Online-Terminplaner im Vergleich: Mit Doodle, Timify & Co. geschäftliche Termine koordinieren

Digitales Business

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Datum 24.04.2020
Lesezeit 5 Min.

Online-Terminplaner im Vergleich: Mit Doodle, Timify & Co. geschäftliche Termine koordinieren

Doodle, Timify, eTermin oder doch lieber der gute alte Outlook-Kalender? Egal, ob eine Videokonferenz, ein Inbound-Kundentermin oder eine private Feierlichkeit koordiniert werden sollen: Wer geschäftlich oder privat Termine verwaltet, hat oft eine Menge zu tun und muss stets den Überblick behalten. Online-Terminplaner wollen diese Aufgabe vereinfachen – und bieten bei der Gelegenheit nützliche Zusatzfunktionen je nach Branche an. Welche der aktuellen Online-Terminplaner-Lösungen für Sie am geeignetsten sein könnte, erfahren Sie hier.

Neben dem geschäftlichen Alltag Termine zu koordinieren ist manchmal gar nicht so leicht. Zwar lassen sich mit Microsoft Office 365 auch die Kalender der Kollegen einblenden, doch nicht immer ist das praktikabel. Und wer Termine als Dienstleister heute noch ausschließlich am Telefon entgegennimmt, verliert möglicherweise wichtige Zeit im Kerngeschäft. Nicht ohne Grund tummeln sich am Markt jede Menge Terminplaner-Alternativen wie Doodle, Timify oder Cituro. Sie alle haben 24 Stunden am Tag geöffnet und sind teils sogar kostenlos verfügbar. Wir haben uns die Fülle an Angeboten einmal angesehen und deren Unterschiede herausgestellt.


Der einfache Online-Terminplaner mit Abstimm-Funktion: Doodle

Einer der ersten und nach wie vor beliebtesten Online-Dienste zum Planen von Terminen ist Doodle. Der Name leitet sich dabei aus dem englischen Wort für „kritzeln” ab und sollte sich offenbar vor allem leicht und unbeschwert anhören.

In der Praxis funktioniert Doodle so, dass Sie eine Umfrage zur Terminabstimmung erstellen und anschließend den generierten Zufalls-Link an alle gewünschten Teilnehmer schicken. Diese kreuzen nun an, welche Optionen beziehungsweise Zeiten für sie passen, welche eher ungünstig sind (optional) und an welchen Terminen sie gar nicht können. Am Ende erhält der Ersteller mittels eigenem Administrations-Link eine Übersicht, an welchem Termin die meisten Teilnehmer (oder gar alle) Zeit haben. Dies ist dann meist der endgültige Termin, der dann auch in die Besprechungsanfrage in Outlook oder den Google-Kalender wandern kann.

Doodle ist in insgesamt 31 Sprachen verfügbar und finanziert sich im Grunde ausschließlich durch Werbung. Auch eine Google-Kalenderintegration sowie ICS-Feeds für Windows Live oder iCloud sind vorgesehen. Außerdem können Sie, anstatt einen Termin zu koordinieren, auch über andere Optionen, wie beispielsweise einen Produkt- oder Projektnamen abstimmen lassen. Für externe Terminbuchungen eignet sich Doodle eher nicht, sondern mehr für spontane Umfragen und Abstimmungen.

Doodle gibt es auch als App für Android- und für iOS-Geräte.

Für professionellere Ansprüche und mit Raumverwaltung: Timify

Während Sie mit Doodle binnen Sekunden eine einfache Terminabfrage erstellen können, haben Sie mit Timify deutlich mehr Möglichkeiten. Der Münchener Hersteller präsentiert sein Angebot selbst als „Softwarelösung zur Online-Terminvereinbarung und Raum- und Ressourcenverwaltung”. Immerhin geht es häufig bei geschäftlichen Terminen nicht nur darum, ob alle eingeladenen Personen Zeit haben, sondern beispielsweise auch darum, ob ein bestimmter Raum verfügbar ist.

In diesem Zusammenhang arbeitet Timify nicht über zufällig generierte Weblinks, sondern verfügt über einen ausgewachsenen Online-Kalender. Bereits in der kostenlosen Basis-Version können Sie unbegrenzt Termine einstellen, Buchungs-Widgets nutzen und Ihre Ressourcen (wie die genannten Räume) verwalten. Ab der Premium-Version bietet Timify zusätzlich eine Standalone-App für Windows und Mac an. Eine passende App für Android und iOS ist kostenlos erhältlich.

