Herausforderungen

Die Tatsache, dass 94 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren eines oder mehrere Handys besitzen, ist für uns als Unternehmen grundsätzlich sehr erfreulich. Daraus erwächst uns aber auch eine Verantwortung, Kindern und Jugendlichen einen sicheren Umgang mit Handys zu ermöglichen.

"Happy Slapping" ist kein Spaß
Durch die neuen technischen Möglichkeiten von Handys werden leider auch missbräuchliche Nutzungen möglich. "Happy Slapping" und "E-Bullying" stehen in der Expertensprache für die Aufnahme und den Versand von gestellten oder realen Gewaltszenen, und die Beleidigung und Belästigung von Jugendlichen oder Erwachsenen durch SMS-Nachrichten oder Anrufe. Auch das Veröffentlichen bloßstellender Aufnahmen ohne Wissen der Betroffenen im Internet gehört dazu.

Ein gesellschaftliches Problem
Nach Ergebnissen der JIM-Studie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger haben 29 Prozent der Handybesitzer schon einmal mitbekommen, dass eine Schlägerei mit dem Handy gefilmt wurde. Dabei fällt auf, dass dies bei Jungen mit 33 Prozent häufiger vorkommt als bei Mädchen mit 26 Prozent. Auch die formale Bildung scheint nach der JIM-Studie eine Rolle zu spielen: So hat jeder fünfte Gymnasiast (21 Prozent), aber fast schon jeder zweite Hauptschüler (44 Prozent) schon einmal das Filmen von Schlägereien beobachtet. Fred Schell, Direktor des JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, kommt zu dem Schluss: "Gewalt und Pornografie, auch die, die über das Handy transportiert wird, ist in erster Linie ein gesellschaftliches Problem."

Im Jahr 2004 gingen 88 Prozent der Deutschen laut einer forsa-Umfrage davon aus, dass Jugendliche sich verschulden, wenn sie regelmäßig zum Handy greifen. Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass Jugendliche den größten Teil ihres Geldes für Kleidung, Fastfood und Getränke, Kosmetik und fürs Ausgehen ausgeben. Die Ausgaben für das Handy lagen im Jahr 2007 im Schnitt bei 19,70 Euro. Nur ein kleiner Teil der jugendlichen Handybesitzer kam bislang mit unübersichtlichen oder unseriösen Angeboten in Berührung, 86 Prozent hatten in dieser Hinsicht noch keine Probleme. Spezielle Jugendtarife wie die CallYA-Jugendkarte, bei der die Nutzung von Premium-SMS-Diensten oder Auslandstelefonate standardmäßig gesperrt sind, helfen Jugendlichen und ihren Eltern bei der Kostenkontrolle.



Hotline

Für Eltern & Kinder

Auskünfte zum Jugendschutz erhalten Eltern und Kinder bei der Hotline 22 9 88 (kostenlos aus dem deutschen Vodafone-Netz) täglich von 8 bis 20 Uhr.