Bluetooth - Mögliche Sicherheitsrisiken

Bluetooth

Bluetooth ist heute überall präsent: Mobiltelefone und PDAs als auch Computer und Peripheriegeräte wie Freisprecheinrichtungen nutzen den Nahfunk, um drahtlos miteinander Daten auszutauschen.


Was sind mögliche Sicherheitsrisiken bei Bluetooth?

Bei ausgeschalteter Bluetooth-Schnittstelle bestehen keinerlei Sicherheitsrisiken. Schaltet der Handynutzer die Bluetooth-Schnittstelle ein, kann es zu Sicherheitsrisiken kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Bluetooth umsichtig einzusetzen. Durch einige einfache Verhaltensregeln können Sicherheitsrisiken minimiert werden.

Voraussetzungen für einen "erfolgreichen" Angriff über Bluetooth sind:

  • der Hacker hat ausreichend Zeit dazu
  • das Handy ist in seiner direkten Umgebung
  • und der Bluetooth-Funk ist auf dem Handy vom Benutzer aktiviert

Unter diesen Voraussetzungen und mit dem nötigen Know-How kann ein Hacker in manchen Fällen über ein Notebook oder PDA ohne Kenntnis des Handynutzers eine Bluetooth-Verbindung zum Handy aufbauen.

Danach kann über dieses Handy zum Beispiel: 

  • eine Gesprächsverbindung zu jeder beliebigen Rufnummer aufgebaut werden
  • SMS verschickt und ausgelesen werden
  • das Telefonbuch gelesen und geändert werden
  • eine Internetverbindung hergestellt werden

Allgemeine Verhaltensregeln: Wie schützt man sich vor Bluetooth-Hackern?

Damit nicht etwa Dritte über Funk Zugriff auf Ihr Mobiltelefon erlangen können, beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Schalten Sie die Bluetooth-Schnittstelle des Handys aus, wenn Sie Bluetooth nicht für eine Verbindung wie zu einer Freisprecheinrichtung benötigen. Handys mit ausgeschalteter Bluetooth-Schnittstelle sind niemals manipulierbar.
  • Nutzen Sie Bluetooth nur im Modus "unsichtbar (verborgen)". Dies erschwert einen möglichen Angriff erheblich. Das Handy ist für einen Angreifer nicht mehr so leicht aufzufinden.
  • Verneinen Sie jede unerwartete Aufforderung, eine Bluetooth-Verbindung zu akzeptieren.
  • Löschen Sie unerwartete Nachrichten über Bluetooth (Bluejacking) sofort, ohne sie zu öffnen.
  • Lehnen Sie jegliche unerwartete Aufforderung zur Installation von Software ab, auch das Laden von Bildern usw.
  • Ändern Sie, wenn möglich, die Passwörter der eigenen Bluetooth-Geräte wie z. B. das Passwort der Freisprecheinrichtung. Die Voreinstellung ist oft auf "0000" oder "1234". Nähere Infos finden Sie in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers.
  • Ändern Sie auch, wenn möglich, den Namen des Handys in der Bluetooth-Konfiguration. In der Grundeinstellung heißt ein Handy entsprechend seiner Typenbezeichnung (z.B. "Nokia 6310i"). Für Hacker ist der Handytyp nach der Namensänderung nicht mehr so leicht zu erkennen.

Voreingestellter Schutz bei Vodafone-Handys

Vodafone hat zu Ihrem Schutz bereits Vorkehrungen getroffen, damit Sie Ihr Handy mit Bluetooth-Schnittstelle unbeschwert nutzen können:

  • Bei allen von Vodafone erworbenen Handys mit einer Bluetooth-Schnittstelle ist im Lieferzustand die Bluetooth-Schnittstelle ausgeschaltet.
  • Wird Bluetooth dann vom Handynutzer eingeschaltet, funkt das Handy zunächst im Modus "unsichtbar (verborgen)". Diese Einstellung kann jederzeit vom Handynutzer geändert werden




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