LinkedIn: So erstellen Sie das perfekte Unternehmerprofil

Digitales Business

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Datum 20.02.2019
Lesezeit 4 Min.

LinkedIn: So erstellen Sie das perfekte Unternehmerprofil

Die verschiedenen Online-Business-Netzwerke sind heute für viele Berufsgruppen wichtige Plattformen, um sich mit Geschäftspartnern und Kunden zu vernetzen – aber auch, um sich als potentieller Bewerber gut zu präsentieren. Wir geben Tipps, was wichtig ist, wenn Sie auf LinkedIn ein Profil erstellen.

Warum LinkedIn: Wenn Sie sich fragen, welches Netzwerk das richtige ist, lässt sich das mit einem klaren „Es kommt darauf an!“ beantworten. Im deutschsprachigen Raum sind Sie mit einem Xing-Profil zwar sehr gut bedient, doch für internationale Kontakte und in der Welt multinationaler Unternehmen ist ein LinkedIn-Profil unerlässlich.

 

Das ist bei der ersten Einrichtung Ihres LinkedIn-Profils wichtig

Melden Sie sich zunächst mit einer persönlichen E-Mailadresse bei LinkedIn an, auf die Sie täglichen Zugriff haben. Falls Sie sich mit einer Firmenmailadresse anmelden, hinterlegen Sie später unbedingt eine weitere, private E-Mailadresse in Ihrem Profil. So könnten Sie auch nach einem Wechsel des Arbeitgebers auf Ihr Profil zugreifen. Die hinterlegte E-Mailadresse sollten Sie unbedingt täglich abrufen, oder die LinkedIn-App auf Ihrem Smartphone installieren. Gerade in der ersten Zeit nach der Profilerstellung sollten Sie immer schnell auf Kontaktanfragen und Nachrichten reagieren. 

Für die meisten Nutzer ist übrigens der Funktionsumfang des kostenlosen LinkedIn-Profils ausreichend. Sobald Sie sich angemeldet haben, erschließen sich viele wichtige Punkte für die Erstellung des Profils ganz von selbst: Das Profilformular fragt elementare Informationen automatisch ab. Sie sollten allerdings auf folgende grundsätzlichen Aspekte besonders achten:

  • Aussagekräftige Headline: In etwa 120 Zeichen sollten Ihre Branche und Stellenbezeichnung stehen.
  • Professionelles Foto: Verwenden Sie ein Bild, das ein professioneller Fotograf nach den Standards Ihrer Branche aufgenommen hat. Kreative dürfen sich durchaus anders darstellen als ein Controller. 
  • Persönliche URL: Generieren Sie eine persönliche LinkedIn-URL mit Ihrem Namen, wie beispielsweise „linkedin.com/in/erikamustermann“.
  • Professionelles Auftreten: Bei LinkedIn wie auch bei Xing haben Urlaubsfotos oder scherzhafte Berufsbezeichnungen nichts verloren.
  • Ihre Zielgruppe: Schauen Sie sich an, wie sich Kollegen und Vorgesetzte auf LinkedIn darstellen, um die richtigen „Buzzwords” zu finden.
  • Die Sprache: Grundsätzlich können Sie Ihr Profil in mehreren Sprachen anlegen. Wählen Sie zunächst die Sprache aus, die für Sie und Ihre Branche am wichtigsten ist.
  • Vollständigkeit: Bevor Sie Ihr Profil freischalten und sich darüber vernetzen, sollten Sie idealerweise alle Angaben ausfüllen und ein Profilbild hochgeladen haben.

Wenn Sie Ihr Profil so weit fertig gestellt haben, dass Sie es freischalten möchten, achten Sie darauf, dem Portal den Zugriff auf Ihre gespeicherten Kontakte zu verweigern und nicht die automatische Funktion zum Auffinden von Kontakten zu nutzen: LinkedIn ist in der Vergangenheit dafür kritisiert worden, dass ohne Wissen des Nutzers E-Mails mit Kontaktanfragen an dessen Adressbuch verschickt worden sind. Besonders prekär, wenn sich in Ihrer Kontaktdatenbank etwa noch Daten von ehemaligen Bekannten befinden, mit denen Sie beruflich nicht in Verbindung gebracht werden möchten.

