Corrux und Vodafone UPLIFT vereinfachen das Maschinenmanagement

Digitale Vorreiter

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Datum 26.09.2019
Lesezeit 3 Min.

Corrux und Vodafone UPLIFT vereinfachen das Maschinenmanagement

Wenn große Bauprojekte länger dauern als geplant, liegt das nicht selten an Geräteausfällen und einem schlecht koordinierten Einsatz von Maschinen. Das Münchener Analytics-Start-up corrux möchte deshalb mehr Transparenz ins Maschinenmanagement bringen und die effiziente Nutzung von schwerem Gerät ermöglichen. Mit Unterstützung von Vodafone UPLIFT schafft corrux die Grundlage für intelligent gesteuerte Bauprozesse.

Mit Stift und Zettel auf die Baustelle: Beim Maschinenmanagement ist diese Praxis bis heute noch üblich. Denn trotz des technischen Fortschritts fehlt in der Baubranche bislang eine verlässliche Lösung für die vorausschauende, datenbasierte Einsatzplanung von schwerem Equipment. Laura Tönnies und ihr Partner Ryan Henderson erkannten die Möglichkeiten der Digitalisierung, um diesen Missstand zu lösen. Mit ihrem Start-up corrux haben sie ein Überwachungstool entwickelt, mit dem Bau- und Bergbauunternehmen die Auslastung ihrer Schwermaschinen signifikant steigern und sämtliche Abläufe besser kontrollieren können.

 

Echtzeit-Monitoring und KI-Analysen für das proaktive Maschinenmanagement

Im Zentrum der corrux Technologien steht eine Analyse-Software, die Bauleitern, Geräteherstellern und Projektmanagern im Tagebau dabei hilft, die Einsatzmuster ihrer Großgeräte besser zu verstehen und durch KI-gestützte Datenauswertungen die Produktivität zu erhöhen. Dafür verbindet corrux herstellerübergreifend Bagger, Kräne, Trucks sowie Bohrer, Maschinen und kombinierte Anlagen über das Internet of Things (IoT). Sensoren messen zum Beispiel den Druck, der gerade auf einem Bohrer lastet. Die Analyse-Software wertet die Daten mit KI-Algorithmen aus und leitet daraus Vorhersagen ab. So wissen Unternehmer beispielsweise, wann der Bohrkopf ausgewechselt werden muss und können reagieren, bevor eine Störung auftritt und ein Geräteengpass den Projektfortschritt behindert.

Female Leadership im Baugewerbe: Eine Frau, die die Bagger versteht

„Obwohl ein Bagger riesig ist, weiß der Unternehmer oft nicht, wo er gerade ist und ob der Tank gefüllt ist“, weiß corrux CEO Laura Tönnies. Die junge Gründerin stammt aus einer Familie von Bauunternehmern und ist mit den spezifischen Herausforderungen der Baubranche von Klein-auf vertraut. Schon während ihres Mathematikstudiums in München verfolgte sie die Trends in der Gründerszene und erkannte die Chancen der Digitalisierung für die Bauindustrie. Für sie ist klar, dass ein durchgängiges digitales Ökosystem der Schlüssel für höhere Produktivität, bessere Kosteneffizienz und innovative Geschäftsmodelle ist. „Wir streben eine ganzheitliche Lösung für ein Marktsegment an, in dem bislang isolierte Einzellösungen zum Einsatz kommen“, so Laura Tönnies. Dafür arbeitet sie mit Praktikern aus allen Sparten der Bauwirtschaft zusammen und gilt in der traditionell männlich dominierten Branche bereits als „Bagger-Flüsterin“.

 

Digitalisierung als Chance: Maschinenvernetzung für mehr Produktivität

Die Echtzeit-Analysen von corrux bieten einen umfassenden Überblick zu Metriken wie der Auslastung, den Füllständen, dem Kraftstoffverbrauch, Betriebsstunden, Ausrüstungsstandorten oder kritische Fehler. Auf Basis dieser validen Prozess- und Statusinformationen der gesamten Geräteflotte können Endnutzer datenbasierte Entscheidungen treffen und bislang verborgene Potenziale aufdecken, zum Beispiel für die gezielte Optimierung von Wartungszyklen und zur Energieeinsparung. Zugleich beschleunigt das einheitliche Datenumfeld den Informationsaustausch auf der Baustelle, was die Produktivität ebenfalls steigert. Unterm Strich erhöht die IoT-Technologie auf diese Weise die Verfügbarkeit der Maschinen, verlängert ihre Lebensdauer und minimiert vermeidbare Stillstandzeiten.

Corrux auf der Future Connect Tour

Corrux auf der Future Connect Tour

Auf der Future Connect Tour bringt Vodafone in 6 Städten Kunden, Partner und Start-ups zusammen. Lernen Sie dabei erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle und aktuelle Technologie- und Trendthemen kennen. Corrux ist mit einem eigenen Stand am 07. November München dabei. 

Digitale Vordenker mit internationalem Fokus

Den digitalen Mehrwert, den das Münchener Start-up für die Baubranche generiert, wissen auch Investoren wie Target Partners zu schätzen. Anfang des Jahres hat corrux seine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und direkt 3,1 Millionen Dollar eingesammelt. Michael Münnix von Target Partners betont den großen Einfluss der Geräteverfügbarkeit auf Projektverzögerungen. „Für corrux bietet sich hier ein weitgehend unbestelltes Feld mit vielversprechenden Marktchancen“, stellt er fest. Die VC-Finanzierung beflügelt den internationalen Gründergeist des Start-ups, das nun seine Position in Europa und in den USA ausbauen will. Mittlerweile hat das Team in Boston sein zweites Büro eingerichtet und arbeitet an einer skalierbaren Plattform für das Monitoring von Großgeräten in unterschiedlichen Szenarien, etwa beim Tunnel-, Schienen- und Bergbau.

Corrux und Vodafone UPLIFT bringen das Internet of Things auf die Baustelle

Einen weiteren wichtigen Schritt für die globale Etablierung ihrer Geschäftsidee setzte corrux im Juli 2019 im Rahmen einer Kooperation mit Vodafone UPLIFT. Die BOOST-Partnerschaft mit dem Start-up-Accelerator von Vodafone sichert den Gründern die IoT-Konnektivität, die ihr Geschäftsmodell voraussetzt. Zusätzliche Starthilfe bietet Vodafone UPLIFT durch den Zugang zum Innovationsnetzwerk sowie die professionelle Unterstützung bei der Marketing- und Medienarbeit. PR-Aktivitäten wie zum Beispiel die Platzierung auf Veranstaltungen erhöhen die Sichtbarkeit von corrux und Präsenz ihrer digitalen Innovation auf dem globalen Markt. Gemeinsam mit Vodafone UPLIFT nutzt corrux die Chancen der Digitalisierung für effizientere, datengesteuerte Bauprozesse.

 

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