ist es nicht immer einfach, diese für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Wir zeigen Ihnen, was für eine erfolgreiche Personalgewinnung wichtig ist.

Stärken Sie Ihr Profil in sozialen Netzwerken

Damit Ihr Unternehmen auf mögliche neue Mitarbeiter attraktiv wirkt, müssen Sie sich auf den sozialen Portalen klar positionieren. Welches Image wollen Sie verkaufen? Lockeres Startup oder gefestigter Konzern? Wollen Sie vor allem Ihr Unternehmen bekannter machen oder über die Plattform Leads generieren? Wie wollen Sie insgesamt im Talent War erfolgreich sein?

Je nachdem, wofür Sie sich entschieden haben, sollten Sie Ihr Profil auf allen Kanälen dementsprechend aufbauen – es ist neben Ihrer Firmenhomepage Ihr Aushängeschild im Internet. Zunächst müssen Sie sich jedoch für eine Profilart entscheiden. Wählen Sie bei XING zwischen dem kostenfreien Standard-Profil und dem kostenpflichtigen Employer Branding-Profil. Potenzielle Interessenten erwarten einen aussagekräftigen, gepflegten, einheitlichen und stets aktuellen Auftritt. Um eine aktive und lebendige Firmenkultur zu zeigen, können Sie beispielsweise aktuelle Bilder, interessante Sachbeiträge oder einen Blick hinter die Kulissen zeigen. Das wirkt authentisch und zeichnet ein positives Bild von Ihrem Unternehmen.

Achten Sie dabei darauf, dass diese Beiträge hoch genug aufgelöst sind und im richtigen Format hochgeladen wurden. Versuchen Sie darüber hinaus, Videos und Audiodateien in Ihr Profil einzuarbeiten. Junge Nachwuchskräfte erwarten heute weitaus mehr von Ihrem Arbeitgeber als nur die Gehaltszahlung am Ende des Monats. Deshalb sollten Sie die Portale nutzen, um Ihr Unternehmen von der besten Seite zu zeigen. Um jederzeit möglichst aktuell zu sein, ist es ratsam, mehrere besonders vertrauenswürdige Mitarbeiter zu bestimmen, die Ihr Firmenprofil bearbeiten dürfen. So können beispielsweise aus unterschiedlichen Abteilungen die jeweils neuesten Nachrichten verbreitet werden.

Video: YouTube / LinkedIn

Generieren Sie mehr Reichweite für Ihr Profil

Beide Portale – XING und LinkedIn – bieten die Möglichkeit, kostenpflichtig Werbung zu schalten. Auf Ersterem können Sie beispielsweise Ihre Webseite, Ihr Unternehmensprofil oder Ihre Stellenanzeigen bewerben. Auf LinkedIn ist Werbung ebenso möglich. Sie können hier Werbeanzeigen und Inhalte sponsern. Gemein ist den Plattformen, dass Sie dort gute Targeting-Möglichkeiten und somit normalerweise keine großen Streuverluste haben.

Bewertungen spielen eine wichtige Rolle

Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter haben auf den Seiten grundsätzlich die Möglichkeit, Ihr Unternehmen zu bewerten. Nehmen Sie diese Funktion ernst und gehen Sie auch auf kritische Stimmen ein. Bewerber können sich ebenso zu Ihrem Unternehmen äußern – auch die, mit denen Sie eventuell keine Übereinkunft getroffen haben. Denken Sie daran, dass Bewerber, die Ihre Firma noch nicht kennen, sich auf Basis dieser Aussagen ein Bild zeichnen. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter auch, sich mit ihrem privaten Profil mit der Unternehmensseite zu verbinden. Diese Funktion gibt es allerdings nur bei der kostenpflichtigen XING-Variante. Sie sind zudem direkt mit der Bewertungsplattform Kununu verlinkt.

