Techniker klettert an Mast hoch
Aufbruchstimmung

Digitalisierung im Schnellverfahren

Die Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen haben in nahezu allen Bereichen des Alltags zu erheblichen Veränderungen geführt. Aus der Not wurden digitale Lösungen entwickelt, um weiterhin arbeiten, kommunizieren und lernen zu können.

Ob die Corona-Pandemie tatsächlich den Eintritt in ein neues Zeitalter markieren wird, wie von einigen Seiten schon behauptet, oder ob am Ende die Folgen doch überschaubar bleiben werden, lässt sich aktuell noch nicht mit Sicherheit vorhersagen – wobei einige Zeichen schon erkennbar sind, wie wir in unserer Recherche herausgefunden haben. Eines steht jedoch fest: Die Krise wird die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Digitalisierung noch mal verstärken. 

Das Internet hat uns in diesen Wochen zusammengehalten, das Arbeiten und Studieren trotz Social Distancing ermöglicht und wichtigen Wirtschaftsbereichen geholfen, in der Krise zu bestehen. Gleichzeitig wurden Branchen und Akteure, die bisher wenig bis gar nichts mit Home Office, Teleconferencing oder Onlinetools zu tun hatten, innerhalb kürzester Zeit gezwungen, sich mit diesen Technologien und Anwendungen auseinanderzusetzen. Menschen, Technologien, Institutionen, Unternehmen – sie alle wurden in den vergangenen Wochen auf den Prüfstand gestellt. Wir haben uns in dieser Ausgabe unseres Magazins einige spannende Cases angeschaut, die zeigen, wie man mit einer solchen Herausforderung kreativ umgehen kann – quer durch alle Branchen. Hier geben wir Ihnen einen ersten Überblick.

Netzkapazität für alle

Die gute Nachricht: Die bestehende Kommunikationsinfrastruktur hat die vielleicht wichtigste Prüfung ihrer Geschichte bisher erfolgreich bestanden. Mit Beginn des Lockdowns stieg die Netzauslastung natürlich an. Im Krisenmonat März wurde vor allem mehr telefoniert: Im Festnetz verzeichnete Vodafone einen Anstieg der Auslastung um 80 % gegenüber einem normalen Monat, im Mobilfunk um 37 %. Der Datenverkehr stieg ebenfalls: Im Festnetz um 14 %, im Mobilfunk um 9 %. Die Auswertung der Daten zeigt außerdem einen Anstieg der durchschnittlichen Gesprächsdauer (s. Infografik).

In den vergangenen Wochen konnten Millionen Nutzer feststellen, dass die Netze für klassische Home Office-Anwendungen wie Mails, Videokonferenzen oder Cloud-Anwendungen gut gerüstet sind. Gleichzeitig läuft der 5G-Netzausbau, der die Netzkapazitäten in Zukunft vervielfachen wird, trotz Corona-Krise weiter.

Zusätzlich konnten viele der Betroffenen auf Lösungen und Produkte von Vodafone zurückgreifen. Angebote wie One Net Business, mit seinen integrierten digitalen Kollaborationstools, oder der GigaCube, mit seiner neuartigen 5G-Technologie, machten die nötigen Anpassungen oft überhaupt erst möglich. 
Auch für Kleinunternehmer oder Selbstständige, die nach einem schnellen Zugang zur Digitalisierung suchen, gibt es – neben stabilen 
Gigabit-Festnetz-Leitungen – verschiedene Lösungen. Ein Beispiel ist One Net Express. Die vollständig virtuelle Telefonanlage vereint Festnetz- und Mobilfunktelefonie und ist die Grundlage für eine effiziente und flexible Kommunikation. So lassen sich Anrufe beispielsweise an jedem Ort und von jedem Gerät (Smartphone, Telefon oder PC) annehmen sowie übertragen. One Net Express ist ohne teure Investitionen sofort einsatzbereit.

Die Vorteile der agilen Lösung: 

 Eine Nummer für Büro und unterwegs – egal, welches Gerät Sie nutzen: Smartphone, Telefon oder PC.

 Nahtlose Gesprächsübernahme – auch zwischen Festnetz und Mobilfunk. Und das ohne Unterbrechung. 

 Erstellung von Anrufgruppen – wenn Sie gerade nicht telefonieren können, können andere Teilnehmer Ihrer Gruppe den Anruf übernehmen. So geht kein Anruf verloren. 

 Einfache Administration über das „Mein One Net“-Webportal. 

Über Nacht ins Home Office

Viele Unternehmen erwischte der Lockdown trotzdem unvorbereitet. Die größte Herausforderung für sie: digitales Arbeiten schnell möglich zu machen, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Laut einer Bitkom-Studie arbeiteten im März 49 % der Befragten zumindest teilweise im Home Office, die Mannheimer Corona-Studie kommt auf etwa ein Viertel der Beschäftigten (mehr zum Thema Home Office in Corona-Zeiten in unserem Artikel). 

Die Komplexität der modernen Wirtschaft spiegelte sich in der Vielfalt der Antworten auf die Krise. Das Interessante dabei: Die Geschäftsmodelle der Krisenzeit zeigen womöglich den Weg in eine neue, digitale Post-Corona-Welt. Auch Branchen und Bereiche, die bisher eher als innovationsresistent galten, wurden nämlich in diesen Wochen gezwungen, sich im Zeitraffer zu erneuern. 

Frau sitzt am Esstisch und telefoniert

Eine Folge der Verlagerung vieler Wirtschaftsbereiche in den Home-Office-Modus war die zunehmende Dauer der Telefongespräche.

