Datenschutz - Glossar

In diesem Glossar möchten wir Ihnen einige der am häufigsten im Zusammenhang mit unseren Hinweisen zum Thema Datenschutz und Datensicherheit verwendeten Begriffe darlegen. Diese nachfolgenden Begriffe sind teilweise auch innerhalb unserer Datenschutzhinweise verlinkt.

Anonymisierung
Unter einem Anonymisieren wird eine Veränderung personenbezogener Daten verstanden, die dazu führt, dass Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßigen Aufwand einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können.

Auftragsdatenverarbeitung
Ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von personenbezogenen Daten durch einen Dienstleister im Auftrag der verantwortlichen Stelle. Die Verantwortung bezüglich der Daten verbleibt beim Auftraggeber.

Bestandsdaten
Bestandsdaten sind Daten in Bezug auf einen Telekommunikationsdienst bzw. Telemediendienst, die für die Begründung, inhaltliche Ausgestaltung, Änderung oder Beendigung eines Vertragsverhältnisses erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, vgl. § 3 Nr. 3 TKG bzw. § 14 Abs. 1 TMG. Hierzu können z.B. unter anderem Vor- und Nachname, Anschrift, Geburtsdatum, Telefonnummer, E-Mail-Adressen, Bankverbindungsdaten sowie Informationen zu den durch Sie bestellten Diensten und Produkten wie z.B. zu Vertragsschluss, Vertragsänderung und -beendigung sowie Informationen zu den von Ihnen gewählten Produkten gehören.

BfdI
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit http://www.bfdi.bund.de/ ist die für Telekommunikationsunternehmen zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde.

BNetzA
Die Bundesnetzagentur http://www.bundesnetzagentur.de/ ist für Telekommunikationsunternehmen die zuständige Regulierungsbehörde.

Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Das Bundesdatenschutzgesetz regelt neben anderen bereichsspezifischeren Vorschriften den Umgang mit personenbezogenen Daten, die unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen erhoben, verarbeitet oder genutzt werden.

Cloud Computing
Cloud Computing bezeichnet das Anbieten von IT-Leistungen einschließlich Software oder eines Online-Speicherplatzes, wobei es hierfür keiner Installation eigener Software oder Nutzung eigener Hardware bedarf.

Cookies
Cookies sind kleine Datenpakete, die im Rahmen des Besuches einer Website automatisch erzeugt werden und auf der Festplatte eines Endgerätes wie z.B. des Computers oder Smartphone des Besuchers gespeichert werden.

Einwilligung
Frei gegebenes, spezifisches und informiertes Einverständnis der Person, ihre Daten verarbeiten zu lassen.

Fernmeldegeheimnis
Das Fernmeldegeheimnis ist der grundgesetzlich gewährleistete Schutz des Inhalts und der Umstände der Telekommunikation, insbesondere die Tatsache, ob jemand an einem Telekommunikationsvorgang beteiligt ist oder war. Es schützt die Teilnehmer eines Telekommunikationsvorganges vor dem unbefugten Abhören, Unterdrücken, Verwerten oder Entstellen von Botschaften, die über ein Telekommunikationsnetz erbracht werden.

IP-Adresse
Internet Protokoll (IP) -Adressen sind Kennziffern, die Endgeräten wie z.B. einem Computer oder Smartphone in Computer-Netzen wie dem Internet zugewiesen werden, um eine Kommunikation zwischen diesen Geräten zu ermöglichen.

Inhaltsdaten
Sind die während einer Telekommunikation übertragenen Daten, wie Sprache, Mails, URLs etc. Die zum Betrieb der Telekommunikation notwendigen Daten zählen zu den Verkehrsdaten.

Internet
Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, die auf der Basis einer sog. IP-Adresse ohne zentrales Netzwerkmanagement miteinander kommunizieren.

