Facebook-Seite für Ihr Unternehmen erstellen: So gehen Sie vor

Digitales Business

Digitales Business

Datum 02.02.2019
Lesezeit 5 Min.

Facebook-Seite für Ihr Unternehmen erstellen: So gehen Sie vor

Das Web 2.0 ist für Unternehmen heutzutage weit mehr als nur eine von vielen Optionen zur Ansprache von Kunden. Manche potenzielle Abnehmer Ihrer Produkte erreichen Sie mit klassischer TV-, Print oder Online-Werbung so gut wie gar nicht mehr, da sich die Zielgruppe im Alltag vorwiegend am Smartphone und in sozialen Medien aufhält. Mit einer eigenen Facebook-Seite schaffen Sie hier die Grundlage für gezielte Produkt-Promotion, verbesserte Markenwahrnehmung und erhalten wertvolles Feedback zu Ihren Angeboten und Dienstleistungen. Wir zeigen Ihnen, wie die Einrichtung funktioniert und auf was Sie achten sollten.

Laut Bitkom Research nutzten fast drei Viertel aller Unternehmen in Deutschland soziale Netzwerke zur Kundenansprache und -interaktion. Vor allem soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und LinkedIn spielen mit 99 Prozent Einsatzquote hier eine dominante Rolle. Microblogging- und Video-Plattformen wie Twitter und YouTube sind mit 60 beziehungsweise 41 Prozent in deutlich geringerem Maße vertreten. Grund genug, die Vorteile von Facebook und insbesondere die Präsenz mit einer eigenen Seite einmal näher unter die Lupe zu nehmen. So gelingt Ihr Einstieg in das wohl wichtigste soziale Medium des 21. Jahrhunderts.

 

Planen Sie zunächst, wie Sie Ihre Zielgruppe geeignet ansprechen können

Grundsätzlich können sämtliche Unternehmen beziehungsweise Marken eine eigene Facebook-Seite erstellen. Hierzu sollten Sie zunächst einen normalen, „privaten” Facebook-Account anlegen. Das haben Sie innerhalb von etwa fünf Minuten im Web oder via Smartphone erledigt. Anschließend bietet das soziale Netzwerk Ihnen in der Übersicht bei „Seiten” an, eine Unternehmensseite zu erstellen.

Bevor Sie nun einfach loslegen und Ihre Facebook-Seite zusammenbauen, sollten Sie sich ein paar grundlegende Gedanken machen:

  • Was genau wollen Sie auf der Facebook-Seite über Ihr Unternehmen verbreiten oder besonders betonen? Wie sieht Ihre Zielgruppe (dort) aus und wie lässt sich diese kurz und prägnant ansprechen?
  • Haben Sie das notwendige Bildmaterial bereits vorliegen oder sollten Sie eventuell Ihre Produkte, den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen oder Ihre Dienstleistungen zielgruppengerecht ablichten (lassen)?
  • Überlegen Sie genau, welche Interaktion die Kunden bei Ihnen vorrangig durchführen sollen: Dies können beispielsweise der Besuch Ihrer „normalen“ Website, ein Telefonanruf oder eine „Gefällt mir“-Angabe sein.

Wenn Sie Ihre Unternehmensseite für Facebook erstellen, sollten Sie mit der Veröffentlichung so lange warten, bis das gesamte benötigte Material vorliegt und beispielsweise auf Ihre Unternehmensidentität (CI) korrekt zugeschnitten ist. Schließlich ist kaum etwas wichtiger als der erste Eindruck – auch im Business.

 

Nutzen Sie den Assistenten zum Anlegen einer Facebook-Unternehmensseite 

Lassen Sie sich vom digitalen Assistenten zur Erstellung einer Facebook-Seite für Unternehmen einfach durch den Prozess des Anlegens führen und schon nach wenigen Minuten haben Sie Ihre erste Präsenz im momentan wichtigsten sozialen Medium geschaffen. Vergessen Sie hierbei nicht, eine passende Kategorie auszuwählen und Ihre Seite mit ansprechendem Bild- und Textmaterial, eventuell sogar Produktvideos, aufzuwerten.

Umfangreiche Statistiken (sogenannte „Insights“) liefern Ihnen anschließend wertvolle Informationen. Sie zeigen Ihnen, wer in welcher Form mit Ihrer Seite interagiert (hat) und wie erfolgreich Ihre Promotions sind oder waren. Sofern Sie bereits ein Unternehmensprofil auf Facebook besitzen, können Sie dieses übrigens optional in eine „Facebook-Seite“ umwandeln und müssen nicht komplett neu beginnen.

 

Video: YouTube / Carlo Siebert

 

Werbung in Facebook schalten: So kommen Sie zügig an Likes und Abonnenten Ihrer Seite

Sobald Sie mit Ihrem Unternehmensauftritt bei Facebook zufrieden sind, sollten Sie Ihre Seite freischalten und erste „Likes“ oder Anfragen sammeln. Am einfachsten bauen Sie eine Fanbase mit dem Facebook-Werbeanzeigenmanager auf. Die dort angebotenen „Gefällt mir“-Angaben basieren anschließend auf Empfehlungen, die gemäß eines Algorithmus‘ Personen, denen Ihre Seite gefallen könnte, vorgeschlagen werden. Mit dem Facebook Business Manager wiederum verwalten Sie sowohl Ihren Unternehmensauftritt als auch Ihr Werbekonto an einer zentralen Stelle.

