Business Networking: So helfen Ihnen Xing, LinkedIn und Facebook

Digitales Business

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Datum 15.11.2019
Lesezeit 7 Min.

Business Networking: So helfen Ihnen Xing, LinkedIn und Facebook

Business Networking kann Sie und Ihr Unternehmen oder Ihre Selbstständigkeit schnell voranbringen. Im Zeitalter des digitalen Netzwerkens helfen Ihnen Xing, LinkedIn und sogar Facebook dabei, Kontakte aufzubauen und zu pflegen – selbst wenn ein Geschäftspartner viele Kilometer entfernt ist. Oder wenn Ihnen die Zeit für regelmäßige Telefonate fehlt. Damit Sie auf dem digitalen Wege erfolgreich sind, sollten Sie jedoch ein paar Punkte beachten.

 

Darum ist digitales Business Networking wichtig

Heutzutage ist es in nahezu allen Branchen ein Vorteil, wenn Sie digital mit Auftraggebern, Freelancern, Geschäftspartnern und anderen Unternehmen gut vernetzt sind. Gezieltes Business Networking hilft Ihnen dabei, schnell an den richtigen Kontakt zu gelangen. Gerade über Empfehlungen ist die Chance hoch, dass Sie zuverlässige Personen kennenlernen, mit denen Sie zum Beispiel ein gemeinsames Projekt abwickeln können. Einen Großteil dieser Vernetzung können Sie bequem vom Schreibtisch aus machen, was Zeit und Geld spart. Schon allein deshalb sollten Sie sich für ein Profil bei Xing, LinkedIn oder Facebook entscheiden – möglicherweise auch auf mehreren dieser Portale.


Eine gute Vernetzung hilft Ihnen nicht nur im Arbeitsalltag: Falls Sie eine berufliche Veränderung anstreben oder gerade Auftragsflaute herrscht, können Ihnen die richtigen Kontakte helfen, schnell eine passende Stelle zu finden oder eine berufliche Durststrecke zu überbrücken. Außerdem sind viele Recruiter gezielt bei Xing und LinkedIn auf der Suche nach neuen Talenten.

 

Welches Netzwerk Sie wählen sollten

Ob Sie sich für Ihr Business Networking bei Xing, LinkedIn oder Facebook anmelden, dürfte nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks sein.

Xing: Das deutschsprachige Netzwerk

Xing ist die größte Plattform für berufliches digitales Netzwerken in Deutschland. Das hat aber auch einen Nachteil: Hier finden Sie vorwiegend nationale Kontakte. Wenn das in Ihrer Branche kein Problem darstellt, steht einer Anmeldung nichts im Wege.

Video: YouTube / Xing

 

LinkedIn: Hier finden Sie globale Kontakte

LinkedIn ist hingegen die bessere Wahl, wenn Sie auf internationaler Ebene mit Geschäftspartnern und Kunden vernetzen möchten. Zudem verfügt die Plattform auch in Deutschland mittlerweile über mehr als 11 Millionen Nutzer. Planen Sie länderübergreifendes Business Networking, empfiehlt sich jedoch ein englischsprachiges Profil. Ansonsten haben internationale Kontakte Schwierigkeiten, sich genauer über Sie, Ihre Qualifikationen sowie Ihre Ziele zu informieren.

Facebook: Unternehmenspräsentation und geschäftliches Netzwerken

Auch Facebook ist zum beruflichen Netzwerken geeignet, wenn auch nicht so fokussiert wie Xing und LinkedIn. In manchen Ländern ist Facebook jedoch auch für berufliche Kontakte ein „Muss“, so dass Sie sich dort in diesem Fall auch präsentieren sollten. Der zugehörige Messengerdienst bietet beispielsweise Möglichkeiten für Videocalls, das Teilen von Dokumenten und Gruppenunterhaltungen, die man auch für geschäftliche Zwecke nutzen kann.

Zudem haben fast alle größeren und auch viele kleinere Unternehmen eine eigene Business-Seite auf der Plattform. Das kann auch für Ihr Unternehmen eine Option sein. Selbst kleine, regional aktive Unternehmen wie etwa Cafés oder Restaurants können von einer Präsenz auf Facebook profitieren: Beispielsweise mit Werbung in lokalen Gruppen.

Was eine Aktivität auf Facebook für Ihr persönliches Profil bedeutet, stellt einen Sonderfall dar, dem wir uns später noch einmal widmen.

Instagram: Mit Bildern und Videos können Sie Ihre Produkte reichweitenstark vermarkten

Als weitere interessante Plattform für geschäftliche Kontakte hat sich inzwischen Instagram etabliert. Was als reines Bildportal angefangen hat, ist heute ein Kanal, über den Bilder und Videos bis zu (derzeit) 60 Sekunden geteilt werden können. Hashtags helfen bei der Einordung der Inhalte, mit Tags oder Mentions vernetzen Sie Ihre Beiträge mit anderen Instagram-Profilen, und über die angeschlossene Messengerfunktion können Sie mit den Abonnenten Ihres Profils in Kontakt treten: Ein Instagram-Businessprofil kann ein mächtiges Marketinginstrument sein. Es kann für die richtigen geschäftlichen Kontakte sorgen und richtig eingesetzt auch Ihren Umsatz steigern.

