Handys & Gesundheit

Die große Mehrheit der Experten stimmt darin überein, dass Mobiltelefone nicht genug Hochfrequenz-Energie abgeben, um langfristige Veränderungen im Körper zu bewirken. Auf der Grundlage von Tausenden von wissenschaftlichen Studien folgert die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass "keine negativen Gesundheitseffekte durch die Nutzung von Mobiltelefonen festgestellt werden konnten". Auf den WHO Webseiten bekommen Sie weitere Informationen über die Nutzung von Handys.

Die vollständigen Ergebnisse der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer besonderen Agentur innerhalb der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die das krebserregende Potenzial hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF EMF) auf Menschen untersucht hat, wurden am 19. April 2013 in der Monografie 102 der IARC (http://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol102/index.php) veröffentlicht.

Die Arbeitsgruppe der IARC hat sich ursprünglich im Mai 2011 zusammengefunden, um das Krebspotenzial hochfrequenter elektromagnetischer Felder, einschließlich der Felder von Radiosendern, dem Mobilfunk, Mikrowellenöfen und Radaranlagen, zu klassifizieren. In diesem Prozess wurden HF EMF als "möglicherweise krebserregend für Menschen" (Gruppe 2B) eingestuft. Grundlage hierfür war ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und einem erhöhten Risiko für Gliome, einem bösartigen Typ eines Hirntumors. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde in der Zeitschrift "The Lancet Oncology" veröffentlicht, worin gefolgert wurde, dass es "begrenzte Hinweise beim Menschen" für eine Kanzerogenität durch HF EMF gibt. Der vollständige Bericht, die Monografie 102, bestätigt die Klassifizierung in Gruppe 2B, die ursprünglich in 2011 vorgenommen wurde.

Im Mai 2010 hat die IARC die ersten zusammengefassten Ergebnisse aller Studienzentren der Interphone-Studie (http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2010/pdfs/pr200_E.pdf) , einem wesentlichen Projekt zur Erforschung der Gesundheitseffekte durch Mobiltelefone. Die Studie konnte insgesamt keine Erhöhung des Risikos von Gliomen oder Meningeomen (verschiedene Arten von Kopftumoren) durch die Mobiltelefonnutzung finden. Dies stimmt mit Expertenreviews (http://www.vodafone.com/content/index/about/sustainability/mpmh/scientific_research/expert_reviews.html) über die bestehenden Forschungserkenntnisse überein. Obwohl Forscher der Interphone-Studie berichten, dass es möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Gliome bei den höchsten Expositionsstufen gibt, diskutieren sie Limitierungen der Studie, die den Schluss auf einen ursächlichen Zusammenhang verbieten. Die IARC empfiehlt weitere Untersuchungen zu den Folgen einer langen und intensiven Mobilfunknutzung.

Die britische Gesundheitsschutzbehörde National Health Service berichtet (http://www.nhs.uk/news/2010/05May/Pages/Mobile-phones-and-brain-cancer.aspx), dass Interphone keinen Beweis dafür erbringt, dass Mobiltelefone Krebs hervorrufen. "Obwohl es ein Bedarf für weitere Forschung zur längeren Mobilfunknutzung besteht, unterstützt diese Studie sicher nicht die strikten Behauptungen mancher Tageszeitungen, dass 'eine Gesprächsdauer von 30 Minuten am Tag' das Risiko für Hirntumore vergrößert."



Exposition durch Handys

Grenzwert-Empfehlungen der internationalen Organisation ICNIRP.



Expositionsverminderung

Hinweise der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Nutzung von Mobiltelefonen.



Kinder & Mobilfunk

Hinweise für Eltern zur Handynutzung ihrer Kinder.