Die Rekrutierung von Fachkräften

Da die beiden sozialen Netzwerke XING und LinkedIn auf Karrierethemen fokussiert sind, ziehen sie entsprechend viele User aus den damit verbundenen Zielgruppen an. Machen Sie sich das zu Nutze. Die Jobsuchenden sind in der Regel mit den Plattformen vertraut und wissen genau, wo sie nach welcher Art von Beruf suchen müssen. Nutzen Sie diesen Fakt, indem Sie Ihre Angebote wirklich nur in Gruppen veröffentlichen, die die Zielgruppe für Ihre Anzeige auch anspricht – denn die Veröffentlichung von Stellenanzeigen kann kostspielig sein.

So funktioniert die Stellenausschreibung auf XING

Zwischen 395 und 795 Euro variieren die Kosten für eine 30-tägige Anzeigenschaltung. Problematisch ist, dass aufgrund des starkes Fokus auf den DACH-Raum beispielsweise spanischsprachige Mitarbeiter als potenzielle Mitarbeiter nahezu komplett ausscheiden. Wissenswert ist für Sie ebenso, dass über die Hälfte der Jobsuchenden aus den Bereichen Handel und Industrie, Finanzen und IT kommt. Die meisten von ihnen sind zudem Fachkräfte und auf besondere Einsatzgebiete spezialisiert.

Loggen Sie sich mit Ihrem Profil ein und klicken Sie auf der linken Navigationsleiste auf „Stellenmarkt“ und dort oben rechts auf „Für Arbeitgeber: Stellenanzeige erstellen“. Wählen Sie dann eine Anzeigetypen aus und füllen Sie das Stellenanzeigen-Formular gewissenhaft aus. Sie können es sich dann noch einmal in der Vorschau ansehen und entscheiden, ob Sie noch Änderungen vornehmen möchten. Anschließend klicken Sie auf „Veröffentlichen“. Unter dem Menüpunkt „Stellenanzeigen verwalten“ können Sie die Anzeige jederzeit editieren.

Vergessen Sie dabei nicht, dass neben den über 14 Millionen Registrierten auch Nicht-Mitglieder regelmäßig über Google, Bing oder Yahoo auf den XING-Stellenmarkt zugreifen.

Video: YouTube / Dr. Eckert-Krause und Partner

So nutzen Sie LinkedIn

Innerhalb weniger Minuten können Sie auch auf LinkedIn Ihre Stellenanzeige aufgeben. Gehen Sie dafür im Interface des Portals auf „Jobanzeige erstellen“ und geben Sie die wichtigsten Eckdaten wie Ort, Berufsbezeichnung und Unternehmensname an. Im Anschluss erscheint die eigentliche Detailseite. Hier geben Sie weitere wichtige Fakten zur Stellen wie beispielsweise den Tätigkeitsbereich, das Karrierelevel oder das Beschäftigungsverhältnis an. Weiter unten folgt dann die Jobbeschreibung und schließlich die Bezahlung.

Auf LinkedIn kostet eine Anzeige für ebenfalls 30 Tage 219,99 Euro. Alternativ können Sie auch mehrere Anzeigen im Paket kaufen. Bei fünf Anzeigen kostet eine 174,99 Euro und bei zehn Anzeigen 129,99 Euro. Um sie aufzugeben, benötigen Sie lediglich einen Bassisaccount und keinen Premium- oder Recruteraccount.

Zusammenfassung

  • XING und LinkedIn sind im DACH-Raum die beiden größten Karriereportale.
  • Achten Sie bei der Erstellung eines Accounts für Ihr Unternehmen auf Seriosität und einen authentischen Auftritt.
  • Beide Portale konzentrieren sich auf spezialisierte Fachkräfte.
  • Gehen Sie auf erhaltene Bewertungen zu Ihrem Unternehmen ein.
  • Pflegen Sie Ihren Auftritt in den Business-Netzwerken kontinuierlich, um potenziellen Jobkandidaten einen bestmöglichen Eindruck Ihres Unternehmens zu liefern.

Haben Sie bereits eine Ausschreibung über XING oder LinkedIn geschaltet? Wie waren Ihre Erfahrungen?

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