Mobiles Einsatzleitsystem

"Telefon kann Leben retten"

Im Notfall wichtige, lebensrettende Minuten früher beim Opfer sein: Das ermöglicht das mobilfunkgestützte Einsatzleitsystem des DRK Zollernalbkreis.

"Dieses Telefon kann Leben retten." Für die Rettungssanitäter des DRK-Kreisverbandes Zollernalb gilt der altbekannte Satz aus Deutschlands Telefonzellen ganz besonders. Denn seitdem ein mobilfunkgestütztes Einsatzleitsystem beim Kreisverband im Einsatz ist, können die Mobiltelefone bei der nächsten Alarmierung lebensrettende Minuten herausschlagen.

Die Handys der DRK-Mitarbeiter sind wichtige Bestandteile der vom Vodafone-Partner CKS-Systeme im schwäbischen Zollernalbkreis installierten Lösung. Das System macht die Disposition von Einsatzfahrzeugen und Rettungspersonal nachweislich schneller, einfacher und präziser. "Wir sehen jetzt auf einen Blick, welches Fahrzeug den kürzesten Weg zum Einsatzort hat, können die Rettungskräfte sofort per SMS alarmieren, bekommen eine Bestätigung über die Auslieferung dieser Nachrichten und erhalten permanent kurze, präzise Statusmeldungen über den Rettungseinsatz", erklärt Leitstellenleiter Ambros Haas die Vorteile der installierten Technik.

Herzstück der Anlage ist ein Einsatzleitrechner mit drei Disponentenarbeitsplätzen und Schnittstellen zu verschiedenen Peripheriesystemen. Die Ausstattung kann auch zur Verwaltung der Leitstelle und zur Datenpflege genutzt werden. Außerdem kann für den Notfall schnell ein weiterer Disponentenplatz eingerichtet werden.

Sichere Alarmierung per SMS

Das System verfügt über Kommunikationsschnittstellen zur TK-Anlage des DRK und dem für Einsatzkräfte bundesweit einheitlichen BOS-Funk. Zusätzlich ist es über eine direkte Anbindung mit dem Short Message Service Center von Vodafone verbunden. Über diese Schnittstelle, die die sekundenschnelle Weiterleitung der Kurznachrichten garantiert, wird die Disposition und Navigation aller Krankentransport-, Rettungs- und Notarztfahrzeuge im Zollernalbkreis abgewickelt.

Kommunikationsmittel können dabei der für andere DRK-Leitstellen übliche BOS-Funk oder das GSM-Netz von Vodafone sein. Damit ist gewährleistet, dass die Alarmierung auch dort bei den Einsatzkräften ankommt, wo keine ausreichende BOS-Versorgung für Rettungsdienste zur Verfügung steht. Denn SMS-Nachrichten erreichen den Empfänger selbst dann, wenn er kurzfristig nicht erreichbar sein sollte. Und der Leitstellen-Disponent kann sofort erkennen, ob die SMS erfolgreich zugestellt werden konnte.

Automatische Navigation zum Einsatzort

Informiert wird dabei gleich doppelt: Einmal erhält das im Fahrzeug installierte Endgerät die notwendigen Einsatzinformationen zugestellt, die automatisch an das Navigationssystem weitergegeben werden. Zum Zweiten wird eine SMS an die Handys des Rettungspersonals geschickt, um diese über das Vorliegen und die Art eines Notfalls zu informieren. Im Rettungsfahrzeug selbst werden die Fahrer dann automatisch - ohne manuelle Eingabe des Zieles - zum Einsatzort navigiert. Die Leitstelle erhält wiederum von jeder Phase des Einsatzes eine Statusmeldung, die die Fahrer einfach per Tastendruck auslösen können.

Die Investition in das mobile Einsatzleitsystem hat sich für den DRK-Zollernalb bereits rentiert. Die Lösung konnte kostengünstig installiert werden. Ein firmeninternes Kommunikationskonzept von Vodafone sorgt dafür, dass auch die laufenden Kosten zwischen den mobilen Einheiten und der Rettungsleitstelle in Grenzen bleiben.

aus © MobileOffice 1/2002
Foto: © DRK Zollernalb



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