 

Worauf Sie bei Ihrem Profil achten müssen

Haben Sie sich für eine Plattform entschieden, müssen Sie ein Profil für Ihr Business Networking einrichten. Ihr Profil, ist ihre digitale Visitenkarte, mit der Sie einen möglichst guten ersten Eindruck von sich vermitteln sollten, sodass Besucher in kürzester Zeit alle wichtigen Informationen über Sie erfassen und einordnen können. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine erste Kontaktaufnahme gelingt. Hierauf sollten Sie achten:

  • Ein zur Branche und beruflichen Stellung passendes Profilbild: Arbeiten Sie beispielsweise in der Medienbranche als Redakteur, könnte bereits ein Privatfoto (Casual) von Ihnen mit freundlichem Lächeln ausreichen. Sind Sie zum Beispiel im Finanzwesen tätig, sollten Sie für die passende Aufnahme eher zur Business-Kleidung greifen.
  • Ihre Qualifikationen: Sie sollten nicht nur ihren aktuellen Jobtitel bei Xing und LinkedIn angeben, sondern vielmehr Ihren Werdegang so darstellen, dass es für Kontakte leichter nachzuvollziehen ist, wer Sie sind.
  • Beschreiben Sie in Ihrem Profil auch möglichst genau, was Sie überhaupt suchen. Gerade beim Erstkontakt können andere Nutzer so feststellen, ob sich die Kontaktaufnahme lohnt.
  • Achten Sie beim Ausfüllen Ihres Profils auf die für Ihre Branche wichtigen Schlüsselwörter. Keywords helfen anderen Personen im Netzwerk dabei, Sie zu finden.
  • Pflegen Sie Ihr Profil regelmäßig: Ist es nicht auf einem aktuellen Stand, könnten Ungereimtheiten zwischen dem Inhalt Ihrer Nachrichten und Ihrer digitalen Visitenkarte entstehen.

Video: YouTube / LinkedIn

 

Wichtige Kontakte identifizieren

Erfolgreiches Business Networking basiert natürlich nicht darauf, dass Sie willkürlich verschiedene Personen über Xing und LinkedIn anschreiben, die Ansatzweise mit Ihrer Branche zu tun haben. Vielmehr sollten Sie sich zuerst ein Ziel setzen. Ist Ihr Vorhaben der Gewinn neuer Kooperationspartner? Oder sind Sie auf der Suche nach Kunden für eines Ihrer Produkte? Davon abhängig sollten Sie genau überlegen, wen Sie anschreiben.

Planen Sie ein größeres Vorhaben, das eine wichtige Entscheidung von einem Unternehmen erfordert, sollten Sie sich eher an den Geschäftsführer wenden. Ist der Grund für Ihre Kontaktaufnahme weniger wichtig, können Sie auch nach einem Ansprechpartner der entsprechenden Abteilung suchen. Letzteres ist zum Beispiel ratsam, wenn Sie sich genauer über eine bestimmte Dienstleistung einer Firma informieren wollen.

Zwar investieren Sie auf diese Art mehr Zeit in die Suche nach wichtigen Kontakten, doch so stellen Sie sicher, dass Sie auch die Personen erreichen, die Ihnen wirklich weiterhelfen können. Generell ist es ratsam, dass sie sehr gut überlegen, wen Sie kontaktieren möchten. Später ist es nämlich ebenso wichtig, den Geschäftskontakt zu pflegen – und das wird irgendwann schwierig, wenn Sie mit zu vielen Personen gleichzeitig in Verbindung stehen.

 

Tipps für den Kontaktaufbau bei Xing und LinkedIn

Wenn Sie an eine andere Person herantreten, sollten Sie einen Aufhänger mitbringen. Das erhöht in der Regel die Chance auf eine Antwort. Informieren Sie sich daher vor dem Schreiben Ihrer Nachricht über das Unternehmen und die Person selbst. Es ist beim Business Networking wichtig, dass beide Seiten einen Vorteil aus dem Kontakt ziehen. Seien es zum Beispiel gemeinsame Ziele, die einen höheren Umsatz zur Folge haben könnten. Machen Sie Ihrem Gegenüber also in der Nachricht deutlich, was Sie zu bieten haben und wieso Sie interessant sind.

Erwähnen Sie beim Erstkontakt auch, wieso Sie sich gerade an diese Person wenden. Hier können Sie zum Beispiel auf besondere Fähigkeiten eines Unternehmens oder das Know-How Ihres Kontakts eingehen. Was gefällt Ihnen besonders? Wieso haben Sie sich für eine Kontaktaufnahme entschieden? Das zeigt beim Business Networking auch, dass Sie sich näher mit Ihrem Ansprechpartner beschäftigt haben – und dass Sie es ernst meinen.