Frau sitzt am Esstisch und telefoniert

Eine Folge der Verlagerung vieler Wirtschaftsbereiche in den Home-Office-Modus war die zunehmende Dauer der Telefongespräche.

Grafik zur Gesprächsdauer
Grafik zur Gesprächsdauer

Freizeit zu Hause

Beispiel Fitnessbranche: Hier war die Veränderung abrupt. Das Geschäftsmodell von Fitnessstudios beruht auf der Bereitstellung von Räumlichkeiten und Trainingsmaterial für viele Kunden in einem Raum – dies ist in Zeiten von Corona nicht umsetzbar. Im März gingen die abgeschlossenen Neuverträge um 64 % zurück. 

Dabei ist die Bedeutung von sozialen Medien und neuen Geschäftsmodellen gerade in der Sportbranche gut zu erkennen: Fitness-Influencerin Pamela Reif etwa konnte ihre YouTube-Aufrufe im März verdoppeln, an einem Workout nahmen 90.000 Leute gleichzeitig teil. 

Kein Wunder also, dass viele Studios ihre digitalen Kursangebote in diesen Wochen ausgebaut haben. Anfang April gaben 56 % der befragten Fitnessclubbetreiber an, über ein eigenes Onlineangebot zu verfügen; weitere 30 % greifen auf Angebote von Dritten zurück (wie der Branchenprimus Life Fit Group mit der Herausforderung umgegangen ist, lesen Sie in unserem Interview).

Bildung aus dem Bildschirm 

Auch im Schul- und Bildungsbereich führte der Lockdown zu drastischen Veränderungen. Dabei spielten praktische und soziale Aspekte eine zentrale Rolle: Wie kontrolliert man den Lernfortschritt auf Distanz?  Wie ersetzt man die sozialen Kontakte auf dem Schulhof? Wie sorgt man bei digitalem Unterricht, der ja auch auf der Verfügbarkeit technischer Geräte beruht, für Chancengleichheit?

Laut dem deutschen „Schulbarometer Spezial“ zur Corona-Krise fanden 66 % der Lehrkräfte, dass ihre Schule in Bezug auf die technische Ausstattung weniger gut oder schlecht auf die Situation vorbereitet war. Trotzdem lief die Kommunikation mit den Schülern meist über digitale Kanäle: 79 % der Kommunikation fand via E-Mail statt, 46 % über das Telefon, 45 % über digitale Lern- oder Arbeitsplattformen, 31 % über schuleigene Internetseiten und 28 % über soziale Medien oder Messenger-Dienste.

Weitere interessante Zahlen und Einsichten über die Transformation des Bildungssystems durch Corona liefert die Vodafone Stiftung Deutschland in zwei neu veröffentlichten Studien zum Thema (mehr dazu in unserer Reportage).

Kunstschätze entdecken

Dem Kulturbereich erging es im Lockdown nicht viel besser: Konzerte, Theateraufführungen oder Klubbesuche werden noch über längere Zeit nicht wie gewohnt möglich sein. Gleichzeitig kommen aus dieser Branche einige der kreativsten Ideen für den Umgang mit der Krise. Viele Museen fanden schnell neue Wege, ihre Sammlungen zu präsentieren; so lassen sich zwar Ausstellungen nicht mehr analog besuchen, digital öffnen sich aber plötzlich Türen zu Kulturstätten, die vorher nicht so einfach zu erreichen waren. Viele Museen bieten virtuelle Rundgänge, Gespräche und Vorträge auf ihren Websites oder in den sozialen Medien an (sehen Sie ein schönes Beispiel in unserer Videoreportage). 

Schielt man auf den Unterhaltungsbereich, zeigt sich, dass Streamingdienste die klaren Gewinner der Krise sind: Netflix übertraf seine Prognose für das erste Quartal 2020 deutlich, der Gewinn wurde im Jahresvergleich mehr als verdoppelt.

Mann arbeitet im Home Office

Die Corona-Digitalisierung blieb nicht ohne Folgen – erstmals überschritt das Datenvolumen im deutschen Netz die schwindelerregende Zahl von zwei Exabyte (2.000 Petabyte).

Mann arbeitet im Home Office

Die Corona-Digitalisierung blieb nicht ohne Folgen – erstmals überschritt das Datenvolumen im deutschen Netz die schwindelerregende Zahl von zwei Exabyte (2.000 Petabyte).

Infografik zur Internetnutzung
© Vodafone
Infografik zur Internetnutzung
© Vodafone

Gemeinsam gegen Corona

 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Krise hat viele Menschen vor große Schwierigkeiten gestellt, aber auch neue, ungeahnte Formen des Zusammenhalts hervorgerufen. Allabendlich wurde in ganz Europa für Pflegekräfte, Supermarktmitarbeiter und andere „systemrelevante“ Berufsgruppen geklatscht, Initiativen wie Long live the BlockHilf deinem Kino oder Small Business Hero sprossen aus dem Boden. Auch Vodafone unterstützte dieses kollektive Ethos unter den Hashtags #Reach4Support und #WeKeepYouGoing. 

Die Krise wird uns noch eine ganze Weile im Griff haben. Schon heute ist absehbar, dass Corona auch über das Ende der Maßnahmen hinaus Einfluss auf unser Leben und unsere Gesellschaft haben wird. Wenn wir die Krise als Labor begreifen, in dem wir uns an digitalen Technologien ausprobieren können, könnte dies sogar zu einer aufregenden Chance werden.    

Erfahren Sie, wie wir unsere Kunden durch die Krise begleiten: