Visitenkarten selbst gestalten: Die besten Tipps & Tools

Digitales Business

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Datum 23.03.2020
Lesezeit 5 Min.

Visitenkarten selbst gestalten: Die besten Tipps & Tools

Mit der Visitenkarte ist es wie mit dem Elevator Pitch: Sie haben nur einen kurzen Augenblick Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers und Ihre gerade eben überreichte Visitenkarte muss sofort überzeugen.

Dabei sollte Ihnen klar sein: Eine gut gestaltete Visitenkarte repräsentiert den Stil und die Kreativität Ihrer Marke. Sie sorgt dafür, dass Sie wahrgenommen werden und sich Ihr Gegenüber an Sie erinnert. Natürlich kann man es dabei auch übertreiben. Unsere folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre Visitenkarten optimal selbst zu gestalten.


Visitenkarten gestalten: Darauf sollten Sie achten

Da ist es doch besser, Ihr Gegenüber weiß sofort, mit wem er oder sie es zu tun hat. In erster Linie sollte Ihre Visitenkarte also eine klare Struktur haben: Markenlogo, Unternehmensname, Ihr Vor- und Zuname und Ihre Position müssen auf den ersten Blick erkennbar sein. Dazu gehört auf jeden Fall eine lesbare Schrift. Telefonnummer, Email-Adresse, die physische Adresse Ihres Unternehmens und dessen Webseite ergänzen Ihre Visitenkarte.

Vorderseite: Wenn Sie Ihre Visitenkarten selbst gestalten, platzieren Sie hier die wichtigsten Informationen. Also Ihren Name und den Ihres Unternehmens, Ihre Stellenbezeichnung, die Kontaktinfos, die der Empfänger nutzen soll, sowie nach Möglichkeit Ihr Firmenlogo.

Mobilfunknummer: ja oder nein? In der Ära vor Smartphones galt es als wenig elegant, seine Mobilfunknummer auf die Visitenkarte zu drucken. Schließlich hat man ja ein Vorzimmer und muss nicht überall sofort erreichbar sein. Heute kann eine fehlende Mobilfunknummer dagegen bedeuten: Bitte nicht stören. Wer seine Mobilfunknummer angibt, signalisiert seinem neu gewonnen Geschäftsfreund: Ich freue mich über Ihren Anruf, lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Rückseite: Betrachten Sie die Rückseite als kleine, aber feine Werbefläche. Sie bietet bei der Gestaltung von Visitenkarten eine gute Gelegenheit, sich von der Masse abzusetzen. Ein Foto, das zu Ihrer Marke passt, eine elegante Grafik – damit können Sie viel Aufmerksamkeit erregen. Einige Geschäftsleute bedrucken die Rückseite auch mit ihren privaten Kontaktdaten. 

Von so viel Nähe raten wir Ihnen gerade bei Ihrem Erstkontakt zu vielleicht zukünftigen Geschäftspartnern grundsätzlich ab. Eine freie Rückseite bietet Ihrem Gesprächspartner immerhin Platz, um sich eine Notiz zu Ihrem Gespräch zu machen – es ist jedoch  Geschmackssache, ob Sie sich grundsätzlich für eine beidseitige Gestaltung entscheiden.

 

Verschiedene Motive für Vor- und Rückseite einer Visitenkarte

Wenn Sie Ihre Visitenkarte selbst gestalten, sollten Sie die CI-Farben Ihres Unternehmens berücksichtigen.

Sprache: Sind Sie international unterwegs, sollten Sie Ihre Visitenkarte in englischer Sprache verfassen – oder zwei Versionen mit demselben Inhalt in Deutsch und Englisch vorhalten. Haben Sie chinesische, koreanische oder japanische Geschäftskunden, können Sie die Rückseite jeweils in der entsprechenden Landessprache anpassen. 

Vorsicht bei Chinesisch: In Festland-China und in Singapur wird das vereinfachte Chinesisch verwendet, in Hong Kong, Taiwan und Macao die traditionellen chinesischen Schriftzeichen. Überreichen Sie versehentlich die falsche Visitenkarte, wird das als respektlos angesehen. Und Achtung: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Visitenkarte dann mit dieser Seite nach oben übergeben. Die Rückseite wird also zur Vorderseite!

Gestaltung: Wenn feststeht, welche Informationen auf die Visitenkarte sollen, geht es ans Design Ihrer selbst gestalteten Visitenkarte. Auf jeden Fall darf Ihr Unternehmenslogo nicht fehlen! Ansonsten gilt: Großes, etabliertes Unternehmen – klassisches Design, minimalistischer Look, elegante Schriftarten sowie wenige und dezente Farben. 

Repräsentieren Sie dagegen eine kreative, künstlerische, verspielte Marke, können die Bilder gewagter, die Farben kräftiger und sogar die Form der Visitenkarte selbst individueller sein. Eine Visitenkarte im 2D-Honigglas-Format passt doch prima zu einem Imker, vielleicht sogar mit einem ganz leichten Honigduft. Klebrig sein sollte die selbst gestaltete Visitenkarte natürlich nicht. 

