Nachhaltige Logistik: CO2-Reduzierung durch Mehrwegboxen bei LOXXESS

Digitale Vorreiter

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Datum 08.04.2021
Lesezeit 5 Min.

Nachhaltige Logistik: CO2-Reduzierung durch Mehrwegboxen bei LOXXESS

Nachhaltigkeit ist auch in Handel und Industrie immer gefragter. Für das Ziel, bis 2025 völlig CO2-neutral zu agieren, setzt die Vodafone Deutschland GmbH auch auf eine nachhaltige Logistik. Dabei helfen deutlich länger einsetzbare und wiederverwertbare Kunststoff-Transportboxen.  

Im Sinne der Nachhaltigkeit bereitet der Logistik-Partner LOXXESS die eingesendeten Geräte für Endkunden und Servicetechniker wieder auf und lagert sie bis zum nächsten Einsatz ein. Dazu betreibt LOXXESS im tschechischen Bor, nahe der deutschen Grenze, seit 2012 eine Logistikzentrale. Auf 70.000 Quadratmetern bearbeitet LOXXESS rund zwei Millionen Aufträge jährlich für Vodafone.

„Vodafone verfolgt insgesamt ambitionierte Ziele insbesondere etwa in den Bereichen CO2-Reduzierung und Plastikvermeidung. Auch die Wiederverwendung und -verwertung von Hardware steht ganz oben. All diese Maßnahmen stellen wichtige Bausteine unserer Strategie dar“, sagt Wolfgang Fettes, Bereichsleiter Consumer Terminals bei Vodafone zu den Nachhaltigkeitsplänen von Vodafone.

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Vodafone bereitet jährlich 1,05 Millionen Geräte auf

Die LOXXESS-Mitarbeitenden nehmen die eingehenden Retouren entgegen, bearbeiten und verbuchen sie. Im Anschluss testet der Dienstleister die Geräte und bereitet sie im Refurbishment für die Weiterverwendung auf. Damit entgehen 1,05 Millionen Geräte und Zubehörteile der Verschrottung. Bevor Vodafone sie erneut an Kunden ausliefert, durchlaufen sie strengen Qualitäts- und Funktionstests. 

Um die Geräte innerhalb des Logistikzentrums sicher zu transportieren und bis zum weiteren Versand zu lagern, werden Modems, Receiver, WLAN-Sticks und Zubehör wie Kabel, Fernbedienungen oder Multimediadosen in speziellen Transportboxen verstaut.

 

Nachhaltige Logistik: Kunststoffboxen bieten Einsatzdauer von 7 bis 9 Jahren

Bisher hatte LOXXESS Behälter und Gefache aus Pappe eingesetzt. Diese verloren aber bei Transporten schnell ihre stabile Form und Loxxess musste sie nach fünf Transportzyklen und etwa zwei Monaten Einsatz austauschen.

 Um die Logistik in diesem Punkt nachhaltiger zu gestalten, entschieden Vodafone und LOXXESS, die bisher verwendeten Pappboxen durch Mehrweg-Transportboxen des Herstellers KTP Kunststoff zu ersetzen. Diese halten mindestens 60 Transportzyklen lang durch. In der Praxis entspricht das einer Verwendungsdauer von sieben bis neun Jahren.

In dieser Folge von Digitale Vorreiter:innen berichtet Daniel Knoeppel vom Startup IAMPLASTICFREE, wie er die weltweite Umweltverschmutzung durch Plastikmüll bekämpfen will. Sein junges Unternehmen vermarktet aktuell überwiegend gastronomische Einwegartikel, die jedoch nicht aus normalem Plastik, sondern aus nachhaltiger Pflanzenstärke bestehen. Mit dem Hashtag #implasticfree konnte das Startup laut Knoeppel binnen kurzer Zeit eine breite Öffentlichkeit erreichen und auf die Problematik der weltweiten Plastik aufmerksamen machen. Wie der IAMPLASTICFREE-Gründer und seine Mitarbeiter während einer Asienreise auf die Idee kamen, bei der Produktion von Einwegartikeln hauptsächlich Stärke anstatt erdölhaltigen Kunststoffs zu verwenden, erklärt er im aktuellen Podcast mit Christoph Burseg.

 

Wiederverwertbare Transportboxen für eine nachhaltige Logistik

Die wiederverwertbaren Transportboxen tragen bis zu 600 kg, ohne ihre Form zu verlieren. Die verwendeten Kunststoffe sind zudem leicht wiederverwertbar. Dadurch können aus eingeschmolzenen alten Kunststoffbehältern neue angefertigt werden. Die neuen Mehrweg-Transportboxen aus Kunststoff halten also nicht nur deutlich länger – der verwendete Kunststoff kann auch beliebig häufig wiederverwendet werden.