 

Video: YouTube / LinkedIn

 

Weitere Tipps für Ihr LinkedIn-Profil 

Über die perfekte Selbstdarstellung auf Online-Business-Netzwerken gibt es viele weiterführende Tipps und Literatur – die grundlegenden Regeln im geschäftlichen Bereich sind eigentlich immer dieselben, ob es sich nun um das in Deutschland stark verbreitete Xing oder eben das international stärker präsente LinkedIn handelt. Hier fassen wir jedoch noch einige weiterführende Tipps für Sie zusammen:

  • Eine pointierte Zusammenfassung („Summary”): In der Zusammenfassung können Sie sich mit 2.000 Zeichen so präsentieren, wie Sie das möchten. Nehmen Sie dabei den Besucher Ihres Profils an die Hand und verlinken Sie auch Texte, Videos, bauen Sie Bilder etc. ein.
  • Berufserfahrung: Beschreiben Sie die Stationen Ihres beruflichen Werdegangs ähnlich ausführlich, als würden Sie einen Lebenslauf formulieren. Sie können sogar Arbeitsproben, Links, Videos und Bilder einfügen, die Ihnen als Referenzen dienen. Achten Sie allerdings darauf, nur solche Inhalte zu teilen, die Sie teilen dürfen. Interne Dokumente eines Arbeitgebers etwa sind tabu.
  • Kenntnisse und Fähigkeiten: Hier können Sie Ihre besonderen Stärken und Spezialkenntnisse benennen. Diese können Sie sich von Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern bestätigen lassen – Sie können Sie zudem auch um Referenzen bitten. Im Gegenzug sollten Sie ebenfalls Referenzen formulieren und die Kenntnisse Ihrer Kontakte „mit einem Haken” versehen.
  • Ausbildung: Hier ist vor allem Ihr höchster Bildungsabschluss relevant. So können Sie sich mit Studienkollegen und anderen Absolventen Ihrer Hochschule ganz leicht vernetzen.
  • Netzwerk erweitern: Wenn Sie Ihr Profil fertiggestellt haben, können Sie sich mit anderen Mitgliedern vernetzen. Beispielsweise, indem Sie nach Mitgliedern suchen, mit denen Sie Stationen in Ihrer Berufserfahrung oder Ausbildung teilen. Die automatische Funktion von LinkedIn ist, wie bereits gesagt, mit Vorsicht zu nutzen.
  • Interaktion: Es gibt die Möglichkeit, Blogbeiträge auf LinkedIn zu veröffentlichen, und auch mit den geteilten Beiträgen anderer zu interagieren. Mit klugen Beiträgen können Sie auf sich aufmerksam machen und Ihr Netzwerk ebenfalls erweitern. Viele Unternehmen pflegen ein Profil auf LinkedIn, dass Sie abonnieren können – so können Sie beispielsweise auf dem Laufenden bleiben, welche Themen und Projekte Ihrem zukünftigen Wunscharbeitgeber oder auch die Konkurrenz beschäftigen.
  • Aktualität: LinkedIn ist nicht zuletzt eine Kontaktdatenbank, die Ihnen rund um die Uhr aktuelle Details Ihrer Geschäftskontakte liefert. Damit das funktioniert, achten Sie auch selbst darauf, Ihre Telefonnummer, E-Mailadresse und den Arbeitgeber immer auf dem neuesten Stand zu halten.

 

Zusammenfassung

  • Online-Business-Netzwerke wie LinkedIn und Xing sind für die meisten Berufstätigen ein wichtiges Instrument zur Vernetzung und Kontaktpflege.
  • Die kostenlose Basisversion von LinkedIn ist für die meisten Nutzer ausreichend. Die kostenpflichtige Variante wird überwiegend von Headhuntern und Personalverantwortlichen in Großunternehmen geschätzt.
  • Ein professioneller Auftritt auf Ihrem LinkedIn-Profil kann zu einem echten Karrierefaktor werden, wenn Sie sich mit den richtigen Kontakten vernetzen und die richtigen Signale aussenden.
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