Weißes e.GO Auto in Produktionswerk
© Vodafone/ Fabian Stürtz
Aufbruchstimmung

Wie 5G-Technologien die Industrie 4.0 revolutionieren

Der Elektroautohersteller e.GO geht neue Wege: Gemeinsam mit Vodafone hat der Autobauer in Aachen Deutschlands smarteste Fabrik aufgebaut. Erfahren Sie, wie 5G-Technologien von Vodafone die Produktion der Zukunft schon jetzt möglich machen.

„In enger Kooperation mit Vodafone haben wir Deutschlands digitalste Fabrik realisiert. Das in unserem Werk 1 betriebene Campus-Netzwerk ist die Basis für die für uns entscheidende voll digitalisierte und vernetzte Produktion.“

Prof. Dr. Günther Schuh, CEO von e.GO

Die vernetzte Fabrik für das Auto der Zukunft

Die Elektroautos des Aachener Herstellers e.GO sind echte Shootingstars: Immer mehr der kleinen Flitzer surren abgasfrei durch deutsche Städte. Seit diesem Frühjahr produziert das 2015 gegründete Unternehmen seinen Kleinwagen e.GO Life in Serie. Somit beweisen der Autobauer und Vodafone, dass Industrie 4.0 und 5G-nahe Mobilfunktechniken ihre versprochenen Vorzüge auch wirklich in der Praxis erfüllen und eine kostengünstige Serienproduktion von Elektroautos ermöglichen. Zielsetzung ist eine vollautomatische, aber möglichst flexible Produktion, die sich zudem in Zukunft nach Bedarf skalieren lässt.
Die fünfte Mobilfunkgeneration wird nämlich nicht nur den Alltag von Smartphone-Nutzern verändern, sondern auch bestehende Industrien und Dienstleistungen revolutionieren.

36 Antennen für 16.000 Quadratmeter

Gemeinsam mit Vodafone und dem Ausrüster Ericsson hat e.GO sein Werk 1 am Standort Aachen Rothe Erde aufgebaut. Konsequent setzte der Autobauer dabei auf Industrie 4.0, also eine voll digitalisierte und vernetzte Produktion.

In der 16.000 Quadratmeter großen Produktionshalle sorgen 36 kleine Mobilfunkantennen für Übertragungsgeschwindigkeiten von künftig bis zu 1 Gigabit pro Sekunde. In der smarten Fabrik spielen 5G-Technologien eine entscheidende Rolle: Mobile Edge Computing (MEC) und Network Slicing kommen in der vernetzten Produktion zum Einsatz.

RFID Scanner in Produktionswerk
© Vodafone/ Fabian Stürtz

Gemeinsam mit Vodafone hat e.GO in Aachen eine komplett vernetzte Fabrik aufgebaut. Die Smart Factory im Werk 1 dient dabei als Blaupause für die gerade entstehenden Werke 2 und 3.

RFID Scanner in Produktionswerk
© Vodafone/ Fabian Stürtz

Gemeinsam mit Vodafone hat e.GO in Aachen eine komplett vernetzte Fabrik aufgebaut. Die Smart Factory im Werk 1 dient dabei als Blaupause für die gerade entstehenden Werke 2 und 3.

Blaues e.GO Auto in Produktion
© e.Go
Blaues e.GO Auto in Produktion
© e.Go

MEC steht für mobile, dezentrale Datenverarbeitung, die Reaktionszeiten nahezu in Echtzeit ermöglicht. Statt hunderte von Kilometern zum nächsten Rechenzentrum zurückzulegen, werden die Daten an Ort und Stelle verarbeitet.
Mittels Network Slicing lässt sich ein Mobilfunknetz in mehrere virtuelle Scheiben schneiden, welche die Vorteile von 5G jeweils unterschiedlich priorisieren – etwa garantierte Download-/Upload-Bandbreiten oder geringe Latenzzeiten. Somit sind sämtliche Maschinen und Produktionskomponenten kabellos untereinander vernetzt. Dies ermöglicht einen umfassenden Datenaustausch zwischen allen beteiligten Instanzen, bietet einen umfassenderen Überblick und präzisere Vorhersagen. In Kombination mit anderen smarten Technologien wie RFID-Scannern und autonomen Gabelstaplern können Elektroautos besonders flexibel und kostengünstig produziert werden.

„Daten sind ein wichtiger Treibstoff für die moderne Automobilproduktion. Umso wichtiger ist es, dass diese Daten die Produktionshalle nicht mehr verlassen."

Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland

Doch das Konzept einer kabellosen Vernetzung aller Produktionselemente stellt auch höchste Anforderungen an die Skalierbarkeit und Sicherheit. Die Produktion muss nicht nur bei unterschiedlichen Anforderungen und Auslastungen gleichermaßen leistungsfähig sein, sondern auch gegen Hackerangriffe geschützt werden. Zu diesem Zweck baute Vodafone ein privates Campus-Netzwerk auf, zu dem Kunden des öffentlichen Mobilfunknetzes keinen Zugang haben. Dieses nutzt eigene SIM-Karten beziehungsweise eSIMs und auf die Erfordernisse von e.GO abgestimmte Quality-of- Service-Einstellungen.

Die Vorzüge der smarten Fabrik auf einen Blick

  • Kabellose Vernetzung und Industrie 4.0 machen agile, flexible und kostengünstige Produktion erst möglich
  • Hohe Flexibilität bei der Organisation und künftigen Optimierung der Produktion
  • Höchste Anforderungen an Betriebs- und Zugangssicherheit sowie künftige Skalierbarkeit werden erfüllt
  • Network Slicing und 5G-nahes Core-Netzwerk ermöglichen individuellen Quality-of-Service-Level nach Vorgaben von e.GO
  • Künftiges Upgrade auf 5G New Radio erlaubt in Zukunft weitere innovative Anwendungen wie Augmented Reality

Wie e.GO und Vodafone gemeinsam die Zukunft mit 5G gestalten

Neben dem bereits eingeweihten Werk 1 befinden sich schon weitere Werke in Planung. Die Erfahrungen aus der ersten Smart Factory fließen in den Aufbau weiterer Produktionsstätten mit ein. Auch unabhängig von der Fabrikproduktion wollen der Mobilfunkanbieter und der Elektroautobauer gemeinsam Projekte und Lösungen entwickeln: So könnten Augmented-Reality-Anwendungen dabei helfen, Bauteile zu lokalisieren, Materialien zu montieren oder Wartungen und Reparaturen durch externe Werkstätten durchzuführen. Die Möglichkeiten sind vielfältig – denn die Zukunft von 5G hat gerade erst begonnen.
Weitere Details zu Deutschlands digitalster Fabrik sowie zu spannenden Projekten, die Vodafone und e.GO in der Zukunft planen erfahren Sie hier.

5G ermöglicht viele neue Anwendungen für jede Branche: