Digitales Lernen: Best Practice an der Hochschule Fresenius

Digitale Vorreiter

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Datum 17.10.2019
Lesezeit 6 Min.

Digitales Lernen: Best Practice an der Hochschule Fresenius

Online studieren wird immer beliebter: An diesem Trend orientiert sich auch das Angebot der Hochschule Fresenius. Mittlerweile werden nicht nur Vorlesungen als Webinare angeboten und die Kölner Institution setzt konsequent auf Breitbandanbindung an das Internet. Wie das Lernen und Studieren der Zukunft aussehen kann, erfahren Sie hier.

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Mit schnellen Schritten eilt Professor Weber durch den Mediapark in Köln. In den hohen, modernen Gebäuden befinden sich die Räume der Hochschule Fresenius. Für den Professor steht heute keine Vorlesung auf dem Stundenplan, sondern die Aufzeichnung seines Webinars im hochschuleigenen Greenscreen-Studio. Seine Studenten werden sich das Video später online ansehen.

Der Studiengangsleiter für Medien- und Kommunikationsmanagement ist seit fast zwei Jahren für das Fernstudium der Hochschule Fresenius, onlineplus, verantwortlich. Seit 2015 gibt es neben dem klassischen Präsenzstudium ein Online-Fernstudium – und das wird immer beliebter: Das Studium passt sich dem Leben an, nicht umgekehrt, lautet das Motto.

„Unser Fernstudium ist die gelebte Digitalisierungsstrategie der Hochschule Fresenius. In der heutigen Zeit versuchen wir, uns den Bedürfnissen der Studierenden anzupassen,“ berichtet Professor Weber mit Überzeugung.

 

Immer mehr im Trend: Lernen to go

Die Digitalisierung hat die Hochschullandschaft längst erfasst. Auch die Nachfrage nach mehr Dynamik und Flexibilität wächst: Für immer mehr Studierende kommt ein Vollzeitstudium nicht mehr in Frage. Sie arbeiten nebenbei, gründen Start-ups, oder sie pflegen Angehörige und bekommen Kinder.

Professor Dr. Tobias Engelsleben, Präsident der Hochschule Fresenius, erkennt zwei Trends: „Alles wird mobiler und die Zeit wird knapper. Wir haben den Coffee to go, warum dann nicht auch Lernen to go?“ Wenn der Studierende an dem Ort lernt, wo er sich gerade befindet und wann er Zeit hat, dann kann die Hochschule mehr sein als ein Ort, an dem man sich Wissen abholt. Deshalb sehen sich Professoren heute eher als Moderatoren oder Coaches, die die Studierenden beim Lernen begleiten.

 

Work-Life-Balance ist auch im Studium wichtig

Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass das klassische Präsenzstudium out ist. Die Art und Weise zu studieren, ist nur viel flexibler geworden. Für berufsbegleitende Studiengänge bietet die Hochschule Fresenius beispielsweise das „Work-Life-Balance“-Modell an. Dort können Studierende Online-Module optional hinzubuchen. Und umgekehrt ist es im Fernstudium der Hochschule Fresenius (onlineplus) möglich, Präsenzmodule zu wählen, falls einen zwischendurch die Sehnsucht nach Kommilitonen und dem guten alten Hörsaal packt.

 


Digitale Transformation in der Hochschulbildung

Bei Professor Weber geht es heute in seinem Webinar um digitale Transformation im Marketing. Die Digitalisierung ist also auch bei den Studieninhalten angekommen – viele Bereiche der Hochschule Fresenius sind daher auf Highspeed-Internet angewiesen.

Nicht nur das Fernstudium der Hochschule Fresenius, sondern auch der komplette Hochschulalltag geben ein ausgezeichnetes Beispiel für die zukünftige Gigabit-Gesellschaft: Immer mehr Lebensbereiche sind online miteinander vernetzt – und dafür benötigen wir schnelles Internet. Die Hochschule Fresenius nutzt beispielsweise für den Bereich Wirtschaft und Medien eine Gesamtbandbreite von ca. 2,4 Gigabit pro Sekunde (Stand: 2019). Innerhalb von 30 Tagen kommt die Lernplattform für das Fernstudium onlineplus auf etwa 37 Terabyte an Internet-Datenverkehr.

