Deep Work – Abtauchen in den Flow

Digitales Business

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Datum 27.02.2018
Lesezeit 3 Min.

Deep Work – Abtauchen in den Flow

E-Mails, Nachrichten, Calls, Chats und die lieben Kollegen halten uns stets auf dem Laufenden. Egal ob wichtig oder nicht, unsere Konzentration wird im täglichen Büroalltag auf eine harte Probe gestellt. Wer dann auch noch im Großraumbüro sitzt, kommt kaum zu seiner eigentlichen Arbeit. Für Phasen richtiger Konzentration empfiehlt sich das Konzept Deep Work.

Volle Konzentration im Business-Alltag

Gut, mit der ein oder anderen Ablenkung kommen wir schon klar. Und grundlegend konzentrieren können wir uns auch, wenn es etwas lauter im Raum ist. Wem aber die Möglichkeit des Home-Offices geboten ist und wer dabei merken konnte, wie anders das Arbeiten in Ruhe und ohne Ablenkung ist, wird feststellen, dass intensives Nachdenken so viel leichter möglich ist. Wer also eine Konzeption entwickeln möchte oder eine neue Kundenstrategie, ist gut beraten, solche Phasen ruhigen Arbeitens möglich zu machen.

Schriftsteller, aber auch Architekten oder Maler besaßen immer schon so genannte Arbeitsorte, die oft abgelegen in der Natur lagen. Und auch in modernen Gebäuden gibt es neben den mehr oder weniger beliebten Großraumbüros auch abgetrennte Ecken oder Räume, in denen sich auch einzeln konzentriert arbeiten lässt. Eine wichtige Entwicklung, denn Untersuchungen zeigen, dass sich oberflächliche Arbeit auf Dauer verfestigt. Dadurch verlernt man quasi die Fähigkeit zu wirklicher Konzentration.

Deep Work – Was ist das?

Dem entgegen steht das Konzept der Deep Work. Benannt und entwickelt wurde das Konzept von dem Informatikprofessor Cal Newport, Buchautor und zweifacher Vater. Um Deep Work, also Phasen wirklich konzentrierter Arbeit, in den Alltag zu integrieren, empfiehlt er drei Strategien:

Deep Work wird behandelt wie ein Termin im Kalender und auch als solcher eingetragen.
Wenn es dann eine Anfrage für diesen Zeitraum gibt, ist dieser bereits geblockt und anderes muss leider abgesagt werden. Wie lang diese Abschnitte sind, kann jeder für sich nach seinen persönlichen Anforderungen entscheiden. Wenn klar ist, dass viele andere Termine anstehen, dann gibt es eben nur kurze Zeiteinheiten; wenn es ruhiger ist, darf Deep Work auch mal einen halben oder einen Tag einnehmen. Wichtig ist allerdings, diese Termine einige Zeit im Voraus zu planen – mit einem Vorlauf von drei bis zwei Wochen.

Konzentrierte Arbeit braucht Raum zur Entfaltung und muss gelernt werden.
Die wenigsten von uns möchten auf soziale Medien verzichten. Doch in den Phasen von Deep Work sollten Facebook, Twitter und Co. geschlossen sein und auch das E-Mail-Programm auf stumm geschaltet. Vielen Menschen halten es zudem für sinnvoll, die Benachrichtigungen der sozialen Kanäle auf dem Smartphone abzuschalten und diese nur noch aktiv abzurufen. Wer sich leicht ablenken lässt, kann auch bestimmte Apps nutzen, die einem quasi verbieten, sich von Facebook & Co. ablenken zu lassen.

• Feste Rituale helfen, den Start in die Konzentrationsphase zu erleichtern und durchzuhalten.
So kann man sich zum Beispiel immer auf einen bestimmten Stuhl setzen und auf einen Punkt an der Wand starren. Oder eine Runde um den Block drehen, bevor man mit Deep Work startet. Eine Unterbrechung durch einen Spaziergang oder eine Ruhepause auf dem Sofa können auch eine Möglichkeit sein. Diese Rituale können ganz unterschiedlich sein und hängen auch davon ab, welche konkreten Inhalten bearbeitet werden sollen.

Deep Work – einen Versuch wert?

Gerade, wer viele neue Informationen aufnehmen, durchdenken und weiter bearbeiten muss, braucht Phasen tiefer Konzentration. Viele Arbeitsplätze in Organisationen sind nicht unbedingt dafür eingerichtet und erschweren damit gründliche Denkprozesse eher. Deep Work oder wie auch immer man es nennt, bietet einen Ansatzpunkt, wie sich konzentriertes Arbeit ermöglichen lässt.

Und? Haben Sie schon Ihren Kalender zur Hand genommen, um Ihre Deep Work Arbeitszeit einzutragen?

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