Kinder und Mobilfunk

Ein Mobiltelefon zu besitzen, kann die persönliche Sicherheit von Kindern verbessern, da sie in Verbindung mit ihren Eltern bleiben und im Notfall Hilfe bekommen können. Manche Eltern machen sich Sorgen, dass die Gesundheit ihrer Kinder durch die Nutzung von Handys beeinträchtigt werden könnte. Sie sollten die Meinung von Experten zur Handynutzung von Kindern berücksichtigen und auch die Sicherheitsvorteile in ihre Erwägungen einbeziehen.

Die mehrheitliche wissenschaftliche Meinung, die auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) getragen wird, ist: Nach dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand existieren keine klaren Beweise, dass Mobiltelefone und Basisstationen ein gesundheitliches Risiko für Menschen darstellen. Ebenso wenig gibt es derzeit keine Hinweise, dass Kinder beim Telefonieren einem besonderen Risiko ausgesetzt sind. Im Hinblick auf die wahrscheinliche Entwicklung, dass die jüngere Generation Mobiltelefone über längere Zeiträume benutzen wird, hat die WHO weitere Forschung zur Nutzung von Handys durch Kinder in verschiedenen Altersstufen als hohe Priorität festgelegt. Weitere Forschung zur Nutzung von Handys durch Kinder und zu längerfristiger Mobilfunknutzung ist auf dem Weg. Vodafone beobachtet aufmerksam die Ergebnisse dieser Studienergebnisse und die Bewertungen durch Organisationen wie der WHO.

Wir unterstützen Eltern dabei, eine informierte Entscheidung über die Mobilfunknutzung ihrer Kinder zu treffen, indem wir die Empfehlungen der WHO und der ihr angeschlossenen Organisationen anbieten.

In ihrem Fact Sheet 193 vom Juni 2011 "Elektromagnetische Felder und öffentliche Gesundheit: Mobiltelefone" erklärt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass "bis heute keine gesundheitlichen Effekte durch Mobiltelefone festgestellt werden konnten". Es beinhaltet die folgende Information, wie die Exposition bei der Nutzung von Handys verringert werden kann:

"Neben der Verwendung von Freisprecheinrichtungen, durch die Mobiltelefone während der Gespräche vom Kopf und Körper entfernt gehalten werden können, kann die Exposition auch die Beschränkung der Anzahl und Dauer der Gespräche reduziert werden. Wird das Mobiltelefon zudem in Gebieten mit gutem Empfang genutzt, lässt sich die Exposition zusätzlich verringern, weil das Gerät mit geringerer Leistung arbeiten kann."

Wir bieten weiterhin Informationen der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) und der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) an, die beide Kooperationspartner der WHO sind.

Die vollständigen Ergebnisse der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer besonderen Agentur innerhalb der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die das krebserregende Potenzial hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF EMF) auf Menschen untersucht hat, wurde am 19. April 2013 veröffentlicht. Die vollständige Monografie 102 der IARC kann unten im Bereich "Weitere Informationen" heruntergeladen werden.

Die Arbeitsgruppe der IARC hat sich ursprünglich im Mai 2011 zusammengefunden, um das Krebspotenzial hochfrequenter elektromagnetischer Felder, einschließlich der Felder von Radiosendern, dem Mobilfunk, Mikrowellenöfen und Radaranlagen, zu klassifizieren. In diesem Prozess wurden HF EMF als "möglicherweise krebserregend für Menschen" (Gruppe 2B) eingestuft. Grundlage hierfür war ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und einem erhöhten Risiko für Gliome, einem bösartigen Typ eines Hirntumors. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde in der Zeitschrift "The Lancet Oncology" veröffentlicht, worin gefolgert wurde, dass es "begrenzte Hinweise beim Menschen" für eine Kanzerogenität durch HF EMF gibt. Der vollständige Bericht, die Monografie 102, bestätigt die Klassifizierung in Gruppe 2B, die ursprünglich in 2011 vorgenommen wurde.