 

Sonderfall Facebook

Wenn Sie Business Networking über Facebook betreiben wollen, gelten ein paar weitere Regeln. Wenn Sie dafür ein privates Profil verwenden, sollte dieses eine entsprechende Außenwirkung mitbringen, die zu Ihrer Branche passt. Checken Sie also Ihr Profilbild. Anschließend ist es wichtig, Ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen. Wichtig ist, welche Beiträge und welche Bilder öffentlich einsehbar sind. Zwar können Seiten von Unternehmen Ihr Profil nicht besuchen. Doch über andere Wege haben Firmen-Mitarbeiter sicherlich die Möglichkeit, einen genaueren Blick auf Sie zu werfen.

Video: YouTube / Der Standard

Wenn Sie nun Kontakt zu einem Unternehmen aufbauen wollen, wenden Sie sich an die Facebook-Seite der Firma. Häufig dürfte Ihre Anfrage dann beim zuständigen Social-Media-Team landen. Berücksichtigen Sie dies, indem Sie bei Ihrem Anliegen gleichzeitig auch nach dem richtigen Ansprechpartner fragen.

Wir empfehlen Ihnen hingegen nicht, etwa den Geschäftsführer oder sonstige Mitarbeiter einer Firma direkt per Facebook zu suchen und hier zu kontaktieren. Auch eine Freundschaftsanfrage sollten Sie für den Erstkontakt vermeiden. Denn in der Regel handelt es sich hier um private Profile. Über diesen Weg könnte Ihr Kontaktversuch also als ein Eindringen in die Privatsphäre gewertet werden.

 

Kontakte beim Business Networking pflegen

Haben Sie wichtige Kontakte über Xing, Facebook oder LinkedIn etabliert, sollten Sie auch die Pflege der Geschäftsbeziehungen im Blick behalten. Für eine stärkere Verbundenheit empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit eine Nachricht zu schreiben, um im Gedächtnis zu bleiben. Hatten Sie bereits mit einer Person zu tun, müssen Sie dafür nicht unbedingt auf ein berufliches Anliegen warten. Auch ein Meinungsaustausch oder Small Talk kann dazu führen, dass Sie die bestehende Bindung verstärken.

Behalten Sie zudem im Gedächtnis, wonach Ihre Kontakte gerade suchen. Womöglich kennen Sie eine Person, die in einem bestimmten Fall weiterhelfen kann? Hier können Sie den Kontakt herstellen und so auch für eine Vernetzung Ihrer Ansprechpartner untereinander sorgen. Dieser Gefallen kann sich irgendwann auch für Sie lohnen – und zwar, wenn Sie Hilfe benötigen oder eine Person mit bestimmten Fähigkeiten suchen.

Business Networking Kontakte austauschen

Es kann ein Vorteil für Sie sein, wenn Sie Ihre Kontakte auch untereinander vernetzen.

Business-Events sind immer noch wichtig

Zwar können Sie über Business Networking viele wichtige Ansprechpartner bequem vom Büro aus erreichen, doch es lohnt sich dennoch, dass Sie klassisch „analog“ an Events teilnehmen. Auf Kongressen, Messen oder Fortbildungsveranstaltungen treffen Sie Menschen aus Ihrem Branchenumfeld. Hier haben Sie die Möglichkeit, interessante Menschen kennenzulernen, die beruflich in die gleiche Richtung laufen wie Sie. So können Sie wertvolle Kontakte schließen oder werden vielleicht auf interessante Unternehmen aufmerksam, von denen Sie vorher noch gar nicht gehört haben.

Außerdem sollten Sie wichtige Kontakte nicht nur via Nachrichten-System auf Xing oder LinkedIn anschreiben. Greifen Sie gerne zum Telefon, oder schlagen Sie einen Lunch-Termin für einen persönlichen Austausch vor. So schaffen Sie eine tiefergehende Bindung, die womöglich sogar in ganz neuen Geschäftsideen mündet.

 

Achten Sie auf Ihre Social-Media-Außenwirkung

Es ist außerdem wichtig, dass Sie beim digitalen Business Networking nicht nur Ihr geschäftliches, sondern auch Ihre privaten Profile im Blick behalten. Denn genauso, wie Sie private Profile von Ansprechpartnern bei Google finden können, funktioniert das Ganze natürlich auch umgekehrt. Achten Sie darauf, welche öffentlichen Äußerungen von Ihnen auf den verschiedenen Plattformen existieren könnten, welche Bilder Sie offen geteilt haben oder in welchen wilden Party-Fotos von Freunden Sie „vertaggt“ sind. Das schließt auch mögliche Privat-Accounts von Ihnen bei Twitter, Instagram und Co. ein.


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