Nutzungsdaten
Nutzungsdaten sind Daten, die erforderlich sind, um die Inanspruchnahme von Telemediendiensten zu ermöglichen oder abzurechnen, vgl. § 15 Absatz 1 TMG. Dazu gehören insbesondere Merkmale zur Identifikation des Nutzers.

Öffentliches Verfahrensverzeichnis
Staatliche oder private Stellen, die personenbezogene Daten speichern, sind nach dem BDSG verpflichtet, den Umgang mit diesen Daten zu dokumentieren und für jeden öffentlich zugänglich machen.

Personenbezogene Daten
Unter personenbezogenen Daten werden alle Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person verstanden. Dazu gehören z.B. der Name oder die Heimanschrift eines Menschen.

Pseudonymisieren
Unter einem Pseudonymisieren wird das Ersetzen des Namens und anderer Identifikationsmerkmale durch ein Kennzeichen verstanden, um die Bestimmung einer natürlichen Person auszuschließen oder wesentlich zu erschweren.

Standortdaten
Daten, die in einem Telekommunikationsnetz oder von einem Telekommunikationsdienst erhoben oder verwendet werden und die den Standort des Endgeräts eines Endnutzers eines öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdienstes angeben

Sperren
Das Sperren von personenbezogenen Daten beinhaltet eine Kennzeichnung in der Form, dass die Daten zukünftig nicht oder nur eingeschränkt verwendet werden können, vgl. § 3 Abs. 4 Satz 2 Nr. BDSG. Eine Sperrung von personenbezogenen Daten kann z.B. erforderlich sein, wenn aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten eine Löschung dieser nicht zulässig ist.

Technische und organisatorische Maßnahmen
Als technische und/oder organisatorische Maßnahmen werden Vorkehrungen bezeichnet, welche zu treffen sind, um personenbezogene Daten je nach ihrem Sicherheits- und Schutzbedarf angemessen z.B. vor unbefugtem Zugriff, Weitergabe oder Löschung bewahrt werden, vgl. § 9 BDSG.

Telekommunikationsdienst
Unter Telekommunikationsdiensten werden Dienste verstanden, für deren Erbringung ganz oder überwiegend eine Übertragung von Signalen über Telekommunikationsnetze stattfindet, vgl. § 3 Nr. 24 TKG. Dabei erfolgt ein Datenaustausch unter Verwendung von Elektrotechnik, Elektronik oder Funktechnik wie z.B. bei dem Anbieten von Festnetztelefonanschlüssen, dem Zugang zum Internet oder Mobilfunk.

Telekommunikationsgesetz (TKG)
Das Telekommunikationsgesetz enthält bereichsspezifische Regelungen zum Umgang mit personenbezogenen Daten, die im Rahmen von Telekommunikationsdiensten erhoben, verarbeitet oder genutzt werden.

Telemediendienst
Unter Telemediendiensten werden elektronische Informations- und Kommunikationsdienste verstanden, die keine Telekommunikationsdienste oder Rundfunk sind, vgl. § 1 Abs. 1 TMG. Telemedien sind z.B. Angebote aus dem Internet wie Online-Portale in Form von Websites einschließlich Onlineshops und sog. Apps, aber auch Chatrooms, Podcasts oder Newsletter.

Telemediengesetz (TMG)
Das Telemediengesetz enthält bereichsspezifische Regelungen zum Umgang mit personenbezogenen Daten, die im Rahmen von elektronischen Informations- und Kommunikationsdiensten wie z.B. Websites, Apps oder Newslettern erhoben, verarbeitet oder genutzt werden.

Verkehrsdaten
Verkehrsdaten zu Telekommunikationsdiensten sind Daten, welche für die Erbringung eines Telekommunikationsdienstes erhoben, verarbeitet oder genutzt, vgl. § 3 Nr. 30 TKG. Dazu gehören insbesondere die Telefonnummer und weitere Kennungen der beteiligten Anschlüsse, der Beginn, das Ende und die Art der genutzten Telekommunikationsdienste sowie die übermittelten Datenmengen.