Mobiler Strafvollzug

Mobile Überwachung von Straftätern senkt Vollzugskosten

Elektronische Fußfesseln mit Mobilfunkanbindung führen nicht nur zu geringeren Kosten im Strafvollzug. Auch die Rückfallquoten lassen sich deutlich senken.

Bei leichteren Vergehen oder nur geringer Wiederholungsgefahr ist die Unterbringung von Tätern in Strafanstalten nicht immer sinnvoll. Die Inhaftierung verursacht hohe Kosten und kann zudem dazu führen, dass Tätern die Fähigkeit abhanden kommt, ein eigenständiges Leben zu führen. Nach der Haftentlassung ist dann meist eine Resozialisierung nötig, die mit weiteren Kosten und Rückfallrisiken verbunden ist.

Viele Justizbehörden sind daher bemüht, in bestimmten Fällen auf Freiheitsstrafen zu verzichten. Stattdessen können Systeme zur elektronischen Aufsicht eingesetzt werden, bei denen Verurteilte sich lediglich innerhalb eines eng begrenzten Bereiches bewegen dürfen. Umgekehrt ist es auch möglich, Ausschlussbereiche festzulegen - etwa Kinderspielplätze und Schulen bei Sexualstraftätern.

Zur Kontrolle werden dabei so genannte elektronische Fußfesseln eingesetzt, die mit einem GPS-Modul und einer kompletten Mobilfunkeinheit versehen sind. Diese ermöglicht eine vollständige Zweiwegkommunikation, so dass zum Beispiel bei Verstößen sofort eingegriffen werden kann. Entsprechende Systeme werden bereits in vielen Staaten erfolgreich eingesetzt und sind mittlerweile auch in Deutschland im Einsatz.



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