Besonders interessant an Timify ist die Tatsache, dass Sie zumindest ab der Premium-Variante Ihre erstellten Planungen auch mit Microsoft Office 365 abgleichen können. In der Enterprise-Edition klappen sogar die Anbindung an Microsoft Exchange sowie die Buchung mehrtägiger Termine, beispielsweise für Seminare.

Video: YouTube / TIMIFY

Eine Online-Lösung für Inbound-Kundentermine: eTermin

Ebenfalls an Geschäftskunden richtet sich das Angebot der Schweizer Terminspezialisten der eTermin GmbH. Auf der entsprechenden Seite finden sich illustre Referenzkunden wie unter anderem Volkswagen, Dräger und Roche. Eine Besonderheit des eTermin-Systems ist, dass es für verschiedene Branchen spezialisierte Lösungen anbietet. Außerdem arbeitet die Lösung nach eigenen Angaben vollständig DSGVO-konform.

Im Gegensatz zu den meisten Online-Terminplanern, bei denen die Terminfindung durch einen Organisator ausgelöst wird, richtet sich eTermin vornehmlich an Website-Betreiber. Egal, ob Friseure, Ärzte, die öffentliche Verwaltung oder Fotografen: Über eTermin können Kunden online bei Ihnen einen Termin buchen – und sogar direkt dafür eine (Voraus-)Zahlung leisten. Die gebuchten Termine landen dann in einem zentralen System und können von Ihnen abgearbeitet werden. Das System ist für 30 Tage kostenlos nutzbar und wird danach kostenpflichtig.

Termine mit Vor- und Nachbereitungszeit buchen lassen: Mit Cituro

Auch bei Cituro können Ihre Kunden auf Ihrer Website Termine buchen. Darüber hinaus bietet Cituro eine digitale Kundenkartei, die Möglichkeit für Gruppenbuchungen und seit kurzem auch eine Dienstplan-Funktion. Das Online-Layout des Systems ist ebenso anpassbar wie das Buchungsintervall für mögliche Termine. Außerdem können Sie zu bestimmten Terminen mehrere Mitarbeiter hinzubuchen oder diesen nachträglich aufteilen. Außerdem werden mögliche Vor- und Nachbereitungszeiten bei Terminen auf Wunsch berücksichtigt.

Vor allem für das Friseurhandwerk, den Gesundheits- und Wellnessbereich sowie für Werkstätten scheint das Angebot sehr passend ausgerichtet zu sein.

Frei anpassbar und mit SMS-Erinnerungsfunktion: TerminLand

Ebenfalls an verschiedene Dienstleistungsbranchen richtet sich „TerminLand”. Die Wiesbadener Entwickler haben nach eigenen Angaben ein Gesamtvolumen von 9.000 Terminplänen und 30 Millionen Buchungen vorzuweisen und bezeichnen sich selbst als führenden Anbieter von Terminbuchungslösungen in Deutschland. Das Angebot scheint ähnlich ausgerichtet zu sein wie das von eTermin und Cituro – allerdings gibt es insgesamt vier verschiedene Abrechnungsmodelle. Das praktische hierbei: Sie müssen sich nicht für das nächsthöhere Abo-Modell entscheiden, um bestimmte Zusatzfunktionen wie beispielsweise SMS-Erinnerungen zu nutzen. Statt dessen buchen Sie diese einfach nach Bedarf hinzu. Außerdem bietet TerminLand flexible Laufzeitmodelle die kurzfristig kündbar sind.

 

Video: YouTube / Terminland

Weitere Online-Terminplaner für spezielle Bereiche und Branchen

Gerade für bestimmte Branchen gibt es noch weitere Online-Terminplanungsangebote. Einige hiervon sind:

  • Doctolib Pro: Mit dieser Lösung speziell für Ärzte können Praxen ihre Terminkoordination vereinfachen. Auch eine KBV-zertifizierte Videosprechstunde bietet der Hersteller an.
  • Bookingkit: Hierüber können Sie Tickets und Gutscheine beispielsweise für Veranstaltungen verkaufen.
  • SimplyBook.me: Akzeptieren Sie Buchungen beispielsweise über Facebook und erinnern Sie Ihre Kunden via SMS oder E-Mail daran.
  • edoobox: Hier lassen sich vor allem Kurse, Seminare und Veranstaltungen buchen. Verwalten Sie die Ausschreibung, die Referenten und vieles mehr einfach online.
  • CentralPlanner: Was früher als riesiges Buch im Eingang von Restaurants auslag (und teils noch liegt), gibt es auch online: Verwalten Sie mit CentralPlanner Ihre Tischreservierungen, Gästedaten und einiges mehr.

 

Welchen Terminplaner nutzen Sie bevorzugt zur Koordination von Business-Events? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

 


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Titelbild: Eigenkreation / Doodle AG

 

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