Standortwahl für Unternehmen: Die Top-IT-Städte Deutschlands

Digitales Business

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Datum 17.01.2019
Lesezeit 6 Min.

Standortwahl für Unternehmen: Die Top-IT-Städte Deutschlands

Egal, ob Sie neu gründen, das eigene Unternehmen erweitern oder Ihren Standort verlagern wollen: Zwischen den einzelnen Städten und Regionen in Deutschland gibt es durchaus Unterschiede, was ihre Eignung als IT-Standort betrifft. Die Beratungsgesellschaft Deloitte gibt hierzu eindeutige Empfehlungen.

Wenn Sie nicht gerade in Ihrer Heimatstadt ein Unternehmen gründen wollen, stehen Sie auch im ITK-Sektor schnell vor der Frage, welcher Standort wohl der beste ist. Während Großstädte mit jeder Menge verfügbaren Kooperationsmöglichkeiten und qualifizierten Arbeitskräften punkten, gibt es auch Hidden Champions, die nicht sofort ins Auge fallen. Allen Top-Standorten gemein ist das Vorhandensein großer Universitäten und Forschungseinrichtungen und anderer attraktiver Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft, die Fachkräfte anlocken. Dazu kommen jedoch zusätzliche Faktoren wie der Freizeitwert der Umgebung und natürlich auch die Verfügbarkeit von schnellem Internet. 

 

Auf Platz eins: Der Tech-Hub München

Die bayerische Landeshauptstadt liegt laut einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte derzeit unangefochten auf Platz 1 der IT-Standorte in Deutschland. Und das gilt nicht nur für den aktuellen Status – auch beim Thema Potenzialbewertung kann München mehr Punkte sammeln als andere Städte und Regionen. Hier gibt es die meisten Chancen für MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und die hervorragende Universitätslandschaft sorgt dafür, dass hoch qualifizierte Berufseinsteiger auf dem Markt zur Verfügung stehen.

 

Platz zwei: Die Hauptstadt Berlin

Auch Berlin ist laut dem Ranking von Deloitte ein sehr attraktiver Standort für IT-Unternehmen. Die Bundeshauptstadt landet auf einem soliden zweiten Platz, was den aktuellen Tech-Hub-Status angeht, und auf Platz drei beim Tech-Hub-Potenzial. Die gute Potenzialbewertung ergibt sich unter anderem daraus, dass Berlin über die größte Anzahl an MINT-Studenten insgesamt verfügt – was natürlich auch der Größe der Stadt und ihrem Einzugsgebiet geschuldet ist. Der Nachschub an qualifizierten Fachkräften wird hier sicherlich nicht so leicht abreißen.

 

Der Potsdamer Platz in Berlin am Nachmittag

Die Hauptstadt Berlin landet in einem Ranking von Deloitte als einer der attraktivsten ITK-Standorte Deutschlands auf Platz zwei.

 

Platz drei: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt

Auf dem dritten Platz landet noch vor den anderen deutschen Metropolen mehr oder weniger überraschend Darmstadt. Die südhessische Stadt, die mit 160.000 Menschen eine vergleichsweise geringe Einwohnerzahl hat, zählt zu den sogenannten Oberzentren des Landes Hessens. Die gesamte Stadtregion kommt auf fast eine halbe Million Einwohner. Nicht nur die ortsansässige Technische Universität besitzt einen hervorragenden Ruf – auch mehr als 30 weitere Forschungseinrichtungen und das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESA/ESOC sind hier ansässig und versprechen jede Menge Vernetzungsmöglichkeiten im ITK-Bereich. Zudem dürfte auch die geografische Nähe zum Frankfurter Metropolraum von Vorteil sein.

 


Platz vier: Die Freie und Hansestadt Hamburg

Wer an Hamburg denkt, hat vielleicht als Erstes den Hafen, die Elbe und die historische Speicherstadt vor Augen. Doch die zweitgrößte Stadt Deutschlands bietet auch im ITK-Sektor einiges. So haben beispielsweise der Suchmaschinenbetreiber Google und das soziale Netzwerk Facebook ihren deutschen Hauptsitz in der Hansestadt. Immer mehr Menschen aus ganz Deutschland zieht es wegen der spannenden IT-Jobs an die Elbe: Die Technische Universität Harburg wie auch die Hochschule für angewandte Wissenschaften und die neue HafenCity Universität sorgen jedes Jahr für neue, qualifizierte Absolventen in technischen Berufen.

 

Der fünfte Platz geht an Stuttgart

Auch in Stuttgart steht es gut um das Thema Informations- und Kommunikationstechnologie. Die baden-württembergische Landeshauptstadt glänzt mit einem besonders hohen MINT-Anteil an der Gesamtbeschäftigung. Außerdem ist die Akademikerquote unter den Einwohnern hier besonders hoch. Darüber hinaus befinden sich viele Automobilhersteller und -zulieferer in der Region, was jede Menge interessante Arbeitsplätze in diesem Umfeld bedeutet. Im direkten Umland wiederum bietet Stuttgart ein großes Freizeitangebot. Nicht nur die benachbarte Weinregion lädt zu Ausflügen ein – die Metropolregion Stuttgart ist mit über fünf Millionen Einwohnern derzeit die fünftgrößte in Deutschland.

 

Stuttgart von schräg oben an einem Weinberg aufgenommen

Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart glänzt nicht nur durch gute Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze im Automobilsektor, sondern auch mit einem hohen Freizeitwert im Umland.