 

Diese Möglichkeiten haben Sie, um sich eine „organische” Fanbase aufzubauen

Es gibt auch Möglichkeiten, ohne bezahlte Werbung an Fans und Abonnenten Ihres Facebook-Kanals zu kommen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Aktualität sicherstellen: Veröffentlichen Sie regelmäßig (im Abstand von etwa einem bis zwei Tagen) Beiträge mit einem möglichst aktuellen Bezug zum Tagesgeschehen oder gesellschaftlichen Themen. Hier ist auch der Zeitpunkt entscheidend, an dem Ihre Zielgruppe besonders aufnahmefähig ist. In vielen Fällen ist dies morgens, kurz vor Mittag oder nachmittags gegen 17 Uhr.
  • Anregende Beiträge verfassen: Bringen Sie Ihre Beiträge auf den Punkt, duzen Sie Ihre Follower möglichst und regen Sie mit Hilfe sogenannter „Call to action“s oder aufgeworfenen Fragen zur Diskussion an. Außerdem sollte jeder Post ein aussagekräftiges und passendes Bild enthalten, das Neugierde weckt.
  • Community Management betreiben: Beantworten Sie eingehende Fragen so schnell und umfassend wie möglich und nutzen Sie die Chance, auch auf Kritik an Ihrem Beitrag oder Ihrer Marke einzugehen.
  • Cross-Promotion durchführen: Bewerben Sie Ihre Facebook-Seite auch in anderen Kanälen, die Sie bereits nutzen, wie beispielsweise Print, Online-Werbung, auf Ihrer Website sowie auf Visitenkarten und Flyern.
  • Belohnungen anbieten: Denken Sie über Gewinnspiele nach, bei denen das „Teilen“ Ihrer Beiträge und/oder Likes für Ihre Seite nach Ablauf eines gewissen Zeitraums mit einem Preis belohnt werden. Dies kann trotz des administrativen Aufwands sogar günstiger als „gekaufte“ Promotion sein.

 

Video: YouTube / Neukundenturbo Online Marketing

 

Warum die Teilnahme an Facebook zum Pflichtprogramm für Unternehmen gehört

Wenn Sie vor allem jüngere Zielgruppen dauerhaft für sich begeistern wollen, kommen Sie um Facebook nicht wirklich herum. Die Bedeutung seiner Plattform für Promotionzwecke hat das weltgrößte soziale Netzwerk schon vor Jahren erkannt und bietet vielfältige Tools, mit denen Sie vor allem jüngere Konsumenten optimal erreichen. Eine davon ist die sogenannte Unternehmensseite. Auf dieser stellen Sie in aufgelockerter und jugendgerechter Form Ihr Angebot vor und versuchen, möglichst viele Kunden zu Fans Ihrer Marke sowie Ihrer Produkte zu machen. Durch gezielte Promotion-Maßnahmen und indirekte Weiterempfehlungen steigern Sie so Ihren Bekanntheitsgrad, können neue Produkte publikumswirksam einführen und für mehr Umsatz sorgen.

Mit einer genügend großen Fanbase wird Ihre Marke bald zum Selbstläufer und über das Netzwerk Ihrer Follower können Sie weitere mögliche Interessenten für Ihre Marke und somit Ihre Produkte gewinnen. Schließlich wiegt die Empfehlung eines Freundes, dem Ihre Marke gefällt, für potenzielle Kunden weit schwerer als die eher unscharfe Ansprache via Werbeanzeige. Von einer insgesamt positiveren und innovativen Markenwahrnehmung einmal ganz abgesehen.

 

Video: YouTube / Unternehmerkanal

 

Eine Unternehmensseite bei Facebook anlegen: Wichtige Tipps in Kurzform

  • Mit einer Facebook-Seite für Unternehmen stärken Sie schnell und einfach Ihre Marke und machen sie in jungen Zielgruppen bekannter.
  • Erstellen Sie in wenigen Schritten Ihre eigene Unternehmensseite und veröffentlichen Sie diese, sobald Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.
  • Verbreiten Sie alle ein bis zwei Tage spannende Posts, die zum Diskutieren anregen und eventuell, aber nicht zwingend, eines Ihrer Produkte thematisieren.
  • Nehmen Sie Kommentare und Kritik ernst, verurteilen Sie diese nicht und nutzen Sie die Gelegenheit, direkt mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren.
  • Mit dem Facebook-Werbeanzeigenmanager kommen Sie schnell an sogenannte „Gefällt mir“-Angaben, über die Ihre Seite mehr Interaktion bekommt und sich schneller herumspricht.

 

In welchem Umfang nutzt Ihr Unternehmen bislang soziale Medien? Welche alternativen Möglichkeiten sehen Sie, in der heutigen Zeit Ihre Zielgruppe zu erreichen? Wir freuen uns auf Ihren Erfahrungsbericht.

 

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Facebook Twitter WhatsApp LinkedIn Xing E-Mail