Ein wichtiger Tipp noch: Farben, Schriften und Bilder auf den selbst gestalteten Visitenkarten sollten selbstverständlich mit denen Ihres Markenauftritts übereinstimmen.

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Vodafone wurde von der WirtschaftsWoche mit dem Siegel zum Top Mittelstands Dienstleister 2020 ausgezeichnet.

Finish: Wenn Sie Ihre Visitenkarten selbst gestalten, reicht ein einfacher Druck aus. Aber mit dem richtigen Finish erzielen Sie bei Ihrem Gegenüber die größere Aufmerksamkeit. So können Sie ihre Visitenkarten mit einem speziellen Lack oder einer besonderen Beschichtung versehen. Mit einem sogenannten Reliefdruck sorgen Sie für einen leichten 3D-Effekt.

Kontrolle: Bevor Sie Ihre selbst gestalteten Visitenkarten ausdrucken oder zu einer Online-Druckerei senden, kontrollieren Sie jedes Element des Designs und des Texts doppelt und dreifach. Aus einem Tippfehler werden 100 oder mehr, wenn die Karten erst einmal gedruckt sind.

Jetzt haben Sie schon die Grunddaten Ihrer Visitenkarte beisammen. Zwei Fragen sind jedoch noch offen:

Welche Größe soll Ihre selbst gestaltete Visitenkarte haben?

Das gängigste Format ist 84×55 Millimeter, im Querformat. Größere Karten knicken häufig, passen nicht in entsprechende Etuis und werden vom Empfänger schneller aussortiert. Bei kleineren Karten müssen Sie aufpassen, dass Ihr gewähltes Design nicht gequetscht wirkt. Und kleine Visitenkarten kann der Empfänger schneller verlieren.

Welches Material passt zu meiner selbst erstellten Visitenkarte?

Papier, Metall, Holz, Schiefer, Kunststoff – um seine Visitenkarte selbst zu gestalten, stehen viele Materialien zur Verfügung. Entscheidend sind Format (siehe oben) und Gewicht. Die meisten Karten bestehen aus Papier. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass Sie nur hochwertiges Papier verwenden.

Wenn Sie die wichtigsten Fragen für sich beantwortet haben, suchen Sie sich am einfachsten eine passende Online-Druckerei aus. Achten Sie dabei darauf, dass dort auch das richtige Material und das gewünschte Format zu haben ist. Wenn Sie Ihre selbst erstellten Visitenkarten auf Papier gedruckt haben möchten, können Sie sich an einen dieser  drei Anbieter wenden, oder selbst auf die Suche gehen:

 Mit diesen Online-Tools können Sie Visitenkarten designen

Vistaprint

Der US-Druck-Spezialist Vistaprint bietet die drei Qualitätsstufen „Standard“, „Premium“ und „Relieflack“ an. Neben dem Standardformat können Sie zwischen „quadratisch“, „Klappformat“ und „schmal“ (40 x 85 mm) wählen. 

Darüber hinaus stehen sechs Papiersorten und vier Oberflächen-Veredelungen zur Wahl. Sie können branchenspezifische Vorlagen nach Ihren Wünschen verändern, Ihr eigenes Design hochladen oder sogar Vistaprint-Profis mit einem individuellen Design beauftragen.

Flyeralarm

Bei der Würzburger Onlinedruckerei Flyeralarm startet das Selbstgestalten der Visitenkarte mit einem Geduldspiel. Schon im Aufklappmenü mit gefühlt über 100 Einträgen „Visitenkarten“ zu finden, ist nur dank der alphabetischen Reihenfolge noch einfach machbar. Im Anschluss gibt es eine Auswahl zwischen 12 verschiedenen Visitenkarten-Möglichkeiten.

Viele sehen nahezu identisch aus. Die Preise sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. Interessierte müssen sich erst durch Format, Gestaltung und Veredelung klicken, um den Preis für ihre selbst gestaltete Visitenkarte zu erfahren.

MOO

Der britische Druckerzeugnis-Versender MOO ist preislich der Mercedes unter den Visitenkarten. 100 Mini-Karten im Format 70 x 28 Millimeter sind dort deutlich teurer als bei den anderen Anbietern. Dafür arbeitet MOO mit einem speziellen Letterpress-Druckverfahren. 

Dabei werden in Handarbeit mit einer Druckpresse Reliefmuster auf Papier oder anderen Materialien erzeugt. Es stehen aber auch weniger aufwendig produzierte Visitenkarten zur Verfügung, die kaum weniger „hermachen“, beispielsweise Karten mit Goldfolie oder aus 100 Prozent recycelten T-Shirt-Resten.

Mehr über das Thema erfolgreiche Selbstvermarktung und was Sie sonst wissen müssen, wenn Sie ein Startup gründen wollen, erfahren Sie bei uns auch an anderer Stelle in diesem Magazin.

 

Wie sind Sie bei der Erstellung Ihrer Visitenkarten bislang vorgangen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 


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