 

Die weiteren Platzierungen: Von Erlangen bis Aachen

Es scheint wenig überraschend, dass sich eine so wichtige Branche wie der ITK-Sektor besonders in Großstädten und deren Umgebung konzentriert. Trotzdem fällt deutlich auf, dass nur eine weitere Stadt unter den sieben größten deutschen Städten im Top-Ten-Ranking vertreten ist: Frankfurt am Main auf Platz acht. Gerade der Finanzsektor zieht hier jede Menge IT-Fachkräfte an, aber auch das vergleichsweise hohe Einkommenspotenzial und die geographisch günstige Lage in der Mitte Deutschlands. Die weiteren Städte im Ranking glänzen vor allem durch eine entsprechende Forschungs- und Bildungslandschaft und sorgen so für viele ITK-Berufseinsteiger auf dem Arbeitsmarkt.

Auf den weiteren Plätzen finden sich Erlangen (Platz sechs), Dresden (Platz sieben), Karlsruhe (Platz neun) und Aachen (Platz zehn).

 

Großstadt, Metropolregion oder Hidden Champion?

Mit München, Hamburg und Berlin stellen die drei größten Städte Deutschlands gleichzeitig auch das größte ITK-Potenzial. Jede Menge Tech-Absolventen aus den großen Universitäten, große Namen aus der Branche und beste Vernetzungsmöglichkeiten sprechen eindeutig für eine Unternehmensgründung oder -ansiedlung in einer der größten Städte.

Demgegenüber stehen jedoch hohe Mieten – sowohl im privaten Bereich als auch im Gewerbeumfeld – und eine starke Konkurrenz bei der Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte. Hier kommen die sogenannten Hidden Champions ins Spiel: Städte wie Darmstadt, Aachen oder Karlsruhe zählen zwar nicht zu den größten Städten, was die Einwohnerzahl angeht – können aber dafür mit jeder Menge qualifizierten Absolventen aus ihren Universitäten punkten. Für diese ergibt sich ein besonderer Vorteil daraus, in ihrer Studienstadt und ihrem bereits gewachsenen sozialen Umfeld bleiben zu können.

 

Video: YouTube / Die Gründerplattform

 


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Schnell und zukunftssicher: Der Netzausbau entscheidet mit

Die Arbeitswelt wird immer digitaler. Da ist es allerhöchste Zeit, dass in Städten und Kommunen schnelles Internet verfügbar ist. Standorte wie Bochum, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Mannheim, Hagen und Heilbronn gehören bereits zu den Gigabit-Citys. Sie können Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde bieten. Das moderne Kabelnetz von Vodafone schafft mit dem Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 in vielen Gebieten Deutschlands sogar Download-Geschwindigkeiten im zweistelligen Gigabit-Bereich. 

Gerade für Gewerbetreibende, die auf den Austausch großer Datenmengen angewiesen sind, ist das eine wichtige Entwicklung. Nach und nach wird der Netzausbau weitergehen und weitere Städten und Kommunen gigafähig machen. Methoden wie Nanotrenching sorgen dafür, dass der Ausbau auch in der Fläche schnell vorangeht.

„Breitband ist die Basis-Infrastruktur für die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Sie ist unerlässlich für Innovationen und wirtschaftliche Entwicklung”, weiß Tarek Al-Wazir, der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. 

 

Die wichtigsten Kriterien bei der Standortauswahl

Neben der geographischen Lage eines Standorts beeinflussen noch weitere Faktoren die Frage, wo eine Ansiedlung sinnvoll ist:

  • Neukundengewinnung: Arbeiten Sie ausschließlich über das Internet, dürfte es grundsätzlich unerheblich sein, wo Ihr Standort angesiedelt ist. Dennoch kann der Sitz in einer Großstadt oder Metropolregion von Vorteil sein, da hier auch mehr potenzielle Kunden angesiedelt sein dürften.
  • Konkurrenz vor Ort: Allgemein gilt, dass ein beliebter ITK-Standort für Sie mehr Wettbewerb bedeutet als eine weniger bekannte Region. Zwar ist hier auch die Auswahl an potenziellen Arbeitskräften höher – doch höhere Mieten und Lebenshaltungskosten führen bei potenziellen Bewerbern schnell zu entsprechenden Gehaltsforderungen, was gerade für Start-ups ein entscheidender Faktor sein dürfte.
  • Standortprognose: Handelt es sich um einen Standort, der aktuell weiter wächst, oder sind beispielsweise Universitäten oder Branchen von Kürzungen oder Schließungen bedroht? Eine Ansiedlung in einer schrumpfenden Region kann Sie mittelfristig vor Probleme stellen – Arbeitskräfte wandern ab, und Investitionen von öffentlicher Seite (Straßen, Versorgungsunternehmen) könnten stagnieren. 
  • Netzausbau: Wie schnell ist das Internet vor Ort, und wie sehen die Planungen aus?
  • Infrastruktur: Schauen Sie sich mögliche Gewerbeobjekte vor der Anmietung genau an. Stimmt die Lage? Ist das Objekt sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen? 
  • Freizeitwert: Wie attraktiv ist der Wunschstandort? Gibt es schöne Wohngebiete, Schulen und Kindergärten? Wie sind die Einkaufsmöglichkeiten und die Entfernungen zu Naherholungsgebieten? Gute Arbeitskräfte halten Sie auf Dauer nur, wenn auch die „weichen” Faktoren vor Ort und das Freizeitangebot in der entsprechenden Stadt oder Region stimmen.

 

Welchen ITK-Standort halten Sie in Deutschland für den attraktivsten? Verraten Sie uns Ihre Einschätzung gern in den Kommentaren.

 

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