Business Basics: Moonshot Thinking – der Griff nach den Sternen

Digitaler Ausblick

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Datum 31.07.2018
Lesezeit 3 Min.

Business Basics: Moonshot Thinking – der Griff nach den Sternen

Vom Unmöglichen träumen und mit technologischem Erfindergeist die Welt verbessern – das ist das Geheimnis hinter Moonshot Thinking. Meister darin ist Google, dessen Moonshot-Experten uns immer wieder mit tollkühnen Erfindungen überraschen. Wir verraten Ihnen, wie es auch kleineren Unternehmen gelingt, Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Wer mit der technologischen Schnelllebigkeit des digitalen Zeitalters mithalten will, braucht kluge Köpfe und ungebremste Innovationskraft. „Gute Ideen sind immer solange verrückt, bis sie es nicht mehr sind,“ sagte Larry Page, der Gründer von Google. Er lebt damit eine Philosophie vor, die Google so erfolgreich macht: Moonshot Thinking. Namensgeber dieser Erfinderphilosophie war John F. Kennedys Traum, einen Menschen zum Mond zu schicken.

Hinter den Kulissen der Moonshot-Factory

Ein echter „Moonshot“ kann nicht zu groß und nicht verrückt genug sein. Sie sind eine Mischung aus revolutionärer Technik und Science Fiction. Vor allem aber soll er ein Problem beschreiben, deren Lösung die Welt für alle spürbar besser macht. Wie etwa die Versorgung mit frischem Trinkwasser oder der Abbau des gigantischen Müllberges. Bei Google X finden sich dann Experten zusammen, um eine möglichst radikale Lösung auszutüfteln.

Astro Teller, Leiter von Google X, beschreibt seinen Arbeitsalltag so:

„Wir verbringen die meiste Zeit damit, uns gegenseitig herauszufordern und zu beweisen, dass unsere Idee misslingt.“

Ohne Angst zu scheitern wird die Kreativität entfesselt und schafft ein Arbeitsklima, das motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter anzieht.

Neben selbstfahrenden Autos und fliegenden Windkraftwerken ist Project Loon eine der jüngsten Erfolgsgeschichten. Mit autarken Ballons, die in 20 Kilometern Höhe die Erde umrunden, will Google damit Menschen in abgelegenen Gegenden Anschluss zum Internet ermöglichen. Die schwebenden Internetstationen sind so groß wie ein Tennisfeld, navigieren selbständig und schaffen es mittlerweile, 100 Tage am Stück in der Luft zu bleiben.

So setzen Sie Moonshot Thinking in Ihrem Unternehmen ein

Wenn Astro Teller, der Leiter von Google X, Anekdoten aus seinem Alltag in der Moonshot-Fabrik erzählt, ist er auf skeptische Rückfragen vorbereitet. Die häufigste lautet, ob denn auch kleinere Firmen mit weniger finanziellem Spielraum „Moonshot Thinking“ einführen könnten. Für „Captain Moonshot“ gibt es keinen Grund, warum nicht jedes Unternehmen von abenteuerlichem Mut und radikaler Kreativität profitieren solle:

Nur drei Dinge müssen Sie beachten:

  1. Das Ziel muss sein, etwas um das 10-fache zu verbessern. Nicht weniger.
  2. 99 von 100 Projekten werden scheitern. Das müssen Sie aushalten.
  3. Die Unternehmenskultur muss Mitarbeiter für Experimentierfreudigkeit und Mut belohnen und das Engagement würdigen.

Es gibt also keine Entschuldigungen, Moonshot Thinking nicht einmal auszuprobieren. Denken Sie groß und greifen Sie nach den Sternen. Was wird Ihr nächster Moonshot-Moment?

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