 

Digitale Bildung auf dem Land

Passende Bandbreiten für ihr digitales Lehrangebot benötigt nicht nur die Hochschule, auch bei den Studierenden zu Hause muss die digitale Versorgung stimmen. Denn „Home-Office“ ist auch im Uni-Alltag ein Thema. Viele Studierende nutzen zu Hause die Videochat-Funktion, laden sich Unterrichtsmaterialien herunter oder schauen sich eine Vorlesung als Videostream an. Das spart Fahrtwege und schont ganz nebenbei die Umwelt.

Ausklappbare Informationsgrafik

Das Online-Fernstudium könnte sozusagen ein Booster für ländliche Regionen werden. Junge Menschen müssten nicht erst in die großen Städte ziehen, um in den Genuss von Hochschulbildung zu kommen. Die Folge könnte sein, dass hochqualifizierte junge Menschen nach ihrem Hochschulabschluss an ihrem Wohnort bleiben: Dort könnten sie Unternehmen gründen oder als Fachkraft die regionale Wirtschaft fördern.

Allerdings zählt Deutschland beim Glasfaser-Ausbau im OECD-Durchschnitt zu den Schlusslichtern. „Selbst innerhalb der Städte ist der Ausbau sehr unterschiedlich. Manchmal entscheidet die Straßenseite oder die Hausnummer über die verfügbaren Angebote. In Köln kann die Hochschule Fresenius zum Beispiel auf ein sehr starkes Netz zurückgreifen, wohingegen andere Standorte schlechter angebunden sind“, erklärt Hochschulpräsident Professor Dr. Engelsleben. Damit die deutsche Bildungslandschaft im internationalen Vergleich nicht abgehängt werde, müssen auch beim Breitbandausbau Fortschritte verzeichnet werden, fordert der Hochschulpräsident.

 

Professor Engelsleben

Hochschulpräsident Professor Dr. Tobias Engelsleben sieht in der Digitalisierung viele Chancen für die Hochschule von morgen.

Wie digital ist die Hochschule?

Das Schlagwort „Digitale Hochschule“ umfasse drei Punkte, erklärt Professor Engelsleben. Zum einen muss die Digitalisierung selbst Inhalt und Thema des Studienangebots werden, wie zum Beispiel bei den Studiengängen „Change Management and Decision Making“ (M.A.), „Digital Engineering Management“ (MBA) oder „Online Marketing“ (M.A.). Zum anderen geht es aber auch um die Digitalisierung der Verwaltung, gerade an der Schnittstelle zu den Studierenden. Dabei werden etwa digitale Prüfungsakten oder Echtzeit-Informationen über Raumänderungen eingeführt. Online-Sprechstunden unterstützen Studierende im Fernstudium. Hochschulpräsident Professor Dr. Engelsleben sieht in der Digitalisierung viele Chancen für die Hochschule von morgen.

Als Drittes müssen sich zudem die Lehr- und Lernszenarien verändern: Interaktive Übungen, Einbindung von Videos, elektronische Lernumgebungen oder Online-Sprechstunden. Eine große Herausforderung, nicht nur bezüglich der erforderlichen Bandbreite, sondern insbesondere für das ältere Lehrpersonal: Sie müssen sich auf die Digital Natives einstellen, die beim Thema neue Technologien und dem Umgang mit selbigen schon einen Wissensvorsprung haben.

 

„Einfach nur ein Skript hochladen – das reicht nicht”
Professor Dr. Engelsleben, Präsident Hochschule Fresenius

 

Um sich an die Bedürfnisse der jungen, digitalen Generation anzupassen, wird etwa in japanischen Schulen schon der Einsatz von Robotern untersucht. Auch Professor Dr. Engelsleben rechnet mit einer Ergänzung der klassischen Lehre, jedoch mit einer Einschränkung: „Für uns als private Hochschule wird die Interaktion zwischen Professoren und Studierenden immer im Vordergrund stehen. Dennoch wird mit Voranschreiten der künstlichen Intelligenz diese Technologie auch eines Tages Einzug in den Hörsaal halten.“

Schnelles Internet ist auch an anderer Stelle attraktiv: „Es kann sein, dass hier gelegentlich auch mal der ein oder andere Film in Lernpausen angeschaut wird. Wenn Bandbreite da ist, wird sie auch genutzt“, schmunzelt Professor Dr. Engelsleben.

 

Das Interview wurde ursprünglich von Unitymedia geführt. Unitymedia gehört seit 2019 zum Vodafone-Konzern.

 

Präsenzveranstaltung und persönliches Gespräch oder Webinar und Online-Chat: Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit Online-Lerninhalten gemacht und wo liegen Ihre Präferenzen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

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