Die IARC Klassifizierung berücksichtigt nur, ob es einen möglichen Zusammenhang zwischen einer häufigen und langjährigen Nutzung von Mobiltelefonen und Krebs gibt, sie ermittelt nicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit dieser Zusammenhang existiert. Um diese Wahrscheinlichkeit - und damit das potenzielle Risiko - zu verstehen, wird die WHO eine erweiterte Risikobewertung der Gesundheitsgefahren vornehmen. Hier wird die gesamte wissenschaftliche Datenbasis zu gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder berücksichtigt werden, einschließlich der IARC Klassifizierung und der ICNIRP-Bewertungen. Hierzu werden auch die Ergebnisse weiterer Studien beitragen, die von der WHO Forschungsagenda priorisiert werden.

Die Ergebnisse einer dieser Studien, der CEFALO-Studie zur Mobilfunknutzung bei Kindern, wurden im Juli 2011 publiziert. An der Studie haben fast 1.000 Kinder aus Dänemark, Schweden, Norwegen und der Schweiz teilgenommen. In der Studie wurde die Mobiltelefonnutzung von Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und 19 Jahren, die zwischen 2004 und 2008 eine Hirntumordiagnose hatten, mit einer gleichaltrigen Kontrollgruppe verglichen. Die Studie hat insgesamt keine Hinweise auf ein erhöhtes Hirntumorrisiko gefunden und folgert:

"Die Abwesenheit einer Dosis-Wirkungsbeziehung sowohl hinsichtlich der Häufigkeit der Mobilfunknutzung als auch hinsichtlich der Lokalisation des Hirntumors spricht gegen einen ursächlichen Zusammenhang".

Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) entwickelt Richtlinien zur Regulierung der Exposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder von Mobilfunkgeräten und Basisstationen, die den Schutz aller Personen zum Ziel haben, einschließlich von Kindern. Alle Handys und Mobilfunkgeräte, die von Vodafone verkauft werden, und alle Basisstationen, die durch Vodafone betrieben werden, sind so beschaffen, dass sie diese Empfehlungen vollständig einhalten. Im August 2009 hat die ICNIRP eine Stellungnahme publiziert die bestätigt, dass es keine wissenschaftliche Grundlage für die Behauptung gibt, dass Mobilfunkgeräte eine Gesundheitsgefahr für Erwachsene oder Kinder darstellen.

Die ICNIRP hat 2009 ebenfalls eine Übersichtsarbeit der wissenschaftlichen Datenlage zur Hochfrequenzexposition publiziert. Dort wird mitgeteilt: "Die experimentelle Datenlage lässt derzeit nicht darauf schließen, dass Kinder empfindlicher für hochfrequente elektromagnetische Felder sind, allerdings wurden nur wenige Studien durchgeführt." Weiterhin: "Insgesamt gibt es keine belastbaren Hinweise für irgendwelche Effekte mobilfunkähnlicher Funksignale auf Kinder oder Erwachsene."

Im Mai 2011 haben die WHO und die ICNIRP eine internationale Konferenz mit Gesundheits-Experten über Kinder und nichtionisierende Strahlung durchgeführt. Die Konferenz hatte das Ziel "festzustellen, ob die ICNIRP-Richtlinien geeignet sind, Kinder zu schützen, die hinsichtlich ihrer Physiologie, Anatomie und ihrer Lebensführung unterschiedlich sind."

Nach der Konferenz fasste der Vorsitzende der ICNIRP zusammen: "Nach den wissenschaftlichen Ergebnissen der Konferenz können wir folgern, dass unsere Richtlinien angemessen sind. Für UV-Strahlung wissen wir, dass Menschen einem Risiko ausgesetzt sind und jetzt haben wir hierfür sogar noch mehr Hinweise. Im Gegensatz dafür gibt es für hochfrequente elektromagnetische Felder - und für Mobiltelefone im Besonderen - keine Hinweise, dass Kinder einem besonderen Risiko ausgesetzt sind. Das bedeutet, dass es keinen Grund gibt, die bestehenden Richtlinien zu ändern. Dennoch werden wir fortfahren, die Wissenschaft zu prüfen, und die Ergebnisse dieser Konferenz haben dazu beigetragen."




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