Nach einer Studie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik IBP erreicht die Verwendung von Transportlösungen aus Mehrwegkunststoff eine CO2 Ersparnis von bis zu 60 Prozent im Vergleich zu Einwegkartons.

Zudem können Vodafone und LOXXESS die Kunststoff-Boxen zusammenklappen und somit platzsparend transportieren. Das spart bei Retouren mit leeren Boxen 460 Lkw-Fahrten und somit etwa 16 Tonnen CO2 pro Jahr.

Diving Deeper” ist das Videoformat von Vodafone Business und OMR. Wir verbinden MyMüsli Co-Founder Max Wittrock mit spannenden digitalen Startups und sprechen über ihre Geschichte, Business-Modelle und Erfolgsgeheimnisse. Inspirierende, wertvolle Einblicke und ein Blick hinter die Kulissen von Foodboom, Ecosia, Appinio, Independesk und Boxine  und ihren Gründer*innen.

In der dritten Folge der Reihe trifft Max Wittrock auf Génica Schäfgen. Sie leitet das Deutschland-Geschäft von Ecosia, einem ökologisch-innovativen Suchmaschinen-Anbieter aus Berlin. Von ihr erfahren wir nicht nur, welchen Wachstumsschub ihr Konzept seit 2018 und den „Fridays for Future”-Protesten erfährt, sondern auch, wie sich Arbeitsmarkt, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit dauerhaft in Einklang bringen lassen.

 




Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Investition in nachhaltige Logistik zahlt sich aus

Neben dem Umweltgedanken stecken hinter den wiederverwertbaren Transportboxen aber auch wirtschaftliche Aspekte. LOXXESS hat 4.000 dieser Kunststoffboxen angeschafft und dabei 500.000 Euro investiert – und ist schon nach kurzer Zeit kostengünstiger unterwegs als mit den alten Pappboxen.

 

Nachhaltigkeit auch bei der Verpackung im Fokus

Eine nachhaltige Logistik ist für die Vodafone Deutschland GmbH ein wichtiger Baustein für ein verantwortungsvolles Handeln in Sachen Umweltschutz. Ein weiterer Schritt ist die Plastikvermeidung. Auch hier helfen die Mehrweg-Transportboxen aus Kunststoff. Sie schützen das Ladegut vor Wind und Wasser, das separate Verpacken der Box in Kunststofffolie entfällt. Das spart jährlich circa 130.000 Meter Plastikfolie.

Bei Vodafone außerdem im Fokus: Verpackungen generell. „Wir werden zukünftig beispielsweise auch kleinere Packungen mit weniger Plastik für unsere Geräte einsetzen“, erklärt Daniel Zentgraf, Leiter Einkauf für Broadband, TV und Logistik der Vodafone Deutschland GmbH.

 

IoT-Anwendungen unterstützen eine nachhaltige Logistik

Mit intelligenten Technologien können die Mehrwegboxen noch mehr zur Nachhaltigkeit beitragen. So denkt Vodafone aktuell über ein Behälter-Managementsystem auf Basis von  IoT-Anwendungen (Internet of Things) nach. Dazu werden die Mehrwegbehälter mit speziellen Chips für die Narrowband-Kommunikation ausgestattet.

Die Behälter sind dann für Industrie-4.0-Anwendungen sichtbar, können beispielsweise jederzeit lokalisiert werden. Von den ermittelten Daten würden unter anderem Reparatur-Dienstleister profitieren, die ihre Arbeitsprozesse besser koordinieren könnten.

Für Vodafone sind die Verwendungsmöglichkeiten der nachhaltigen Boxen im Logistikbereich damit aber noch nicht ausgeschöpft. Das Unternehmen denkt bereits über weitere Einsatzformen der Mehrweg-Transportboxen nach.

Die Unternehmerin und Klimaaktivistin Varena Junge berichtet, wie sie ihr Engagement in einer Umweltschutzorganisation dazu inspiriert hat, das Thema Klimaschutz stärker in das Bewusstsein von Verbraucher:innen bringen zu wollen. Ihr Start-up Yook.de will einen Teil dazu beizutragen, Einkäufe im Internet CO2-neutraler zu gestalten. Das Unternehmen bietet eine Software-Lösung, die beim Shopping im Internet Kund:innen schon vor dem Einkauf informiert, wie klimaneutral dieser voraussichtlich sein wird. Wie viele Menschen aus zahlreichen Bereichen von Wissenschaft und Wirtschaft im Hintergrund bei Yook.de zusammenarbeiten, erzählt Varena Junge in dieser Podcast-Folge.


 

Welche nachhaltigen Logistik-Projekte setzen Sie in Ihrem Unternehmen ein? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

 

 


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